Nigeria Connection

Post aus Afrika

Mal ehrlich, wer hat noch keine dieser Mails aus Nigeria oder anderen Teilen Afrikas erhalten?
Deren Inhalt ungefähr lautet: Hallo ich bin XY aus Irgendwo und wir haben entdeckt, dass Sie der letzte lebende Verwandte / Freund/ Jemand von Herrn Nocheinname sind. Dieser ist leider verstorben und hat ein volles Konto hinterlassen. Hier gibt es Textbeispiele.
Darauf finden sich hohe Millionenbeträge und ausgerechnet Sie, der Mailempfänger sind jetzt der rechtmässige Besitzer, oder als solcher auserkoren.

35 Millionen US Dollar

Natürlich bekommen Sie nicht den gesamten Betrag von sagen wir 35 Millionen US Dollar, aber immerhin 70-90%. Sie müssen sich nur rückmelden.
Bekannt ist diese Masche, bei der nur einer verdient, unter dem Begriff Nigeria Connection.

Erstaunlich ist, wie viele Menschen in die Falle tappen und den Betrügern Geld überweisen um den ausgelobten Betrag zu erhalten. Denn es gibt dann doch immer Probleme und die Millionen werden erst frei, wenn gewisse Gebühren bezahlt und Beamte geschmiert sind. Aber 10.000€ sind ja Peanuts im Vergleich zu zig Millionen US Dollar.

Nigeria callin’

Bei der Rückfahrt von einem Dreh aus Berlin im Mai 2018 war ich am Mail checken und darunter war dann eine aus Nigeria.
Jemand der sich Oyiza nannte würde gerne einen Film in München drehen und überhaupt. Viel Text, wenig Info.
Zuerst habe ich die Mail zur Seite geschoben, aber da noch Stunden an Beifahrereri vor mir lagen, die Nacht vorbei glitt und Zeit im Überfluss vorhanden war tippte ich eine kurze Antwort.

Einen Tag später eine neue Mail. Und ein angehängtes Briefing.
Geld wollte erstmal keiner von mir. Aber man freue sich auf die Zusammenarbeit, von der aus meiner Sicht noch gar nicht die Rede war.
Die Kommunikation war dennoch etwas verworren, mal von Nigeria, dann NewYork dann wieder von einem anderen Ort in Afrika die Rede, wo man sich gerade befände und nur kurz antworten könne.
Und es waren Sätze wie: “Congratulations again on a very successful and note-worthy outing. You must all be proud.” die ich nicht so ganz verorten konnte.

Aber jede Kultur hat ihre Sprachform, das lernt man sehr schnell wenn man auch abseits eines Büros arbeitet.
Ehe ich mich versah war ein Zeitplan da und endlich war die Location klar, das Haus der Kunst in München. Zudem war immer von einem El die Rede.
Und alles bekam Struktur und ich einen Ansprechpartner, den Kurator vor Ort.

El Anatsui
El Anatsui und sein Team bei der Planung

Alles wurde rund, der ghanische Bildhauer El Anatsui war im Begriff eine große Ausstellung im HdK unter dem Titel “Triumphant Scale” für Ende 2019 vorzubereiten.
Und bei Oyiza handelte es sich um eine nigerianische Filmemacherin, die an einer Doku über El Anatsui arbeitete und eben die Ausstellung in München und die Vorbereitungen als Teil mit in den Film aufnehmen mochte.
Dazu brauchte sie jemanden vor Ort, der ab und an vorbeischaute und Interviews oder Entwicklungsschritte der Ausstellung drehte, eben einen wie mich.
Geld war ehrlich gesagt nicht viel vorhanden, aber sowas mache ich gerne.

Die aus Afrika und die Doktorin

Ich hatte da aber noch nicht mit Dr. Elena H. gerechnet.
Ihres Zeichens Pressechefin des HdK. Die wurde von meinem erstmaligen Auftauchen komplett überrascht. Oyiza hatte uns tags zuvor per mail angekündigt und wir knallten gegen eine deutsche Mauer aus “so geht das nicht”.

Nach einigem hin und her waren wir trotzdem drin und konnten drehen. Aber jedes mal wenn wir auftauchten hat man uns sehr deutlich zu verstehen gegeben, dass wir nicht willkommen sind. Aber jedes mal sind wir reingekommen, manchmal nicht ganz legal, aber für mich wurde es zum Sport, an der promovierten Dame des Hauses vorbei zu kommen, die aus meiner Sicht ein absolut unprofessionelles Verhalten an den Tag legte.
Aber das kann man sich wohl leisten, wenn man in einem hochsubventionierten Apparat arbeitet. In 30 Berufsjahren habe ich das schon einige wenige mal erlebt, leider.

Aus meiner Sicht hat sie sich auch unmöglich gegenüber Oyiza verhalten, wenn ich ehrlich bin nach dem Motto “die von da unten aus Afrika”.
Klassischer unbewusster Rassismus.
El dagegen wurde heftigst umschwänzelt. Insgesamt keine gute Stimmung aber irgendwie passend zur Geschichte des HdK.
Dabei wäre es so einfach gewesen aber deutsches Kompetenzgewummer hat schon immer Dinge unnötig erschwert.

Die Arbeit mit El war sehr angenehm. Keinerlei Allüren, ein Künstler der natürlich sein Werk best dargebracht sehen möchte und mit allen Beteiligten, gerade den Handwerkern die es ja montieren, auf einer Ebene unterwegs ist.

Alles in allem war es ein sehr angenehmer und interessanter Job.
Interessant auch, weil Oyiza immer für Überraschungen gut war.
Bei der Premiere war sie dann auch vor Ort und wir machten zahlreiche Interviews unter den begeisterten Gästen und giftigen Blicken Elenas.

Neulich kam wieder eine Mail aus Nigeria. Ein naher Verwandter ist leider verstorben.
Habe jetzt mal 5000 € überwiesen. Bin bald reich.

Mit T-Rex auf Tour

Reichweite.

Reichweite ist das neue Schlagwort der Mobilität.
Das wird von den Herstellern auf den Kilometer genau angegeben und hat das Liter pro 100 Kilometer längst in Vergessenheit geraten lassen.
Zeit für uns, auch einmal in dieses Thema einzusteigen.

Wie praktisch sind D-Autos?

Die Anzahl der Antriebstypen ist ja mittlerweile kaum mehr zu überblicken. Das E-, B-, D- oder H2 Auto bereichert unsere Strassen ebenso wie das CNG Gefährt.
Für unseren Test haben wir uns für D-Mobility entschieden. Eine kleine Batterie in Kombination mit einer Hubkolbenmaschine ist die Grundlage dieser Technik.
Anstelle von Zünd- werden Glühkerzen verwendet und die Hersteller versprechen Reichweiten von über 1000 Kilometern.
Die Energie wird aus Überresten prähistorischer Tiere und Pflanzen gewonnen. Damit ist diese Antriebstechnik CO2 neutral bis zum Zeitpunkt 70 Millionen Jahre vor Christi Geburt.

Die Aufgabe

1100 Kilometer möchten wir zurücklegen. 550 hin und 550 Kilometer zurück. Autobahn und Landstraße liegen vor uns. Fünf bis 6 Stunden Fahrt müssen wir für eine Fahrt einplanen sagt das Navi.

Aber zunächst haben wir ein Problem.
Laut Bordcomputer unseres D-Autos haben wir nur noch für 370 Kilometer Energie an Bord.
Wir entscheiden uns, das Fahrzeug vollzutanken. Wer weiss wie gut die Ladeinfrastruktur von Bayern bis NRW ausgebaut ist.
So gilt unsere erste Suche einer Lademöglichkeit kaum dass wir die lokale Parkstation verlassen haben.
Wir haben Glück, nur ca. 1000 Meter weiter finden wir eine freie D-Ladesäule.

Eine freie Ladesäule. 100% Betankung mit D-Power.

Wir fackeln nicht lange, stecken das Fahrzeug an und beginnen den Ladevorgang.
Es dauert dann doch fast zwei Minuten bis 80% des maximalen Tankfüllzustandes erreicht sind.
Die Ladeleistung bleibt hier konstant und 30 Sekunden später zeigt ein Plopp das erfolgreiche Ladeende (100%) an.
Insgesamt fünf Minuten inklusive Bezahlung vergehen. Das kann man optimieren, zum Beispiel durch schnelleres Personal an der Kasse.
Dann geht es nach wenigen Kilometern auf die Autobahn Richtung Norden.

Die Strecke ist relativ frei. Wir gehen auf Tempomat 120 km/h um nicht zu viel Energie auf dem Asphalt zu lassen. Der Mittelstreifen ist unser Habitat, rechts rollen der Schwerlastverkehr und die Teslas.

780 Kilometer Reichweite zeigt das System, aber wie vertrauenswürdig ist das? Sicherheitshalber checken wir parallel die Ladeinfrastruktur auf der Strecke. Nach kurzer Zeit steigt die prognostizierte Reichweite auf über 900 Kilometer. Treibt da einer Schabernack?

Alles läuft reibungslos, die Klimaautomatik sorgt für eine angenehme Innentemperatur, auch wenn uns klar ist, dass das auf die Reichweite gehen wird. So zieht das Innovationswunderland Deutschland an uns vorbei.
Ein Hörbuch läuft, der Antrieb ist nicht zu hören.
Ab und an wird auf 160 km/h beschleunigt um Urlauberkolonnen zu überholen.
Nicht zu oft, da hier enorm Energie verbraucht wird.

Nach ca 4 Stunden dann der erste Halt. Ernüchterung.

Weit und breit keine Ladesäule.

Der Autobahnrastplatz ist beleuchtet, bietet neben Sitz- auch Möglichkeiten der Erleichterung, aber es ist weit und breit keine Ladesäule zu sehen.
Fast 400 Kilometer liegen hinter und, der Ladezustand noch oberhalb 50%.
Zurück ans Steuer, es geht weiter.
Zwei Stunden später sind wir am Ziel.
Nach fast sechs Stunden und 550 Kilometern rollen wir gerade noch mit 30% Restenergie auf den Hotelparkplatz im Nichts.
Uns ist klar – so kommen wir nicht mehr zurück.

Wir müssen

Aber nach 2 Tagen geht es zurück. Es ist ein Sonntag auf dem Lande und weit und breit keine Ladesäule zu sehen. Nach 60 Kilometern erreichen wir endlich eine asphaltierte Autobahn.
Kurz darauf taucht das Symbol einer D-Ladestation auf.
Wir nehmen die Ausfahrt und uns bleibt die Luft weg. An der Station werden unverschämt hohe Preise für D-Power gefordert.

Nicht mit uns, wir nehmen das Risiko auf uns und hoffen auf eine weitere Lademöglichkeit entlang der Strecke. Aber es dauert.

Gerade einmal 870 km gefahren, da fällt die Reichweite auf 130 km
Gerade einmal 870 km gefahren, da fällt die Reichweite auf 130 km

Wir haben fast 40% unserer Strecke geschafft, als der Ladestand auf 5% fällt.
130 Kilometer gibt uns das System noch, da taucht endlich das ersehnte Ladestellensymbol auf.
Nichts wie raus und ran an die Säule. Die ist Gott sei Dank frei.
Der Anschluss passt und nach einem Druck auf den Hebel pulsiert die Energie.

Power dank Ladestation.

Wir entscheiden uns trotz der zusätzlichen Minute, das Fahrzeug komplett auf 100% vollzutanken.
Manchmal muss man sich die Zeit einfach nehmen um mobil zu sein.
Wir wollen uns für die restlichen 250 Kilometer einfach keinen Stop mehr aufladen.
Wir wollen nach Hause, der Wagen läuft 185 km/h.

Frisch aufgefüllt verspricht die Bordelektronik mit 70 Litern D-Power 960 Kilometer Reichweite.
Nach 1100 Kilometern kann man sagen: D-Power macht das Auto mobil.

Eckdaten:
Citroen Spacetourer EAT8 – 2.0ltr Diesel 177 PS
Tankfüllung 70ltr.
Verbrauch auf dieser Fahrt 7,4ltr/100 km

Max. Zuladung: 1000 kg, Eigengewicht 1800 kg

Nichts ist so live wie das Leben

Die Live-Übertragung, das war früher die hohe Kunst des Fernsehens.
Von einfachen Liveschalten zu wichtigen Menschen des öffentlichen Lebens, Aufsagern von Reportern, Shows bis hin zu Mega Sport Events.

Live – Alltag
Heute ist live auf “Sendung” gehen für viel Menschen so selbstverständlich wie das Selfie.
Sie nutzen dazu Twitch, Insta, Facebook, YouTube… Die Liste der Abspielplattformen wird ständig erweitert.

Dank Corona sind Videokonferenzen bis zum Lehrerkollegium vorgedrungen und selbst die wenig reformwillige Kirche bringt Gottes Wort via Streaming zu den Schäfchen.

Satellit gestern – Web heute
Das klassische Livefernsehen basiert auf der Satellitentechnik.
Bild und Ton werden vom Ü-Wagen kommend von einem SNG, das ist das Auto mit der Satellitenschüssel auf dem Dach, digital gewandelt, ins Weltall geschossen, von einem Satelliten aufgefangen und wieder zur Erde hinab gestrahlt.


Wer die Satellitendaten kennt und über die entsprechende Technik verfügt kann das Signal empfangen und in die Sendeautomation oder nach erneuter Kodierung in das Web einspeisen.
Das Delay ist minimal und die Technik ausgereift aber wirklich sehr teuer.

Das Internet hat als Informationsmedium dem linearen TV schon lange den Rang abgelaufen. Einfach gesagt – im Web spielt die Musik.
Produziert man für das Internet, also Vimeo, Youtube, den eigenen Server oder ähnliches, dann ist das eigentlich wie das berühmte mit Kanonen auf Spatzen schiessen würde man den klassischen TV Live-Sendeweg gehen.

Theoretisch kann heute jeder sofort im Web live gehen.
Für einen einfache 1:1 Bildübertragung reicht heute das Smartphone.
Ein Blick auf twitch.com zum Beispiel zeigt, dass es auch viele tun.
Hier sind es meist Gamer, aber auch Leute wie dieser Landwirt aus Mecklenburg Vorpommern :


Fast 400 sind live dabei, wenn der gute Herr das Gärrest (Reste aus der Biogasanlage) auf sein Feld bringt. Er kommentiert dabei noch die eingehenden Zuschauerposts.
Das ist ein Vorteil von Live-Broadcast, man ist nah am Zuseher.

Professionell live gehen – wenn es besser sein soll
Professionelle Übertragungseinheiten sind heute angenehm kompakt gebaut. Es braucht keinen Mercedes Sprinter mehr. In ein koffergrosses Case passen der digitale Bildmischer (für 4 Kameras), Adapter und die Kodier- und Übertragungseinheit. Vor Ort muss es Internet geben – LAN, WLAN oder LTE, das reicht.


Das TV Studio 2 Go durchweg in HD 1080P Qualität.

Davon profitieren vor allem KMUs (kleinere und mittlere Unternehmen), Vereine, Parteien, Schulungseinrichtungen und Verbände.
In absolut hervorragender Ton und Bildqualität können Präsentationen weltweit zu absolut überschaubaren Kosten übertragen werden.
Auch hier ist das Delay minimal und liegt oft nur bei 3-5 Sekunden.

Als Bildquellen kommen natürlich neben Kamerasignalen auch Standbilder, Einspielfilme, Powerpoints, eigentlich alles was sich auf einem Rechner darstellen lässt, in Frage. Das System ist dabei beliebig skalierbar.
Über zuschaltbare Chatfunktionen können die Zusehenden Fragen stellen oder Antworten geben.
Die Übertragung kann passwortgesichert werden oder frei zugänglich sein.
Natürlich eignet sich die Technik auch für Videokonferenzen. Einfach dann, wenn es besser aussehen soll.

Nach der Übertragung steht das Material dann auf Wunsch onDemand auf der gewählten Plattform zur Verfügung.
So bauen Sie ihre eigene Mediathek.

Nichts ist so live wie das Leben. Auf geht’s.

Dominium terrae. Das Zeitalter des modernen Menschen.

Über siebenkommafünf Milliarden Menschen bevölkern den Planeten Erde. In manchen Gegenden wird es da richtig eng. Familien leben auf wenigen Quadratmetern zusammen und schaffen dennoch den Alltag.
Mindestens 162.000 Hektar Land besitzt dagegen Jeff Bezos. Der Amazon Chef nimmt damit Platz 28 der Immobilienkönige in den USA ein, also knapp vor Mittelmaß.

Wo der Mensch sich breit macht, da bleibt immer weniger Raum für Flora und Fauna. Interessant sind die oft nur noch, wenn man davon einen vollen Magen bekommt oder sie in die eigene Freizeitgestaltung passen.

Die Blechlawine überrollt alles

“Braucht es wirklich freilebende Elefanten auf unserem Planeten?”
Ist es denn nicht egal, ob es noch 200 oder null Tiger irgendwo in Indien gibt? 99,99% der Weltbevölkerung wird niemals auf einen wilden Tiger treffen, die 0,000irgendwas% es wohl bereuen.
Der Beutelwolf, der Dodo oder der Plateau Döbel, kaum hatte man sie entdeckt, da waren sie auch schon weg.
Ob jetzt eine Amsel im Garten herum springt oder nicht, was soll das?
Der Berggorilla und Blauwal sind ja schön und groß – aber sie hatten ihre Zeit.

Das Zeitalter des modernen Menschen
Ein Großteil der Tier- und Pflanzenwelt hat im Zeitalter des modernen Menschen einfach keinen Platz mehr.
Die Erde ist einem steten Wandel unterworfen. Es gab das Zeitalter der Meere, der Dinosaurier, der Großsäuger wie Riesenfaultier, Mammut oder Säbelzahntieger.
Sie sind Geschichte, waren über einen bestimmten Zeitraum die beherrschenden Arten, dann kam der Modellwechsel.
Selbst den Neandertaler hat es erwischt.

Der moderne Mensch lebt nicht mehr aus der Natur.
Der moderne Mensch hält sich das an Tieren und Pflanzen, was er zum Leben benötigt.
Er setzt auf eine Nahrungsmittelindustrie die die Versorgung sicher stellt.
Diese Industrie benötigt Raum und Ressourcen.
Sie benötigt Energie, Wasser, Licht und Transportkapazitäten.

Kunstwelten sind unser Habitat

Wie ein Biber, der ohne Rücksicht auf andere seine Burg in einen Fluss setzt um seine Art zu erhalten so agiert der modere Mensch.
Er ist die vorherrschende Art und was er tut dient ihm zum Arterhalt.
Wälder roden, Flüsse aufstauen, Strassen bauen, die Erde nach Bodenschätzen durchpflügen. Das alte Modell des Planeten der vielen Säugetiere ist überholt. Der Mensch muss den kompletten Planeten für sich übernehmen um zu überleben.

Es wird eng für andere

Vor wenigen hundert Jahren war ganz Europa ein einziger fast undurchdringlicher Wald.
Vermisst ihn jemand? Wenn heute ein Wolf auftaucht, dann bricht Panik aus.
Wenn morgen das letzte freilebende Nashorn auf einen Großwildjäger trifft, dann vermissen wir es. Wie lange? Ein halbes Jahr? Zwei Jahre?
Erinnern Sie sich noch an den Plateau Döbel (lat. Evarra eigenmanni) am Anfang des Textes? Den gab es bis 1954 in Mexiko. Die dortige Wasserverschmutzung hat er nicht überlebt. Vermissen Sie ihn?
Er hat es ja nicht einmal auf unsere Speisekarte geschafft.

“Früher gab es hier diese Nashörner – jetzt wird hier Getreide angebaut oder industriell seltene Erden, für unsere Mobilität & Kommunikation, gefördert.” So nimmt es dann die kommende Generation zur Kenntnis.
Dazu Fotos, Filme und ein Wikipediaeintrag.

Die schönsten Naturfilme entstehen demnächst ohnehin im Rechner. Für den modernen Menschen, der die Umwelt über soziale Netzwerke und das manipulative Bewegtbild wahrnimmt ist das doch ideal.

Man kann nicht alles retten – wir haben mit Banken und Konzernen schon genug zu tun und die beeinflussen unser Leben mehr als ein unbekanntes Faultier im fernen Amazonasbecken.

Macht euch die Erde untertan. Genesis 1.28

Das ist unsere Maxime. Nach der lebt der moderne Mensch, die aktuelle Krone der Schöpfung. Und doch sollten wir eines nicht vergessen, auch wir werden nur temporär die absoluten Herrscher sein. Daher muss uns eines wichtig sein: Lasst uns die Erde an nachfolgende Lebensformen besenrein übergeben.

Wir wollen ja kein schlechtes Gerede.

#ironieoff

Streaming is the new Meeting

Die Zeiten ändern sich manchmal sehr, sehr schnell.
Eine globale Gesellschaft bleibt plötzlich am Boden.

Streaming

Der Corona Virus bringt die aktuellen Abläufe durcheinander. Es findet eine Entschleunigung statt.
Aber die Geschäfte laufen weiter und auch die Kommunikation darf nicht zum Erliegen kommen.

Streaming als Meeting Ersatz

World Wide Web – der Name sagt alles. Dank des WWW können Sie immer noch fast jeden Winkel der Welt erreichen.
Videokonferenzen erlauben Ihnen den Transport audiovisueller Inhalte an Ihre Kunden und Geschäftspartner. Natürlich mit der Möglichkeiten der offenen Kommunikation in beide Richtungen.
Nutzen Sie dabei alle Möglichkeiten der Videoproduktion. Mehrkameratechnik, Einspieler, Studio, Talk, Response.

Ein weiterer Vorteil, die Inhalte bleiben als on Demand Clips auch für die Zukunft abrufbar.

Wir streamen Ihre Botschaft.
Gutes Bild, guter Ton, gutes Gefühl.

stream@machdas.de

SHITSTORM – Der Aufruhr im Abflussrohr

Shitstorm [ˈʃɪtstɔɹm] (zusammengesetzt aus englisch shitScheiße“ und storm „Sturm“[1]) bezeichnet im Deutschen das lawinenartige Auftreten negativer Kritik gegen eine Person oder ein Unternehmen im Rahmen von sozialen Netzwerken, Blogs oder Kommentarfunktionen von Internetseiten bis hin zur Schmähkritik.

“Der hat mich vielleicht zugeschissen” sagt man in manchen Gegenden des Dichterlandes Deutschland. Gemeint ist damit ein Gespräch minderen Inhaltes, das von einer Seite dominiert wird.
Statt Austausch wird einem hier die Meinung des anderen, oft in eintöniger Form, ins Ohr gedrückt.

“Zugeschissen” wird man heute von gar vielen Leuten innerhalb kürzester Zeit. Das ganze passiert anonym und digital.
Die Voraussetzungen dazu sind:
– eine Aussage treffen
– in einem Sozialen Medium.

Dabei muss man bedenken, dass das “Sozial” bei den Sozialen Medien mit dem Ursprungswort “sozial”, das ja auch für hilfsbereit, gemeinnützig oder selbstlos steht, nichts mehr gemein hat.

Ein Dienst wie Facebook ist einfach nur das Abflussrohr im Internet. In sich gekapselt und es hält den ganzen Dreck aus dem WWW draussen.
Wenn man sich allerdings darin bewegt, muss es einen nicht wundern, ab und an einen Shitstorm abzubekommen.

Zirkus mit Tieren. Schwierig.

Den zu bekommen ist ganz einfach. Manche Themen, wie Tiere, Kirche und IrgendwasmitNazi  funktionieren immer.
Da kann jeder mitreden, hat jeder schon irgendwie davon gehört, es eventuell erlebt, was aber wirklich nicht notwendig ist.
Klima ist gerade angesagt und die SPD hat es auch nicht leicht.

Es ist die Welt der Schwarz/Weiß Denker und der Missionare, der Überzeugungstäter und Alleswissenden die hier erbarmungslos zuschlägt.

Die Gespräche finden selten auf einem hohen Niveau statt, es ist ein einziges Hineindrücken von Meinungsblöcken, die scheinbar vorgefertigt auf dem Rechner liegen. Es ist so weil ich sage, dass es so ist.
Manchmal wirkt es wie ein gigantischer Hühnerhof auf dem plötzlich Panik ausbricht, jeder gackert, ohne wirklich zu wissen um was es geht.
Aber so laut auch das Geschrei ist, das schöne am digitalen Abflussrohr – es bleibt nichts hängen, es spült durch.

Und wie auf dem Hühnerhof kehrt dann wieder Ruhe ein – bis zum nächsten Aufschrei des Entsetzens.

AllTalksmenschen

Wir haben immer nur die 2-3 Minuten Aufmerksamkeit.
Dann geht es weiter.
Aber in vielen Menschen schlummern Geschichten die darauf warten erzählt zu werden.
Dafür können 10 Minuten reichen oder fünf Stunden zu wenig sein.

Ich habe mir vorgenommen nicht prominenten Menschen einen Raum dafür zu geben.
Dank YouTube wird das möglich.

Das Projekt läuft 4free und macht mir einfach Spass.
Ich liebe Inhalte, neudeutsch Content, und sehe es als meinen Beitrag gegen die Wortfetzerei um uns herum.

2019 waren es zwei Menschen – 2020 sollen es drei bis vier Interviews werden.
Wer jemanden mit verborgenen Geschichten kennt – alltalksmensch@machdas.de

Uns kann keiner

Nichts bleibt ewig

Gehen wir in das Jahr 2006.
Eine Weihnachtsfeier.

Ein Zusammentreffen der führenden Mobilfunkgerätehersteller.

Die Stimmung ist gut, auch wenn in der Presse immer wieder von einem “next big thing” orakelt wird. Steve Jobs, so liest man, wolle ein Mobiltelefon, ein MacPhone auf den Markt bringen.

Ein Vertreter von Nokia greift genüsslich nach den Schnittchen.

Seit Siemens mobile von BenQ übernommen wurde hat der Platzhirsch einen europäischen Konkurrenten weniger. Neue sind nicht in Sicht.

Am Nebentisch erklärt der Vertreter von Motorola einigen Journalisten, dass Klapphandys gar nicht so leicht zu fertigen sind, immerhin müssten die Verbindungsdrähte abertausende Klappbewegungen ohne knicken überleben. Und in der Fertigung kleiner, hochpräziser Tastaturen, so die COE von Alcatel haben die etablierten Hersteller einen enormen Vorsprung.

Nicht zu vergessen die bunten Wechselcover wirft einer der Finnen ein.

Genial, murmelt der Herr von Maxfield.

Apple – die lediglich KnowHow in klobigen Computertastaturen haben, würden sich da ganz schön umschauen. Letztendlich seien das handschmeichelnde Design und die Tastatur in Verbindung mit einem gut lesbaren, beleuchteten, mehrzeiligen Display das, was ein gutes Handy ausmache. 

Nokia denke bereits darüber nach eine Packung Kleenex nach Cupertino zu schicken.
Für die blutige Nase die sich der geniale Jobs diesmal holen werde.

Plötzlich wird es ruhig im Raum.
Blackberry ist da. Die Kanadier sind sich der Aufmerksamkeit gewiss. Die unangefochtene Nummer eins unter den Business Mobiltelefonen wiegt sogar mehr als Millionen verkaufter Finnenhandys.

Die als kühl geltenden Kanadier brechen in schallendes Gelächter aus, als sie auf das angebliche MacPhone angesprochen werden. Wer bitte will ein Gadget Handy mit Apfel Taste? Die Leute wollen Telefonieren und die etwas hipperen schicken diese SMS von einem Gerät zum anderen.

Endlich taucht auch die Crew von Sony Ericsson auf. Man habe eben noch die Quartalszahlen präsentiert und der Presse einen Ausblick auf das Jahr 2007 gegeben. Ein Ende des Wachstums ist nicht abzusehen. Die nächste Generation der Handys werde noch kleiner und ein SMS Versand an mehrere Empfänger wird möglich werden.
Jubel.
Erste Sektkorken knallen.

Am 09. Januar 2007 präsentiert Apple das iPhone.
Ohne Tastatur klappt es auf Anhieb.

2007 wurde auf der größten Film&Broadcast Messe, der NAB in Las Vegas, der Startschuss für die RED one bekannt gegeben.
Was haben viele gelacht.
Jim Jannard, der Besitzer von Oakley baut jetzt die erste digitale Kamera für Hollywood. Ohne Filmrolle!?!
Dem Kopfschütteln folgte ein Köpfe rollen bei den etablierten Herstellern. Übrig blieben RED und ARRI.

Ach ja – Tesla baut in Brandenburg Elektroautos. Ab 2021. 150.000 Stück pro Jahr.
Wenn dieser grössenwahnsinnige Amerikaner nicht vorher pleite geht. Weil er kann es nicht.