V-Mann

Kleine Geschichten aus dem Corona Alltag

Wir, ein Fotograf und ich, treffen Samuel K. im Wald auf einer Lichtung. Er trägt Jägerkleidung, eine Langtasche hängt über seiner linken Schulter, das Fernglas baumelt vor der Brust.

„Lassen Sie uns ein Stück gehen“ sagt er in ruhigem Ton.
K. ist groß, schlank, Anfang 50. Geschickt wandert er zwischen den Bäumen umher, fast lautlos.
„Das habe ich in der Armee gelernt, lange ist es her. Kommando Spezialkräfte. Sowas verlernst du nicht“.

Allein gelassen

Dann bleibt er unvermittelt stehen, deutet uns an uns abzuducken.

Bald hören wir heftiges Atmen. Laufgeräusche. Unbemerkt von uns wankt mehr als sie joggt eine beleibte Frau am nur 10 Meter entfernten Waldweg an uns vorbei.
K. scheint zu überlegen, dann verklingt das Keuchen.
„Mit der Zeit bekommt man ein Gefühl ob es lohnt oder nicht.“

K. läuft weiter. Seine Sinne sind gespannt, man kann förmlich sehen wie er die Umwelt in sich aufnimmt. Wittert.

„Nach der Armee stand ich erstmal da. Ich hatte ja nix gelernt, ausser Befehle ausführen, anschleichen, schießen. Den Job erledigen. Das Arbeitsamt steckte mich in einen Excelkurs.“

Er schmunzelt. „Der Computer hat es nicht überlebt. Er ging kaputt als er durchs geschlossene Fenster flog.“
K. lacht leise.

Mittlerweile sind wir an einem großen Hochstand angekommen. An dessen Fuße kreuzen sich drei Waldwege.
„Idealer Platz“ sagt K. und steigt hinauf.

„Kommen Sie, da oben ist Raum für alle“ Wir klettern mühsam hinterher, fragen uns, ob das Ding wirklich uns drei, K., den Fotografen und mich überhaupt aushält.
Aber K. hat recht, oben angekommen wirkt die Konstruktion erstaunlich solide.

„Ich habe mich dann selbständig gemacht“ nimmt K. das Gespräch wieder auf.„Ich war quasi als Freelancer in der Abwicklung humanitärer Persönlichkeiten tätig. Sowas wie HR.“
Ich hake nach, will wissen was er darunter versteht.
K. fixiert mich. „Was auf dem Hochstand gesprochen wird bleibt unter uns. Richtig?“
Ich nicke, fasse unter meine Jacke und starte das Aufnahmegerät.

„Mein Fachgebiet waren Erbangelegenheiten. Sie kennen das sicher. Da wartet eine dickes Erbe auf Sie, das Geld könnten Sie aktuell auch gut gebrauchen, alleine der zu Vererbende erfreut sich bester Gesundheit. Meist sind die 80, 90 Jahre alt und relativ munter oder für die Heime zu wertvoll um sie dem Paradies zu übergeben. Die Pflegekasse zahlt ja.“

K. setzt das Fernglas an und sondiert die Umgebung. „Nichts“
Nimmt es ab und wendet sich wieder uns zu.
„An diesem Punkt kam ich ins Spiel.“

Wir müssen sehr fragend geblickt haben, dann K. holte tief Luft und spricht dann wie zu kleinen Kindern „Ich machte den Weg frei. Immerhin ging es bei den Erben um die Zukunft. Autos und Urlaubsreisen wollten be- das verdammte Eigenheim abbezahlt werden.“
K. machte eine Pause.

„Mein Slogan war : Erben ist keine Frage der Zeit, sondern des Wollens. – Und die Leute wollten.“
K. lacht wieder leise.

„Mann war das eine geile Zeit. Sie glauben gar nicht wie mir die Leute die Bude eingerannt haben. Beim Geld hört die Verwandschaft auf.“

Ruhe auf dem Hochstand. Wir sind fassungslos. K. ein Auftragsmörder? Was für eine Topgeschichte.
Er scheint unser Gedanken zu erahnen.
„Was schauen Sie so? Die Leute wären eh gestorben. Eher früher als später. Ich hatte einen Ehrenkodex. Mindestalter 80 und Alleinstehend – da hat man genug gelebt und sollte der Zukunft der künftigen Generation nicht mehr im Wege stehen.“

Die Luft scheint plötzlich knapp zu werden auf dem Hochstand. Ich schwitze, der Fotograf nestelt seine Kamera heraus.
„Die lassen wir mal stecken“ meint K. in sehr ruhigem Ton.
Der Fotograf lässt stecken.

„Und dann kam dieses Scheiß Corona.“ K. brüllt es heraus, jede Umsicht vergessend.
„Verdammte Altenseuche. Mein ganzes Geschäftsmodell über Nacht im Arsch! Danke Merkel fürs Kaputtsparen des Gesundheitssystems.“
Ein Zittern geht durch Ks Körper. Unbändige Wut blitzt in den Augen.

„Meine Zielobjekte verabschiedeten sich plötzlich so mir nichts dir nichts ins Jenseits. Mein Telefon stand nicht mehr still – Auftrag um Auftrag hatte sich plötzlich selbst erledigt. Fucking Corona machte den Job billiger und schneller.“

„Das Büro in Bestlage, mein Haus, das Boot, der Jeep – Kosten Kosten Kosten. Und Staatshilfe? Für einen wie mich gab es doch nix.“

K. sinkt in sich zusammen, fast weinerlich meint er „Können Sie sich vorstellen, was Corona für eine Katastrophe für mich war? Heute ein solides Geschäftsmodell, morgen pleite.“

Pause. Noch mehr Pause. Luft holen.

„Und dank der absolut katastrophalen, unfähigen Pandemiepolitik der Bundesregierung ging das Sterben ja munter weiter. Mit jedem Tag verlor ich tausende potentielle Kunden.“

K. sitzt zusammengesunken vor uns. Der große Mann wirkt verloren. Er ist eines der vielen unbekannten Coronaopfer in diesem Land.

Ich zucke zusammen als ein Energiestrom K. erfasst und er sich ruckartig aufsetzt. Er nimmt das Fernglas und fixiert einen Punkt am nördlichen Waldweg.

„Herrlich. Endlich kommt einer“ sagt er, öffnet den Reisverschluß der Langtasche und zieht ein doppelläufiges Gewehr daraus hervor.

„Eigentlich ist das gemacht für Nashörner und Löwen“ sagt er beiläufig, zieht zwei kleine Pfeile mit der Beschriftung J&J aus der Manteltasche klappt die Doppelläufige nach unten und setzt die Pfeilampullen sie ein.

„Ruhe jetzt!“ und so wie er es sagt sind wir bereit genau das zu tun. Man hört bereits das Keuchen des Joggers. Der etwa 30 jährige Mann kommt schnell näher.
„Ideales Alter“ murmelt K. und legt an.

Statt eines Knalls kommt nur ein verzagtes Plopp vom Gewehr.

Lauter ist das nachfolgende Aufschlagen des Körpers auf dem Waldweg. Wir starren noch gebannt auf den leblos daliegenden Mann da ist K. schon hinabgeklettert und nähert sich behende mit schussbereiter Waffe dem Jogger.

Wir kommen langsam hinterher.

K. macht ein Foto mit seinem Handy vom Gesicht des Daliegenden. Dann zieht er den Pfeil aus der Schulter des Mannes und verstaut ihn. Lädt nach. legt das Gewehr daneben ins Gras.

Noch einmal fasst er den Toten an, nimmt dessen Hand, öffnet am Telefon eine App und scannt die Fingerabdrücke.

„Es muß ja eindeutig sein, man will ja wissen, hat es sich gelohnt. Besser ist es natürlich, hat er einen Pass dabei. Aber Jogger …“ er schüttelt den Kopf.
Dann sieht er unsere entsetzten Gesichter.

„Ach – keine Panik. Der schläft nur.“ Er zieht den Jogger auf den weichen Waldboden.
„Der kommt bald zu sich und kann sich an absolut nichts erinnern. Ist ein bischen wie in Men in Black. Im Gegenteil, er wird glauben ein Nickerchen gemacht zu haben. Geiles Zeug in den Ampullen.“

K. richtet sich auf, das Gewehr unter den Arm geklemmt.

„Aber zurück zu meiner Erzählung, als ich dachte alles ist aus kam das Angebot aus Berlin. Ob ich V-Mann werden wolle. Irgend jemand im Verteidigungsministerium hatte mich empfohlen.“

K. strahlt.
„Alte Kontake sind die besten. Natürlich habe ich zugesagt, schließlich ging es um die Sicherheit unseres Landes“.
“Aber ehrlich gesagt ist das Job verdammt gut bezahlt.”
Er schaut noch einmal nach dem Jogger „Ich denke in 10 Minuten wird er wach.“

„Diese Impfunwilligkeit in der Bevölkerung war meine Rettung. Die Zahlen mussten hoch egal wie. Der teuer eingekauft Impfstoff weg. Der Politik geht es hier um das eigene Überleben, da wird nicht lange gefackelt. Also wurden die V-Männer einberufen. V wie Vaccinate. Impfen, Kapiert?“

Wir nicken wie zwei Schulbuben. Er lacht wieder.
„Ich bin ein Vaccinator. Jeder Schuß eine Dosis Johnson&Johnson, der Einmalimpfstoff. Genial. Das Kopfgeld ist nicht schlecht. Ich brauche auch nicht immer das hier.“
Er deutet auf sein Gewehr.

„Wenn die Zielperson im ÖPNV vor dir sitzt ist es nur ein kleiner Stich. Oder im Vorübergehen im Cafe. Zack. Die Leute denken es sei eine Wespe gewesen. Das ist dann natürlich J&J pur. “

Ich frage ob er beliebig impft.
„Aber nein, wir bekommen Listen mit Fotos. Ich habe allerdings schon soviel Erfahrung, ich erkenne einen Ungeimpften auf 100 m Entfernung. Man muss die Leute leider zu ihrem Glück zwingen. Eigentlich wollen doch alle geimpft werden, sie wissen es nur nicht.“

Er seufzt. Dann wird er unvermittelt ernst.
Er streckt die Hand aus.
„Das Aufnahmegerät bitte“
Mit zitternden Händen übergebe ich es.

K. hebt sein Gewehr. „Get ready for your vaccination.“

Es macht zweimal Plopp.

Gestorben wird nimmer

Geschichten aus dem Corona-Alltag

Jens S. ist Bestatter aus Leidenschaft.
Er führt sein Unternehmen “Ruhe endlich” nun schon in sechster Generation. “Gestorben wurde ja schon früher und eine Leiche mag keiner rumliegen haben, das hat mein ururUrurgroßvater früh erkannt”.

Die Idylle trügt.

Als im Jahr 2020 die Sterbezahlen durch Covid19 explodierten traf es S. vollkommen unvorbereitet.
“Ich meine du schaust ja immer was im Dorf so los ist, wer alles in Rente geht oder ein Motorrad kauft, da bekommst du ein Gefühl für das Geschäft. Aber Corona hat auch uns kalt erwischt”

Das nahe Seniorenheim stellte S. vor fast unlösbare Aufgaben.
“Wir haben dann schnell 2 Leute eingestellt, ein weiteres Auto angeschafft und die Kühlkapazitäten erhöht”
Im nahegelegnen Schlachthof mietete S. langfristig 2 Kühlkammern.
“Die stehen natürlich gerade leer, das neue Auto kostet nur Versicherung und fährt nichts ein.”

Schuld gibt S. der Impfstrategie der Bunderegierung. “Wir sind die Impfverlierer. Zuerst die Alten, das war doch klar, dass das schief geht” Nach einer Pause fügt er hinzu: “Für uns”.

S. ist verzweifelt. Die aufgenommenen Kredite drohen ihn zu erdrücken.
“Jetzt kommt noch haufenwiese Astra rein für die Ü60. Wie soll ich da auf meine Kosten kommen?”
S. ist nicht der einzige, die ganze Branche leidet seit der Impfoffensive.
Nur ein Corona-Soforthilfepaket für die Bestatterbranche könnte helfen, so S. “Man kann uns doch jetzt nicht sterben lassen? Wir sind doch ein jahrhunderte alter Teil dieser Kultur.”

Bis sich Berlin entscheidet hofft S. auf gutes Wetter und damit auf die laufende Motorradsaison.
“Man nimmt halt was man bekommt. Du bist grad echt dankbar für jeden.”

Dann blickt er auf den nahen Friedhof.
“Ein Impfzwang wäre der sichere Tod für uns.”

Wasser II

Die Natur braucht es.

Wann immer es scheinbar zu viel regnet hilft dieser Satz.
Denn der Natur tut es wirklich gut, die Böden sind zu trocken, der Grundwasserspiegel sinkt mit jedem Jahr.

Prasselnder Regen auf versiegelte Fläche

Die Natur schlägt zurück.

Das verwenden wir gerne, wenn kanalisierte, versiegelte oder versperrte Naturgewalten alle Hindernisse überwinden und zum tödlichen Schlag ausholen. Wie jetzt aktuell in  Rheinland Pfalz und NRW.
Wassermassen bahnen sich ihren Weg durch Kleinstädte und kein Auto, keine Mauer, nicht einmal ein Haus kann sie stoppen. Alles wird hinweg gespült.
Über 140 Menschenleben forderte diese Flut binnen 24 Stunden.
Das ist furchtbar.

Und furchtbar nützlich.

Bildjournalismus am Limit. Das bringt Klicks.

Politiker steigen in Gummistiefel, Reporter in Wathosen. Showtime.
Ich habe das oft genug mitgemacht in meiner Newszeit.

Die niederbayerische Dreiflüsse Stadt Passau war immer wieder ein Klassiker, auf die Donau war Verlaß.
Hochwasser ist ein Newsevent der Extraklasse. Wo hat man schon Betroffene, Helfer, Verwüstung und hohe Politik auf so einem engen Raum versammelt.
Und dennoch fast vor der Haustüre. Hotels fernab jeglichen Chaos sind oft nur wenige Kilometer entfernt.
Hochwasser sind meist sehr regionale Ereignissen, zwei drei Städtchen erwischt es, der Rest des Landes sitzt auf dem Trockenen und ist medial dabei.
Hochwasser garantiert Quoten, denn niemand hat es in Deutschland weit bis zum nächsten Fluß. Das Elend ist greifbar, schwimmende Sofas, umgekippte Autos und Schlamm, Schlamm, Schlamm.
Genug für die Quotenschlammschlacht der Medien.

Land unter

Die Menschen sind traumatisiert und lassen alles mit sich machen in der Hoffnung auf Hilfe. Lassen Reporter, Fotografen, Kamerateams durch ihre Häuser stapfen und stülpen ihr innerstes nach aussen.

Im positiven Idealfall geht ein Ruck durch die Gesellschaft. Es wird mehr Hilfe mobilisiert, Spendengalas und auch Politiker (m/w/d) setzen Gelder in Bewegung.

Daneben wird instrumentalisiert, aktuell mit der Klimaerwärmung. Die ist schuld an der Katastrophe in Schuld.

Das Eifeldorf Schuld, vom Fluss Ahr umschlungen

Die Klimaveränderung trägt garantiert ihren Teil dazu bei, sie ist aber nur eine Komponente.
Landschaftsversiegelung und massive Bebauung, keine Ausweichflächen sind auch Gründe für das Desaster.
Ich selbst bin in einer Kleinstadt an der Donau groß geworden.
Wir hatten zweimal im Jahr Hochwasser, meist nur über die Wiesen und Felder, manchmal schaffte es die Donau bis in die Stadt hinein.
Für uns Kinder und Jugendliche war das Klasse. Dann baute das THW Stege und der BR kam mit einem Kamerateam.
Irgendwann wurde ein Damm gebaut und es war vorbei.

Allerdings hat es uns bei weitem nie so schlimm erwischt wie aktuell in NRW und RP.
Diese vielen Toten in so kurzer Zeit, das musste ich auch in meiner Newszeit nie erleben. Das ist wirklich Horror und eine neue Dimension.
Die Kraft des Wasser ist unglaublich und wird sträflich unterschätzt. Jeder watende Fliegenfischer kann ein Lied davon singen.
Es gilt, kommt das Wasser, dann lass alles stehen und liegen und schau, dass du irgendwie schnell an Höhe gewinnst. (Das haben wir als Kinder schon gelernt)
Du kannst dein Auto oder deinen Flatscreen nicht mehr retten, nur dein Leben. Dazu kommen die Kälte und der feine Schlamm, die die Kräfte erlahmen lassen.

Enden möchte ich aber mit einer etwas anderen Hochwassererinnerung.
Irgendein Dorf wurde vom nahegelegenen Bach unter Wasser gesetzt. Als wir dort ankamen hatte sich das Wasser bereits wieder ins Bachbett zurückgezogen, ausser in den Kellern, da stand es es noch knietief.
Als ich in einem alten Bauernhaus mit Herumwaten und Drehen fertig war kam ich mit dem Hausherrn ins Gespräch. Der meinte, das Wasser war ruckzuck da, der Bach sei ja ums Eck.
Daraufhin gingen wir in den wirklich schönen Garten mit altem Obstbaumbestand, am Rande des Gartens floß wieder friedlich das etwa 1,50m breite Bächlein. Und ich habe spontan gesagt “Mann ist das schön hier”.
Und der Mann?
Der lächelte und meine “Ja. Wunderschön. Dafür nehme ich schon mal ein Hochwasser in Kauf.” Und das sagte er ohne Ironie.

Wir können nur mit der Natur leben, gegen sie haben wir nicht den Hauch einer Chance.

Wasser

l’eau

Ich weiß jetzt nicht, wer Volvic Touch kennt.
Volvic Touch, das sind 1.5 Liter stilles Mineralwasser mit rote Früchte Geschmack, abgefüllt in eine mehr als hässlichen Plastikflasche.
Ich habe es nicht gekauft, ich bin ihm nur begegnet und begann das Etikett zu lesen.

Bild von congerdesign auf Pixabay

Mein Erfrischungsdrink

“Ich bin Dein Erfrischungsdrink” steht da auf dem Plastiketikett und mein Erfrischungsdrink lobt sich auch dafür, nur wenig Zucker zu enthalten.
Immerhin 35 Gramm pro Flasche.
Was der Zucker im Mineralwasser zu suchen hat ist mir schleierhaft.

Ausserdem erfahre ich auf dem Etikett natürlich noch alle wichtigen Dinge im Plauderton moderner Werber. So ist die Heimat von Volvic Touch die Natur, daneben schützt mein Wasser auch die Artenvielfalt, ist 100% Klimaneutral und die Flasche aus 100% recyceltem Plastik.
Kurz: Man hat das Gefühl, wer Volvic Touch trinkt rettet den Planeten aktiv vor dem Klimakollaps.

Woher Wasser und Aromen kommen, darüber schweigt sich die ansonsten mitteilungsfreudige Flasche aber dann aus.

Wikipedia führt das Département Puy-de-Dôme im Herzen Frankreichs als Abfüllort, was bedeuted, dass mein Volvic bereits gut 900 Kilometer Autofahrt hinter sich hatte, bevor wir uns trafen.

33 Liter

Diesel braucht ein moderner 40 Tonner auf 100 Kilometer.
Mindestens 297 Liter bestes Diesel sind also nötig um 25000 Liter Wasser vom embouteilleur nach Bayern zu transportieren.
787 kg CO2 werden dabei vom Sattelzug freigesetzt um gezuckertes Mineralwasser und recycelten Plastikmüll ausser Landes zu bringen.

1€

kostet der Liter Wasser ungefähr dann im Handel.
Mit und ohne Zucker, aber immer ohne Kohlensäure, dabei wird doch beim Transport genug produziert.
Ein stilles Wasser – so gesund wie sein Ursprung.
An dem wurden im Jahr 2018 2.700.000.000 Liter aus der Erde gepumpt.
Ca. 70% davon geht in den Export, der Großteil ins Vereinigte Königreich und ins wiedervereinigte Deutschland.
Nehmen wir eine Quote von 20%, dann sind das 540.000.000 Liter oder 21600 Sattelzüge und 17.000 Tonnen CO2.

Alles gut

Wir müssen jetzt aber kein schlechtes Gewissen haben.
Denn wenn wir in Deutschland den Diesel mit 15 cent/l mehr besteuern, dann ist alles wieder gut.
Das sagt die Politik, dann kann man guten Gewissens den Franzosen das Wasser wegtrinken und dabei, siehe Etikett, auch noch den Planeten retten.

Der Neid der Welt

Man könnte aber auch auf etwas zurückgreifen um das uns wirklich die ganze Welt beneidet.
Auf unser hervorragendes Trinkwasser.
Wasser das aus dem Hahn in jedem Haus kommt kann mit dem herangekarrten Aqua lässig mithalten.
1000 Liter bekommt man beim lokalen Versorger für 1,50-2 Euro. Quellfrisch.
Und es lässt sich ohne Probleme in leere Volvic Flaschen einfüllen und wer will kann noch 35 Gramm Zucker hinterherwerfen um dem Ganzen einen gewissen Touch zu geben.

 

Geteilt

Südkorea.

Das Land zählt laut Wikipedia zu den 30 bevölkerungsreichsten Staaten dieser Erde.
Es ist also wuselig da mit 529 Einwohnern pro Quadratkilometer.
Zum Vergleich, in Deutschland tummeln sich durchschnittlich 233 Menschen auf einem Quadratkilometer, in Mecklenburg Vorpommern stehen gar nur 69 in der Landschaft herum.

Für mich ist Südkorea immer wie das Deutschland der 80er – ein technikorientiertes Land, das forsch nach vorne schaut und der Welt zeigt, wo es hingeht.

Die Südkoreaner beherrschen den klassischen Maschinenbau.
Sie sind führend dabei beim Mobilfunk, der Medizintechnik, der Unterhaltungselektronik und dem IoT, dem Internet der Dinge.
Darunter Unternehmen wie LG, Samsung, POSCO, Hynix.
Was Unternehmen aus Südkorea auf den Markt bringen funktioniert, ist technisch up2date und oft wegweisend.

Ein weiteres gutes Beispiel ist die eigentlich sehr klassische Autoindustrie.
Da gibt es Hyundai mit seiner Submarke KIA. Also ähnlich VW und Audi (und Skoda, Seat, Cupra …), aber wesentlich pfiffiger in allen Bereichen.
VW traut sich nicht einmal 5 Jahre Garantie auf seine Autos zu geben wie es Hyundai macht. Sieben Jahre sind es bei KIA.
Wer einen Audi Q4Etron mit dem neuen Ioniq5 von Hyundai vergleicht stellt schnell fest, dass Ingolstadt eines kann – fette, einfallslose Autos bauen.
Das Glück der Ingolstädter ist einfach, dass die vier Ringe noch als Premium gelten und das Auto, das nach dem Kühlergrill kommt, einfach dann so in Kauf genommen wird. Man denkt nicht über die Stoßfänger hinaus.

Der Ioniq5 steckt voller Ideen.

Sind es nun die Relax-Liegesitze um die unumgänglichen Ladeweile mit einen kurzes Nickerchen vergessen zu machen?

Relax Sitze im Ioniq5 – Foto von Hyundai

Sind es die Steckdosen in und am Auto?
Denn Power ist genug da bei der 72 kWh Batterie, auch um einmal eine Bohr-, Kaffeemaschine oder Kreissäge outdoor zu betreiben.
Ist es das optionale Solardach?
Klar es reicht nicht um die Batterie zu laden, aber jeder geschenkte Sonnenstrom ist guter Strom.
Sind es die 8 Jahre Garantie auf das gesamte Fahrzeug?
Oder das futuristische Design?

Der Audi wirkt dagegen erschreckend bieder und einfallslos.

Eingeweihte wissen natürlich, dass die Südkoreaner mit führend sind im Bereich der Wasserstoffantriebstechnologie.
Also Elektromobilität realisieren mit H2 als Energieträger anstelle einer Batterie.
Der Riesenvorteil, H2 ist speicherbar und die Fahrzeuge sind in wenigen Minuten betankt. Aus dem Auspuff kommt Wasserdampf.
Der Hyundai Nexo ist ein H2-SUV.
Demnächst folgt ein Kleinbus, ähnlich dem T6,  mit FuelCell Technik.

LKW mit Brennstoffzelle für die Eidgenossen

In der Schweiz fahren Hyundai Lastwagen mit Brennstoffzelle im Testlauf.
Da wäre hier im Lande unmöglich. MAN hat nix, Mercedes kommt erst.

“Das ist einfach Unsinn”

sagt Deutschlands mächtigster Automanager über Wasserstoff im Auto.
Volkswagen Chef Herbert Diess ignoriert diese Technik vollkommen und er erinnert mich immer an die Manager von Nokia, nach dem Erscheinen des iPhones.
Funfact – Diess kommt von BMW, sein alter Arbeitgeber wird 2022 einen ersten Wagen mit (Toyota) H2/Brennstoffzellentechnik auf den Markt bringen.

Und der Markt wird es richten

In Südkorea herrscht diese Wunderbare Aufbruchstimmung in Verbindung mit dem Willen es möglich zu machen.
Wie die Bundesrepublik damals, als ich Maschbau studiert habe.
Ab den Neunzigern ging es hierzulande innovativ gesehen bergab. Immer mehr Regulierung und Bestandswahrung, der Geist der ehemaligen DDR war eingezogen.
Ein Land, das sich vor allem mit selbst beschäftigte, mit ausufernder Bürokratie.

So gesehen sollte man Kim im Norden in Ruhe werkeln lassen.

Survivor

Wer hätte gedacht, daß wir das noch brauchen?
Keiner.
Gestern habe ich den unentdeckten Notausstieg geöffnet, grelles Tageslicht. Erstmals herrlich frische Luft seit Wochen. Es ist ruhig. Keine Auto, kein Flugzeug, kein Kinderlachen.

Dass unser Haus noch steht war klar, denn fast bis zu letzt funktionierte der Draht nach draussen, das Radio. Zumindest wenn Strom da war. Doch dazu später.

Als hätte ich es geahnt, habe ich im Sommer 2019 dieses Relikt aus den 70ern auf Vordermann bringen lassen.
1972 hatte mein Vater Werner, staatlich gefördert, ein großes Loch im Garten ausheben und einen Atombunker darin versenken lassen.
Einen ASB4. Dabei steht ASB4 für Atomarer Schutzbunker der Typklasse 4.
Drei Räume für maximal 4 Personen.
Drei Meter unter der Grasnabe und vom Hauskeller aus schnell erreichbar. Das ganze Paket inkl. Notausstieg für 90.000 DM bei 60% staatlicher Förderung.
Moskau konnte ja jeden Moment zuschlagen und dann hiess es rein und das Kurbelradio anwerfen um den Nachrichten zu lauschen.

Schneiders nebenan haben damals schon gelacht.
Sie sind längst tot, die Enkel haben das Haus Anfang 2000 übernommen. Wenn ich jetzt hinübersehe, dann wirkt es wie ausgestorben.
Ohnehin, die ganze Strasse scheint ausgestorben. Sieht man von den Hunden ab die in kleinen Rudeln umherziehen.
Die Hunde, da muss ich mir noch etwas einfallen lassen.

Ich gehe zum Haus hinüber und fasse es nicht.
Irgendjemand hat “Arschlöcher” an unsere Fassade gesprüht. Wut steigt in mir auf, ich muss das melden. Irgendwo wird es ja noch Polizei und Recht und Gesetz geben. Aber bis dahin? Ich muss das übermalen.
Ich haste zur Garage – die steht offen. Das Auto ist weg. Die Fahrräder sind weg, selbst unser Bollerwagen. Alles ist verwüstet.
Ich hetze zum Haus zurück. Drücke den Schlüssel ins Schloß, aber die Tür schwingt auf. Ich würde mich setzen wenn es etwas gäbe. Das Haus ist leer geräumt.

Im Keller herrscht noch mehr Chaos. Alles liegt kreuz und quer. Es sieht nach unbändiger Wut aus. Die Stahltür zum Bunkereingang ist zerkratzt, tiefe Beulen im Metall und auch Spuren einer Flex sind zu sehen.
Das war also dieser infernale Lärm der uns Anfangs so zusetzte.
Aber letztendlich hat des Teil gehalten. 1972 gab es eben noch deutsche Qualität fürs Geld.

“Da kommt eine Grippe aus Asien”. Ich war da gleich hellhörig. Während RKI und Gesundheitsministerium noch einen heftigeren Schnupfen erwarteten habe ich gehandelt.

Was wurde ich als Prepper damals insgeheim belächelt.
8000 Liter fasst der Frischwassertank unter dem Bunker. 2000 Dosen Ravioli, 1500 Pack Nudeln, 600 Dosen Corned Beef, 1200 Dosen Früchte, 500 kg Mehl, 100 kg Trockenmilch, 1000 Packungen Hülsenfrüchte usw. usf. Alles gut gelagert in Raum 1. Dazu 200 Dosen Bier und drei Flaschen Faber Sekt, man muß sich auch mal was gönnen.
Brettspiele, Fitnessmatten, ein Trimmrad mit Generator, 6 Autobatterien, 1 Laptop mit Win95, weil es läuft. 100 DVDs mit Filmklassikern wie Sissi, Dallas, Denver Clan oder Magnum. Darunter auch, gut versteckt, drei Filme aus der Josefine Mutzenbacher Reihe. Für die Frau drei große Flaschen Parfum von Douglas.

Eine ganze Woche waren wir auf Einkaufstour. Eine Woche in der die Nachrichten immer dramatischer wurden. Als in Suapeng in China die Leute auf der Strasse hustend zusammenbrachen deckte ich das Auto in der Garage ab, die Frau saugt noch einmal das komplette Haus, selbst unsere beiden Kinder räumten ihre Zimmer auf. Dann machten wir uns auf den Weg in unser neues zu Hause. Mit dem satten Schließen der Bunkertür aus Kruppstahl wussten wir, dass wir in Sicherheit sind.

Ohne Radio hätten wir das nicht überlebt.
Am Anfang war es schwer. Nur drei Räume, statt Tageslicht LED Lampen an der Decke. Sparsam, warmweiß. Disziplin war gefragt und so wurde unser Tagesablauf perfekt durchgeplant.
Zweifel an der Notwendigkeit wurden von den Radiomeldungen hinweggewischt.
Die Bundeswehr hatte offensichtlich 200 Deutsche aus China “evakuiert” und das Virus so nach Berlin eingeschleppt.
Die Folgen waren verheerend. Bereits nach 10 Tagen brach in Berlin die öffentliche Ordnung zusammen. Ein Ring wurde um die Stadt geschlossen.
Die Regierung konnte nicht ausgeflogen werden, da kein Bundesland bereit war sie aufzunehmen.
Wasser und Stromzufuhr in der Hauptstadt waren oft nur über wenige Stunden am Tag aufrecht zu erhalten.
Gebannt saßen wir in diesen Anfangstagen vor unserem Radio.

Der Lärm.
Der Lärm kam nach ca 14 Tagen. Ein Hämmern und Schlagen von Seiten des Bunkerzugangs. Dumpfe Rufe, Heulen, Brüllen. Unmöglich.
Aber was sollten wir machen? Der ASB4 war für 4 Personen zugelassen. Alles andere wäre doch unverantwortlich.
Im Radio wurde verkündet, dass Bayern seine Grenzen mit Fahrzeugsperren, Gräben und Stacheldraht sichert.
Eine Heimatschutzarmee wurde in München eiligst aufgestellt und übernahm die Überwachung. 200.000 Männer und Frauen.
Die Situation klang dramatisch, da selbst die Autobauer die Bänder stoppten.
Bei uns gab es Corned Beef mit Bohnen, was ordentlich auf die Verdauung schlug. Und dazu dieser Lärm. Das ging fast eine Woche.
Eine Woche in der zuerst Italien, dann Frankreich den Notstand ausriefen, das EU Parlament in Brüssel geschlossen in Quarantäne ging und England den Eurotunnel zu schüttete, die Fähr- und Flugverbindungen einstellte und seine Flotte mobilisierte.
Zeitgleich begannen die Gefechte an der bayerischen Grenze. Cattenom war das erste Kernkraftwerk das ausser Kontrolle geriet.
Mit dem GAU verstummte der Lärm, es war herrlich. Wir konnten wieder Alltag leben.
Unvergessen diese Spieltage oder die angeregten Diskussionen über Bobbys Rückkehr auf die Ranch.

Normalität
Wir fügten uns in eine neue Normalität. Der Strom war immer wieder weg, aber dank Batterie und Trimmrad konnten wir die Zeit immer wieder gut überbrücken. Das tat auch der Figur gut.
Dem Radio entnahmen wir, dass in weiten Teilen der westlichen Welt die Wasserversorgung und öffentliche Ordnung zusammengebrochen war.
Unsere 8000 Liter Frischwasser würden für 2 Jahre reichen, die Vorräte ohnehin.
Das Virus mähte sich durch die Städte und Dörfer. Fasziniert lauschten wir bei selbstgebackenem Brot und Dörrfleich einem Beitrag über die Entvölkerung Wuppertals. Berlin gab es nur noch dem Namen nach und Wolfsrudel machten die Ostdeutschen Länder unsicher.

Bayern war gefallen und der Virus hatte sich als wenig christlich und schon gar nicht sozial erwiesen. Der bayerische Ministerpräsident hatte sich zuletzt mit wenigen Getreuen nach Neuschwanstein geflüchtet, aber dort im Schloß wartet bereits das Chinavirus auf ihn.
Das Radio sendete nicht mehr rund um die Uhr. Ständig kamen neue Moderatoren. Ich dachte an die Rundfunkgebühren, die immer noch von meinem Konto abgebucht wurden. Ob wenigstens die Pension noch ordentlich überwiesen wurde?

Wir waren jetzt seit sechs Monaten sicher unter der Erde. Ab und an wurden wir durch ein Schlagen gegen die Bunkertür aufgeschreckt das aber nie lange anhielt.
Aber den 22.09.2020 werde ich nicht vergessen. Gerade als sich Josefine dem Grafen, genau da gab das DVD Laufwerk den Geist auf.
Es folgte eine beklemmende Zeit der Stille. Es war extrem schwer für uns und nur die dürren Meldungen aus dem Radio halfen unserer kleinen Familie darüber hinweg.
Erstmals wurde auch über einen Ausstieg diskutiert.

Hoffnung
Der Gesundheitsminister war jetzt wohl Kanzler sagte das Radio und hatte, dank seiner guten Verbindungen zur Pharma Industrie einen Impfstoff binnen Rekordzeit entwickeln lassen. In kürze sollte mit der Verbliebenenimpfung begonnen werden, so der Kanzler.
Sofort begann im Bunker eine hitzige Diskussion, wie wir als deutsche Familie wohl möglichst schnell an diese Impfung kommen könnten.
Das war eine kurze Flamme der Hoffnung, ich erinnere mich, wir hatten beschlossen die Frau nach draussen zu schicken um das zu regeln.
Aber bereits nach zwei Tagen berichtete das Radio von hochgefährlichen Mutationen. Der Kanzler bat die Leute um Geduld, im Gegenzug wurden die verbliebenen Frisörläden geöffnet.
Jetzt wollte die Frau erst recht nach draussen. Es entspann sich ein hitziger Streit den das Radio letztendlich schlichtete. Es gäbe keine Frisöre mehr, so die Meldung.

60 Wochen
Das Radio ist seit 14 Tagen tot. In der letzten Meldung ging es um irgendwelche Neuwahlen und die Kandidatenauswahl dazu.
Der Strom ist nur noch selten da und die sechs Autobatterien liefern nicht einmal genug Saft für lauwarmes Nudelwasser.
Seit 8 Tagen essen wir kalt. Der Faber Sekt ist vertrunken. Die Bierdosen stehen leer aber unzerdrückt und sauber aufgestapelt in Raum 2. Es ist ja Pfand drauf.
Uns geht es nicht gut. Wir sind der Pandemie müde.
60 Wochen sitzen wir jetzt im ASB4. Die letzten Geräusche der Aussenwelt haben wir vor Monaten vernommen. Ein zaghaftes Klopfen.
Es hilft nichts, jemand muss raus. Die Frau ist immer noch sauer wegen damals, die Kinder zu nix zu gebrauchen, also bleibt es an mir hängen.

Idioten
Die Tür klemmt. Keinen Millimeter lässt sich die Bunkertür bewegen. Sie scheint komplett verklemmt. Ich frage mich was da für Idioten auf der anderen Seite am Werke waren? Welch rohe Gewalt um 25 cm dicke Kruppstahltüren derart zu verbiegen.
Gibt es denn überhaupt keine Mitmenschlichkeit mehr auf dieser Welt? Den Leuten musste doch klar sein, dass hinter dem Stahl Menschen sind. Menschen die Angst haben und überleben wollen. Idioten.
Aber Vater Werner war schlau. Er kannte seine Mitmenschen schon damals. “Egal was passiert, die Schneiders kommen nicht rein” sagte er immer.
Er plante einen perfekt getarnten Notausstieg. Und der war frei.

Grelles Tageslicht
Aber das hatten wir ja schon.
Ich bin jetzt die ganze Siedlung abgelaufen. Die Autos fehlen großteils, in manchen Gärten sind Gräber. Der Supermarkt ist geplündert, der Pfandautomat, ich habe eine Dose mitgenommen, defekt.
Endlich kann ich einmal einen Blick auf das Schwimmbad von Metzgers werfen, das Gartentor ist offen. Hinterm Haus das Becken, naja – so toll ist es auch nicht. Metzgers schwimmen drin. Ich muss mich übergeben.

Dank dem ASB4 scheinen wir die die einzigen verbliebenen Bewohner der Frühlingssiedlung. Dabei war das Viertel mit den vielen Einfamilienhäusern gerade bei gut verdienenden Grünenwählern extrem beliebt.

Verdammt.
Mir wird klar, die Immobilienpreise sind am Boden.
Ich muss husten.

Überwindung der Erzfeindschaft

Manchmal mutet es an wie ein Religionskrieg.
Was ist denn nun besser? Arri oder Red? Canon oder Pansonic? Oder Sony versus Blackmagic?

Sony, das japanische Urgestein war in Europa lange Zeit fast ein Synonym für Broadcastkameras mit den Betacam SP BVWs 200-400 und der DigiBeta als Krone der bandaufzeichnenden Standard Definition TV Welt.
Und Film, der wurde damals noch auf Film gedreht. Video, das war irgendwie bäh, so wie Fernsehen überhaupt.

Sony Betacam SP
Sony Betacam SP – vorne BVW200, hinten oben DXC-D30 Kopf mit BVV5

Und dann kam 2005 RED mit der die Idee einer volldigitalen Kamera.
RED wurde in Deutschland zu Beginn ebenso niedergeschrieben wie Tesla. Und wie Tesla war die Technik doch nicht aufzuhalten und veränderte die Branche von Grund auf.
2007 kam die RED ONE auf den Markt. Der Gamechanger.

Arri, Sony, Panasonic gerieten ins Trudeln.
Canon präsentierte plötzlich Photoapparate mit denen man Filmen konnte. Dank des grossen Chips fing man Bilder im Cinelook ein.
Die Canon DSLR avancierte zum Liebling der Kreativen.
Eine Sony oder Panasonic waren plötzlich uncool.

Blackmagics Streich

Ganz neue Player erschienen auf der Bühne, darunter Blackmagic Design.
Bekannt war der Australier für seine Wandler und Capture Cards und jetzt präsentierte er 2012 eine “BMCC BlackMagic Cinema Camera” mit zunächst 2.5k Auflösung und kurz darauf die “BMPC BlackMagic Production Camera” mit 4k Sensor. Aufgezeichnet wurde auf SSDs.
Die Cams kamen zu einer Zeit, als HD noch nicht einmal den Markt durchdrungen hatte.

Blackmagic BMPC 4K beim Dreh mit extra Sucher

Aber das wirklich irrsinnige daran war der Preis.
Die Kameras hatten einen Canon Objektiv Mount, so dass ein Canon User schnell umsteigen konnte. Zudem war eine riesige Anzahl von bezahlbaren Canon Optiken bereits auf dem Markt.
2500€ kostete die nackte BMPC. Eine Kamera für so wenig Geld konnte nicht funktionieren. Da war man sich in Deutschland einig.
Tat sie aber. Auch wenn sie, nach meiner Meinung, hässlich wie die Nacht war, die Bilder waren fantastisch.

Sonys Glück

Sonys Glück war der Kauf von Konica-Minolta im Jahre 2006.

PDW 700
Sony PDW 700 FullHD Camcorder am ABC Kran

Die Japaner hatten zwar 2008 mit der PDW700 einen hervorragenden HD Schultercamcorder mit Disc-Aufzeichnung auf den Markt gebracht, aber zum einen kostete der Body alleine 22.000 € und die drehfertige Cam mindestens 40.000€ netto.
Zum anderen war die 700er für Broadcast konzipiert, mit kleinem Chip und CCD Technik und daher für alles kreative uncool, wie erwähnt.
Aber Dank des Einkaufs der DSLR Herstellers Konica Minolta und deren alpha 100 kam Sony an wichtiges KnowHow. Letztendlich führte dies mit zu den Sony Alpha Kameras.
2007 präsentierte Sony die alpha 700.
Richtig los ging es dann 2010 mit den NEX Kameras.

Sony NEX FS 100
Aufgepimpte Super-35 CMOS Chip HD Cam NEX FS 100

Zunächst waren das Fotoapparate, später kam dann Sonys erste NEX Filmkamera.
Die FS100 war keine schlechte Cam, konnte schon Slomo und wer die kaufte bekam eine NEX-3 inkl. SEL1855mm Optik geschenkt dazu.
Aufgezeichnet wurde aber in AVCHD, was die Broadcaster nicht wirklich lieben.

Canon can

Aber ausgerechnet Fotohersteller Canon war der neue Platzhirsch, mit seinen filmfähigen Spiegelreflexkameras und der 2011 eingeführten und über 10.000€ teuren EOS C300, einer handlichen Filmkamera die HD Qualität auf CF Speicherkarte bannte.
Sie verkaufte sich wie geschnitten Brot.
Denn schlauerweise hatte sich Canon den Sony XDCam 50MBit/s MPEG HD 422 Codec lizensiert und die Kamera passte damit nahtlos in den Produktionsablauf der schwerfälligen Rundfunkanstalten die in einem Kraftakt eben diesen Codec als IHREN Hausstandard verabschiedet hatten.
Zwei Ausnahmen gab es, den MDR und das ZDF, die nutzen Panasonic und deren P2 System (heute faktisch tot).
Canon schaffte es mit der C300 sogar in die Sony Festung des Bayerischen Rundfunks einzudringen.

NEX goes big

E-Mount, Super 35 CMOS, kurz die NEX Technik macht endlich große Fortschritte bei Sony. Nach der FS100 und der FS700 muss jetzt endlich etwas kommen für die Professionals.
Im Gerangel mit Canon machte Sony lange keine gute Figur.
Das Unternehmen präsentierte erst Ende 2014 mit der PXW FS7 endlich eine kompakte Schultercam.

Sonys Rettung – die FS7. Hier die 4K Mark II

Die FS7 war günstiger als die C300 und bot ein ausgefeiltes Kühlkonzept und neue moderne und günstige XQD Speichermedien.
Endlich etwas für die TV Schaffenden und die Cine Leute, und das noch von Sony. Das hatte keiner mehr erwartet.
Und sie schlug ein wie eine Bombe.
Heute ist die FS7 (mit FS5&FX9) eine der meistbenutzten Cams. In wenigen Tagen wird wohl eine sehr kompakte FS3 auf den Markt kommen.
“NEX” ist heute verschwunden. Die kompakten Kameras firmieren jetzt unter der Bezeichnung Sony Alpha 6×00.

Down under dreht alles

Wenn zwei sich streiten freut sich der Dritte.
Bei Gerangel zwischen Canon und Sony verlor ersterer immer mehr an Terrain.
Die FS7 verdrängte die C300 – die nachgeschobenen C500 und C700 konnten an den Erfolg nicht mehr anknüpfen. Und für Canon fast noch schlimmer, die Sony Alpha Fotoapparate gewannen immer mehr Neukunden gegenüber der EOS Serie von Canon.

Und dann kam Grant Petty.
Chef von Blackmagic und immer im Bild, wenn es gilt neue Modelle zu präsentieren. Das macht er nüchtern und fast schon bescheiden. Er ist kein Steve Jobs, aber er steht mindestens genauso hinter seinen Produkten.
Ich mag seine Präsentationen, weil er weiss was er da jeweils vorstellt. Da könnten sich viele deutsche CEOs ein Beispiel nehmen.

Blackmagic Ursa mini 4.6K – damit ging es richtig los.

Im Dezember 2015 war es soweit. Grant nuschelte von einer neuen Kamera und präsentierte mit der URSA mini 4k eine Super-35mm für 3500€.
Eine kompakte, schulter-taugliche Filmkamera mit 4k Auflösung und allen wichtigen Apple ProRES / Avid Codecs.
Und dann im März 2016 die URSA mini 4.6k mit 15 Blenden Dynamikumfang für nur 5500€.
Und der zusätzliche Hammer – die Cam war Netflix approved. Also für Netflix Produktionen zugelassen, da war BM schneller als ARRI.

Einer hört zu

Eines muss man Blackmagic lassen, sie scheinen den Kunden wirklich zuzuhören. Das hat Vor- und Nachteile.
Der Nachteil, als Käufer darf man nicht zu lange Produktlaufzeiten erwarten.
Der Vorteil, als Käufer hat man nicht zu lange Produktlaufzeiten zu befürchten.

Bereits 1 Jahr nach der Einführung der URSA mini 4.6K stellte Grant Petty dann auch die URSA mini PRO 4.6k auf den Tisch.

URSA mini PRO 4.6k – ProRES, AVID, BRAW

Mit ND Filtern und zahlreichen neuen Features, die, so Petty, von den Kunden gewünscht werden. Und er hatte so recht.
Die ist eine Traumkamera für szenisches Arbeiten.
Und BM legte noch eins drauf und präsentierte mit B-RAW einen neuen sehr leistungsfähigen RAW Codec für die URSAs.
Alles passt noch besser, arbeitet man mit Davinci Resolve der Schnitt- und Color Grading Software der Australier.
Blackmagic baut sich da eine schöne runde Welt zusammen.
Dazu gehören Mischer, Kameras, Monitore und funktionstüchtige Software. Das erinnert etwas an Apple. Aber im Gegensatz zu Apple mit wirklich sehr fairen Preisen auch für absolute Beginners. Die bekommen Davinci Resolve für lau und bereits für 1200Euro eine PB Pocket mit 4K Aufzeichnung.
Was kostete noch der Body einer DigiBeta? 80.000 DM (Deutsche Mark).
Was kostete der erste Avid?

Erzfeindschaft – was jetzt?

Ja kommen wir zum Titel zurück.
Für viele geht leider immer nur schwarz oder weiss.
Sie haben ihre persönliche Marke, der Rest ist bäh, unprofessionell, doof.
Ich kaufe mir immer eine Ausrüstung die zur aktuellen Zeit passt.

Das ist die PDW700 vor 12 Jahren, das sind die Blackmagic Cams, weil sie einfach schon früh 4K erschwinglich machten oder es ist ein DJI OSMO Gimbal, weil das vor wenigen Jahren eine unschlagbare Cam war um “herumzugimbaln”. Klein, leicht, 4K.

Den DJI OSMO nutze ich überhaupt nicht mehr.
An seine Stelle trat die Sony Alpha 6400 auf einem Ronin Gimbal. Besseres Bild, perfekter Autofokus, darum hier Sony.
Für szenisches Arbeiten ist mir die URSA mini Pro G1 noch immer die liebste Kamera. Sie produziert ein wunderschönes Bild bis 4.6k Auflösung und die Codec Vielfalt ist einfach herrlich. Darum hier Blackmagic.
Mittlerweile sehr gerne mag ich die OSMO Action, der GoPro Konkurrent von DJI. Die ist schnell irgendwo montiert und liefert in sehr guter Qualität ungewöhnliche Perspektiven. Darum hier DJI.
Und last but not least – die gute alte PDW700. Der Traktor unter den Cams. Unverwüstlich, groß, dank Zoomoptik schnell und immer 100% einsatzbereit.
Ein Meisterwerk, das leider nur HD 1080 25P/i kann und daher der Vergangenheit angehört. Aber für TV unverzichtbar. Daher hier Sony.

Also nutze die Vielfalt die es gibt und bediene dich.
Eine Marke einfach abzulehnen ist bescheuert. Alle haben ihre Vor- und Nachteile und über alle kursieren wilde Geschichten im Netz.
Freut euch über die Auswahl.

Irgendwann werde ich wohl die URSA mini Pro 12K kaufen, aber das eilt noch nicht.

Ich mixe gerne die Alphas 6500/6400 mit den Blackmagic URSAs , ist nicht immer ganz leicht, aber das ist eine andere Geschichte.

Im Schatten der Toten, oder

warum macht man das?

Das Jahr 2020 habe ich damals mit einem Non-Profit Projekt für Menschen mit Einschränkungen gestartet.
Jetzt 2021 kommt ein weiterer Non-Profit Film hinzu. Es war mir eine Herzensangelegenheit “Im Schatten der Toten” zu produzieren.

52 Wochen im Corona Fieber.

Unsere Gesellschaft ist seit 52 Wochen im Corona Fieber. Corona News beherrschen die Titel und sind der mediale Aufmacher.
Inzidenzwerte, Maskenverordnungen, Ausgangsbeschränkungen, Grenzschließungen, Querdenker, AHA, Impfstoffe, Schnelltests oder Mutationen. Es gibt immer etwas, was die Masse in Aufruhr und in Angst in den Wohnungen zurück lässt.

Die Politik hangelt sich da so durch. Es gibt kein weitreichendes Konzept, man regiert auf kurze Sicht. Und das bei einer Pandemie, der eine temporäre Grenzschliessung zu Österreich herzlich egal ist.

Wir haben auch gelernt, dass die schützenswerteste Gruppe in unserer Gesellschaft die Ü70 sind, früher waren das einmal die Kinder, vor Corona.
Jetzt sperrt man diese lieber weg, sie könnten ja jemanden anstecken.

Ein Lockdown uns alle zu retten.

Lockdown 2020
Autobahn A8 am Ostersonntag 2020

Nach einem ersten Lockdown um Ostern 2020 und einem relativ Corona milden Sommer stiegen die Zahlen dann ab Ende September wieder an.
Was keinen wirklich überraschte – ausser die Kultusminister.
Die Folge war ein “harter” Lockdown für den Monat November.
Dieser Lockdown dauert aktuell (07. Februar .2021) immer noch an.
Aber wirklich hart betroffen sind davon nur wenige.
Kunst, Kultur, Einzelhandel, Soloselbständige und “körpernahe” Berufe wie Tattoo oder Friseur gehören dazu.

Parallel zeigt sich, dass die Politik wieder komplett überfordert zu sein scheint. Die Kultusminister/innen wirken hilflos, im Wirtschaftsministerium schein man verblüfft, dass ein Lockdown Existenzen vernichten kann.

Und darum geht es in “Im Schatten der Toten” – Menschen über die man hinwegsieht, die nicht in Talkshows auftreten und die eigentlich keine Lobby haben. Und es sind hunderttausende in diesem Land.

Über einen Bekannten habe ich von “Fuchs&Hase” erfahren, von den 320€ Novemberhilfe. Da habe ich meine Kamera gepackt und bin losgefahren.
Herausgekommen sind 40 Minuten Dokumentation.

Nachsatz.

Zu Weihnachten werden erste Menschen öffentlichkeitswirksam geimpft. Der ersehnte Impfstoff ist da. Was da noch keiner ahnt. Die Politik hat die Bestellung gründlich vermasselt. Seither geht es tröpfchenweise voran, es fragt aber auch keiner, wie viele Menschen derzeit sterben müssen, weil die EU und der Gesundheitsminister einen mittelmäßigen Job gemacht haben.
Aber das ist ein anderer Film.

Die Alpha Tiere im Vergleich – 6400 zu 6500

Die Sony Alpha 6×00 ist eine herrlich kompakte Systemkameraserie.
Präsentiert wurde die Reihe erstmals im April 2014 unter der Bezeichnung Alpha 6000
Nach der 6000, 6100 und der 6300 folgte dann die Alpha 6500 im Dezember 2016 und konnte neben HD (inkl Slomo bis 120 fps) auch in 4K (25/30 fps) aufnehmen.
Der Touch-Focus war eine Sensation, das Thermoproblem in HD-Videoaufnahmen Geschichte.
Ausführliches zur 6500 findet sich in diesem Eintrag. Daher werde ich hier nicht mehr darauf eingehen.

Alpha 6400
Alpha 6400

Im Februar 2019 präsentierte Sony dann die Alpha 6400.
Für viele kam das sehr überraschend, da sie in der Nummernklatura unter der 65er und auch noch günstiger in der Anschaffung ist.
Der 6400er fehlt die Funktion Apps aus dem Web auf die Cam zu laden um so zusätzliche Funktionen zu bekommen.
Das kleine Webtool OpenMemories-Tweak um das 30 Minuten Aufnahmemaximum zu entriegeln wird allerdings ohnehin nicht benötigt, da die 6400er diese Sperre nicht mehr hat.
Sie zeichnet bis zum Akku- oder Hitzetot auf.

Was sind jetzt die grossen Unterschiede und welche gilt als Empfehlung für kleinere Drehs?

Beide Kameras haben einen CMOS-Sensor APS-C 23,6 x 15,8 mm (Cropfaktor 1,5) und 24,2 Megapixel (effektiv) damit können Fotos mit maximal 6000×4000 Pixel geschossen werden.
Was schön ist, beide Kameras verwenden den gleichen Akkutyp.
Die 64er wiegt ohne Objektiv nur 402 g und damit 43 Gramm weniger die 6500er.
Gedreht wird in HD (bis 120 fps) oder mit maximal 30 fps in 4K.
Auch beim Codec scheinen beide zunächst gleichauf.

Sony Alpha 6500 zu 6400 Videoformate

In XAVC S (4k/HD) und AVCHD können alle beide aufzeichnen. Die Aufzeichnung in mp4 fiel bei der 64er dem Rotstift zum Opfer.
Eine All Intra Aufzeichnung bietet aber nur die neuere Alpha 6400.
Bei All Intra wird jedes Bild im Video einzeln gespeichert. Jedes Bild ist ein sogenanntes Intra-Frame.

Alles also ziemlich ähnlich, aber ….

Ich habe in den letzten Wochen beide Kameras als B-Cams zu einer URSA mini Pro bei längeren Interviews eingesetzt. Die Gespräche gingen immer so ca. 60 Minuten.
Bei beiden arbeitet der Autofocus sehr gut. Da die beiden Cams unbemannt sind ist der sehr wichtig, da sich die Protagonisten im Gespräch natürlich bewegen und die Alphas da sauber nachziehen.
Das klappte bisher wunderbar.
Die Blende ist bei den Aufzeichnungen natürlich manuell eingestellt, ebenso ISO und Shutter. Alleine der Fokus wird den Kameras (Objektive SEL 18-55 und SEL 18-135) überlassen. Beide Objektive zählen nicht zu den lichtstärksten (ab Blende 3.5) aber gerade das SEL 18-135 überrascht sehr positiv. Es ist im Bundle mit der Alpha 6400 überall zu haben. Beide Objektive verfügen über OSS, also die Optische Stabilisierung, was aber bei Drehs vom Stativ keine Rolle spielt.
Auf einem Gimbal dann aber schon und dafür sind die 64/65er wegen des geringen Gewichtes hervorragend geeignet.
Ich nutze sie auf dem DJI Ronin SC für bewegte Moderationen (Real Time Tracking) und wann immer Bewegung notwendig ist.

The Heat is on

Wie erwähnt kann die 6400 ohnehin, die 6500 dank nachinstallierter App, länger als 30 Minuten am Stück aufzeichnen. Zumindest theoretisch, wäre da nicht diese Temperatur.
4K erfordert Rechenpower die auch entsprechend Abwärme produziert.
Die 6500 schaltete sich dann auch nach spätestens 40 Minuten ab.
Dabei habe ich beobachtet, dass, hängt die 65er am Netzteil, die Temperatur langsamer steigt. Aber sie hält nicht durch.
Anders die 6400er, die lief die ganzen 60+ Minuten tapfer durch, ab und an zeigte sie im Sucher das Temp Symbol, aber zeichnete weiter auf.
Dabei ist der Menuepunkt Autom AUS Temp auf HOCH gestellt.
Die 65er benötigt nach dem Ausschalten etwa 1-2 Minuten, dann läuft sie wieder, aber auch nur für 5-10 Minuten. Das ist also in 4K zu beachten, ein Durchlaufen trotz grosser SD-Karte ist nicht drin.
Wir haben bei Zimmertemperatur in geschlossenen Räumen gedreht.

Fazit

Würde ich jetzt eine dritte Alpha kaufen, dann entscheide ich mich wieder für das Alpha 6400 / SEL 18-135 3.5-5.6 OSS Bundle.
Mit dem 18-135 bekommt man ein relativ gutes Alltagsobjektiv für wenig Geld dazu. Der aktuelle Preis(*) liegt bei unter 1260€ brutto für das Kit. Der nackte 64er Body liegt bei unter 1000€.
Wer dann noch Geld übrig hat, dem empfehle ich das SEL 70-200 2.8 OSS.
Aber das ist eine andere Geschichte.

 

(*) Januar 2021 – Die A6500 scheint aus dem Programm genommen.

2020 – ein gutes Jahr.

Nur ein paar Worte.

CCC

Corona, Covid, Chaos kurz CCC war die beherrschenden Buchstabenkombi im Jahre 2020. Dicht gefolgt von SSS – Söder, Spahn und Sterbezahlen.
CCC & SSS haben FFF, DSDS und sogar GNTM aus den Medien verdrängt und wir haben erkannt, was biologisch ohnehin unausweichlich ist, wir werden alle sterben.
Jetzt die erste gute Nachricht, wenn Sie diese Zeilen lesen, dann habe Sie überlebt und immer noch Zugang zum Internet, Strom im Kühlschrank und wahrscheinlich ein Dach über dem Kopf.

Corona ist ein Scheibenreiniger

Als Brandbeschleuniger wurde das Auftauchen des Chinavirus (D. Trump) gerne bezeichnet. Ein Brandbeschleuniger für notwendige Innovationen.
Das seh ich anders. Corona ist nur ein Scheibenreiniger.
Dank Corona habe wir freie Sicht auf den Weg in die Zukunft bekommen.
Dieser Weg ähnelt eher eine Baustelle. Wir sind die Karavane die sich über ihn quält, dabei ist das Gros noch gar nicht gestartet.
Zu bequem war es im Hier und Jetzt.

Der Disrupter

Das ist der, der unterbricht, der Dinge auf den Kopf stellt, der das “… das haben wir schon immer so gemacht” in die Tonne tritt.
Oft handelt es sich dabei aber nur um alten Wein in neuen Schläuchen.
Aber Corona war und ist ein Disrupter.
Das Abführmittel für eine übersättigte, selbstgefällige und überalterte Wohlstandsgesellschaft. Eine Gesellschaft, die von allem zu viel hat. Wir leben in einem chloroformierten Land sagte Roger Willemsen einmal.
Und jetzt kommt Corona und Geschäfte, Theater, Gottesdienste, der Urlaub und sogar das Oktoberfest gehören nicht mehr zu Rhythmus dieser langsam wabernden Gesellschaft.

Survival of the fittest

Wie ein Heuschreckenschwarm fällt das Virus über die Welt her.
Egal wo man hinsieht, es ist überall. Keiner scheint sicher, nicht einmal Reichtum schützt garantiert vor Covid19.
Corona achtet nicht auf Klassenzugehörigkeit, das macht es fast schon sympathisch.
Und die Politik? Steht zunächst orientierungslos mitten um Schwarm.
Eine Aktion erfordert eine Reaktion. Und die Reaktion des modernen Menschen auf Belastungen ist shoppen gehen. Es kommt zu Hamsterkäufen, denn morgen geht die Welt unter. Pflanzte man in den 80ern noch ein Apfelbäumchen, so ist heute Klopapier die erste Wahl bei Krisen.
Die westliche Welt hat die Hosen voll. Ebola, Malaria und Dengiefieber hat ja immer nur die “da unten” betroffen. Die größte Katastrophe war bis dato der Absturz von Urlaubsfliegern.

Die Politik reagiert

Am 27. Januar erreicht Corona Deutschland. Bei einem Autozulieferer in Bayern werden nach einem Meeting 16 Menschen infiziert. Der Spiegel meldet: Die Infektionskette wurde gestoppt.
Am gleichen Tag gibt Gesundheitsminister Jens Spahn Entwarnung. Das Virus sei harmloser als eine normale Grippe.

“Wir haben gelernt aus den letzten Jahren” sagt Jens Spahn am 03.02.2020 zum Thema, wie gut sind Intensivstationen auf C19 vorbereitet.

Und er ergänzt später “Die Folgen von Angst können weit größer sein als das Virus selbst” in einer Rede vor dem Bundestag.

Das Robert Koch Institut schätzt noch am 12. Februar 2020 die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland durch die neue Atemwegserkrankung weiterhin als gering ein.

28. Februar. Der Krisenstab des BMG hat seine zweite Sitzung “Der Aufbau des Krisenstabs zeigt: Wir nehmen den Ausbruch des Coronavirus ernst und reagieren darauf, dass die Epidemie jetzt Deutschland erreicht hat”, so Bundesgesundheitsminister Jens Spahn danach.

Am 9. März informiert Spahn die Öffentlichkeit über den Sachstand der Covid19 Impfung. Fazit – aktuell mau.

Einen Tag später empfiehlt der gemeinsame Krisenstab des BMI und BMG die Absage aller Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 erwarteten Teilnehmern und empfiehlt die Bestellung von 10.000 Beatmungsgeräten bei der Firma Dräger.

Am 14. März 2020 warnt das Gesundheitsministerium warnt vor “Fake News”.

Echte Fake News Warnung aus Spahns Ministerium

Es kursierten “Gerüchte im Netz”, wonach die Bundesregierung weitere Ein-schränkungen des öffentlichen Lebens plane.
Noch 9 Tage …

Am 13. März beschliesst Bayern: Kein Unterricht an Schulen, geschlossene Kindergärten, ein eingeschränktes Besuchsrecht in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen bis 19.04.2020

Als Randnotiz ist zu vermerken, dass am 15. März Kommunalwahlen in Bayern stattfinden. Im Vorfeld gab es Diskussionen, ob denn die Sicherheit der Wählenden gewährleistet ist.

Schützt laut CSU vor Ansteckung.

Die CSU empfahl darauf hin, einfach einen eigenen Stift zur Wahlurne mitzubringen. Die Partei setzt auf Letztwähler.
Keine 24 Stunden später ruft die CSU den landesweiten Katastrophenfall aus.
Krankenhäuser werden angewiesen planbare Operationen abzusagen.

8 Tage später, am 23. März geht das Land in den ersten Lockdown.
Ab dem 02. April werden Masken empfohlen, am 03. April stellt man fest, dass es nicht genug Masken gibt. Eigentlich gibt es so gut wie gar keine Masken.
Das RKI lässt verlautbaren, dass man sich durch einen solchen Mund-Nasen-Schutz nicht zu sicher fühlen sollte.

Am 24. April erteilt sich Jens Spahn seine Absolution mit dem Satz :  „Wir werden in ein paar Monaten wahrscheinlich viel einander verzeihen müssen.“
Es ist ein politischer Freifahrtschein. Doch zunächst kommt der Sommer.

Not AUS und Covidioten

Die Gesellschaft legt am 23. März 2020 eine Vollbremsung hin. Weltweit.
Flugzeuge bleiben am Boden. Hierzulande schliessen Geschäfte, Kurzarbeit, der Kultur- und Eventbranche wird der Stecker gezogen.

„Die Einschränkung der Freiheit ist notwendig, um die Verbreitung des Virus zu verlangsamen, damit sich unsere Kliniken vorbereiten können“, so Spahn.

Es entsteht eine breite Gegenbewegung zu den Massnahmen. Wie bei allen neuen Bewegungen tummelt sich dort allerlei Volk. Menschen die um ihre Existenz fürchten, Menschen die den Nutzen der Massnahmen hinterfragen, Esotheriker, Naturheilkundler, Aluhüte und natürlich die neuen Rechten. Die nicht mehr mit dem Kampfstiefel über den Asphalt marschieren, sondern Strömungen sehr geschickt für sich nutzen und darauf surfen.

Alle werden von Politik und Medien unter dem Begriff Covidioten zusammengefasst. Es gibt nur noch 2 Lager. Die Regierung oder die Straße.
Schwarz oder weiß, gut oder böse.
Und natürlich gibt es Covidioten unter den Menschen – aber auf beiden Seiten.
Es ist keine schöne Stimmung im Land. Das Denunziantentum erlebt eine Hochphase. Druck erzeugt Gegendruck.

Maßnahmen

Der eigene Stift, in die Armbeuge husten, 60 Sekunden Hände waschen, einsfünfzig Abstand halten, irgendeine Maske tragen war der Maßnahmenweg bis zum Lockdown.

Dann flüchtete sich die eine Hälfte der Bevölkerung ins Home Office, während der Alltag der andere Hälfte sich nur gering veränderte. Es waren dies die Pflegekräfte, Ärztinnen, Paketzusteller, fast alle Handwerker, Kassiererinnen oder Schlachter und Zerleger.
Fakt war, wer ins HomeOffice flüchten konnte war nicht systemrelevant.
Für alle anderen wurde geklatscht.
Es gab Lockdowns auf Städte und Kreise beschränkt und “Grenzkontrollen” innerhalb Deutschlands, von der EU ganz zu schweigen.
Als ob sich eine Pandemie darum scheren würde.

Landesfürsten und Gesundheitsminister rangen um die Deutungshoheit. Bei Laschet, Spahn und Söder auch um die Frage der künftigen Kanzlerschaft.
Die Kanzlerin war abgemeldet.
Bild, Virologen, Umfragewerte und das RKI bestimmen seit Corona das Vorgehen der Politik.

Letztendlich lief alles auf AHA und höhere Bussgelder hinaus.
Parallel nahmen die Proteste zu. Wann immer ein Protestteilnehmer an Corona erkrankte wurde dies medial regelrecht gefeiert.
Politiker gingen in Quarantäne und meldeten sich über Social Media aus der Vereinsamung.

Der Sieg der Zahlen

Täglich werden Zahlen präsentiert, oft ohne Bezugsgröße.
Die Bundesligatabelle ist nur halb so spannend wie die Rangfolge der Infizierten oder Toten pro Land.
Es sind absolute Zahlen, die sich nicht an der Einwohnerzahl bemessen.
Wenn zum Beispiel Brasilien Großbritannien überholt, weil dort am Tag X 973 mehr Menschen an C19 sterben, dann wird komplett ausser acht gelassen, dass Brasilien dreimal soviel Einwohner wie das noch Vereinigte Königreich zählt.

Infizierte werden mit Erkrankten gleichgesetzt und eine immense Angst geschürt. Es kann jeden der 82.000.000 Menschen im Lande treffen, jederzeit.
15.000 Infizierte? 20.000 Infizierte? 800 Tote? 1000 Tote?
Die Zahlen des RKI werden zum Leitindex unseres Lebens und zur Vorgabe für Handlungen der Politik.

Bad news are good news.

Die Corona Berichterstattung ist ein verantwortungsloses Spiel der Medien um Traffic, um Clicks zu generieren. Kaum gehen irgendwo die Zahlen herunter, zieht man ein X-Beliebiges Land aus dem Hut und schreit “Schaut da hin! 150% mehr Tote in 24 Stunden”.

Indien ist immer dankbar. 92000 Neuinfektionen an einem Tag, mehr Infizierte als die USA wurde im September getitelt. Indien hat 1.300.000.000 Einwohner und übrigens 80.000.000 Millionäre, nur um einmal ein Gefühl zu bekommen.

Infizierte werden zu den neuen Zombies, sie sind unter uns.

Corona überleben

Was vor Corona wirklich schützt kann man sich mit allem Geld der Welt nicht kaufen – Jugend.
Afrika kommt sehr gut durch die Pandemie.
Das Durschnittsalter beträgt dort 19 Jahre, bei und ist es 45.

Corona ist für Senioren eine tödliche Gefahr.

Todesfälle nach Altersgruppe

Wir hatten bei den 20-29 Jährigen 28 Tote durch C19, im gleichen Zeitraum über 400 Verkehrstote in dieser Altersschicht. Also ist für diese Altersschicht die Fahrt zum Testcenter gefährlicher als C19.

Daher ist es oberste Priorität die Menschen über 60 zu impfen.
Alle anderen können, nein müssen warten, denn auch eine geimpfte Person kann das Virus weiter übertragen. (SWR)
Aber wir müssen auch akzeptieren, dass sich Menschen nicht impfen lassen wollen. Die Drohung, diese Menschen dann aus der Behandlung zu nehmen, wie bereits diskutiert, ist aus meiner Sicht eine Unverschämtheit.
Was kommt als nächstes? Raucher bekommen bei Lungenkrebs keine Behandlung? Übergewichtige werden aussortiert wenn es um Diabetisbehandlungen geht? Sind doch alle selber schuld. Nicht angeschnallt am Unfallort? Einfach liegen lassen. Wildschweinfutter.

Die klare Sicht

Das C in Corona steht für Chance.
2020 hat uns ganz klar gezeigt wo wir stehen. Es hat uns gezeigt, dass Deutschland in vielen Bereichen den Anschluss verloren hat. Die chlorifizierte Republik wurde aus ihrem wohligen Traum gerissen.
Corona hat uns gezeigt, was passiert wenn man Bereiche kaputt spart, wenn das ich wichtiger als das wir ist.
Corona hat uns gezeigt, dass eine Konsumgesellschaft sehr verletzlich ist und letztendlich nichts von Bestand darstellt.
Und es hat uns die Gräben in der Gesellschaft aufgezeigt, tief, breit und fast unüberwindbar. Es ist Zeit Brücken zu bauen.

Über den Begriff “Neuland” wurde lange gewitzelt.
Corona hat gezeigt, dass er traurigste Realität ist, wir sind ein Altland, oder besser Analogland.
Die Bildung hat es besonders kalt erwischt. Die digitale Schule ein Albtraum.
Keine Ideen in Sicht. Zumindest das bayerische Kultusministerium scheint komplett überfordert.
Ohne Konzept jeder Lehrkraft einen Laptop zu spendieren bringt uns auch nicht weiter, da ist so, als würde man jedem Gärtner einen Schubkarren schenken, damit im Garten war voran geht.

Die Sommerzeit hat man genutzt um ein Lüftungskonzept zu erarbeiten. Bitte klatschen Sie jetzt.
Warum gibt es kein SchulTV? Der Stoff in Physik ist in der 5ten Klasse Realschule in ganz Bayern identisch. Warum wird der Stoff nicht zentral, gut medial aufgearbeitet angeboten? Warum muss jede Lehrkraft vor ihrer Klasse digital via Webcam performen? Die wenigsten taugen zum Moderator, dafür sind sie nicht ausgebildet.

Was die Politik angeht, erwarte nichts und du wirst nicht enttäuscht werden.
Im Endeffekt versucht man nur die Zeit bis zum Impfstoff, alternativ zum Sommer, zu überbrücken, legt dabei ganze Branchen lahm, nach welchen Vorgaben bleibt schleierhaft. Vom Gefühl her würde ich sagen es sind die, die keine echte Lobby haben.
Politische Aktionen wie das Abbestellen der Beatmungsgeräte durch Spahn im November 20 (ca. 1600 der 10.000 wurden ausgeliefert) bei gleichzeitiger Dauermahnung über mangelnde Intensivbettenkapazitäten passen nur dann zusammen, wenn man weiß, dass man zwar Betten fast beliebig freigeben, aber kein Personal dafür klonen kann.
Und im Gegensatz zum Standardpolitiker muss der Intensivpfleger etwas können.

Vieles wirkt wie blanker Aktionismus. Was heute wichtig, das war gestern noch egal.

 Ein Tempolimit würde wohl einige junge Leben retten
Ein Tempolimit würde wohl einige junge Leben retten.

Corona hat uns auch gezeigt, dass man mal ohne Oktoberfest, Kreuzfahrt und Fernreise auskommen kann. Es hat die Rhythmen durchbrochen und Raum für neue Aktivitäten geschaffen.

Seit Beginn der Pandemie gilt: Steck dich und andere nicht an und tue das nötige dafür. 
So einfach wäre das, aber seit Beginn hat die Politik den Bürgern nicht zugetraut, dass sie das selbst hinbekommen.
In der ganzen Diskussion vermisse ich den Adlerblick, den Blick aufs Ganze.
Große Teile von Politik und Medien sitzen wie das Kaninchen vor der Schlange. Erstarrt blicken sie auf die Zahlenschlangen und sind unfähig zu langfristigen Handlungen.
Das finde ich schade.

2021

Parks, Restaurants, Kinos, Friseure, Tattoostudios und Theater bleiben zu, während bei den Autoherstellern die Bänder rauschen, man ÖPNV nutzen soll und sich die Leute in den Bergen gegenseitig auf die Füsse treten.
Wir erleben einen “harten” Lockdown der nur 10% der Bevölkerung betrifft. Der Rest ist in Kurzarbeit, verbeamtet, bei Großkonzernen oder zählt zu den 26.000.000 Pension/Rentenbeziehern.

Ohne Kunst und Kultur wird es still – so der Titel einer Kampagne der Kulturschaffenden.
Das wurde es auch, nicht nur an Silvester.
Aber Kunst und Kultur wird seinen Weg wieder finden, letztendlich unterscheidet uns das vom Affen.
Ich bin da optimistisch.
Das schaffen wir.

Freuen wir uns auf 2021.

Epilog

Wir haben uns so auf Corona fixiert, dass ganz nebenbei Aserbaidschan mit Erdogans Hilfe Bergkarabach in Schutt und Asche bomben konnte und es hat keinen interessiert. Am wenigsten Heiko Maas unseren Aussenminister. Der war da gerade einsam in Quarantäne.

Ein Minister leidet öffentlich, es ist zum Fremdschähmen.

Julian Assange wird aktuell der Prozess gemacht – auch nicht so wichtig.
Verkehrsminister Scheuer verschleudert hunderte Millionen Steuergelder.
Die Chinesen kaufen wieder deutsche Autos wie bekloppt. Audi und BMW freut es und es werden fette Boni ausgeschüttet.
TUI & Co sind systemrelevant – weil Urlaub – und erhalten Milliarden Steuergelder.
Die E-Autos in Deutschland boomen, da man ohne Bonitätsnachweis bis zu 9500€ vom Steuerzahler bekommt, wenn man sich  für ein lokal emissionsfreies Gefährt entscheidet.
Merke: Geringverdiener kaufen keine E-Autos, wollen deren Kinder aber die 3×500€ Corona Studienzuschuss, dann muss man sich finanziell offenbaren.
Unzählige Pflegekräfte erhalten keinen Corona Bonus.
Selbst die Abwahl Trumps geht fast im Coronafieber unter.
Dabei hat Trump einen schönen Satz von sich gegeben:
“Don’t let the virus dominate your life.”