Mit T-Rex auf Tour

Reichweite.

Reichweite ist das neue Schlagwort der Mobilität.
Das wird von den Herstellern auf den Kilometer genau angegeben und hat das Liter pro 100 Kilometer längst in Vergessenheit geraten lassen.
Zeit für uns, auch einmal in dieses Thema einzusteigen.

Wie praktisch sind D-Autos?

Die Anzahl der Antriebstypen ist ja mittlerweile kaum mehr zu überblicken. Das E-, B-, D- oder H2 Auto bereichert unsere Strassen ebenso wie das CNG Gefährt.
Für unseren Test haben wir uns für D-Mobility entschieden. Eine kleine Batterie in Kombination mit einer Hubkolbenmaschine ist die Grundlage dieser Technik.
Anstelle von Zünd- werden Glühkerzen verwendet und die Hersteller versprechen Reichweiten von über 1000 Kilometern.
Die Energie wird aus Überresten prähistorischer Tiere und Pflanzen gewonnen. Damit ist diese Antriebstechnik CO2 neutral bis zum Zeitpunkt 70 Millionen Jahre vor Christi Geburt.

Die Aufgabe

1100 Kilometer möchten wir zurücklegen. 550 hin und 550 Kilometer zurück. Autobahn und Landstraße liegen vor uns. Fünf bis 6 Stunden Fahrt müssen wir für eine Fahrt einplanen sagt das Navi.

Aber zunächst haben wir ein Problem.
Laut Bordcomputer unseres D-Autos haben wir nur noch für 370 Kilometer Energie an Bord.
Wir entscheiden uns, das Fahrzeug vollzutanken. Wer weiss wie gut die Ladeinfrastruktur von Bayern bis NRW ausgebaut ist.
So gilt unsere erste Suche einer Lademöglichkeit kaum dass wir die lokale Parkstation verlassen haben.
Wir haben Glück, nur ca. 1000 Meter weiter finden wir eine freie D-Ladesäule.

Eine freie Ladesäule. 100% Betankung mit D-Power.

Wir fackeln nicht lange, stecken das Fahrzeug an und beginnen den Ladevorgang.
Es dauert dann doch fast zwei Minuten bis 80% des maximalen Tankfüllzustandes erreicht sind.
Die Ladeleistung bleibt hier konstant und 30 Sekunden später zeigt ein Plopp das erfolgreiche Ladeende (100%) an.
Insgesamt fünf Minuten inklusive Bezahlung vergehen. Das kann man optimieren, zum Beispiel durch schnelleres Personal an der Kasse.
Dann geht es nach wenigen Kilometern auf die Autobahn Richtung Norden.

Die Strecke ist relativ frei. Wir gehen auf Tempomat 120 km/h um nicht zu viel Energie auf dem Asphalt zu lassen. Der Mittelstreifen ist unser Habitat, rechts rollen der Schwerlastverkehr und die Teslas.

780 Kilometer Reichweite zeigt das System, aber wie vertrauenswürdig ist das? Sicherheitshalber checken wir parallel die Ladeinfrastruktur auf der Strecke. Nach kurzer Zeit steigt die prognostizierte Reichweite auf über 900 Kilometer. Treibt da einer Schabernack?

Alles läuft reibungslos, die Klimaautomatik sorgt für eine angenehme Innentemperatur, auch wenn uns klar ist, dass das auf die Reichweite gehen wird. So zieht das Innovationswunderland Deutschland an uns vorbei.
Ein Hörbuch läuft, der Antrieb ist nicht zu hören.
Ab und an wird auf 160 km/h beschleunigt um Urlauberkolonnen zu überholen.
Nicht zu oft, da hier enorm Energie verbraucht wird.

Nach ca 4 Stunden dann der erste Halt. Ernüchterung.

Weit und breit keine Ladesäule.

Der Autobahnrastplatz ist beleuchtet, bietet neben Sitz- auch Möglichkeiten der Erleichterung, aber es ist weit und breit keine Ladesäule zu sehen.
Fast 400 Kilometer liegen hinter und, der Ladezustand noch oberhalb 50%.
Zurück ans Steuer, es geht weiter.
Zwei Stunden später sind wir am Ziel.
Nach fast sechs Stunden und 550 Kilometern rollen wir gerade noch mit 30% Restenergie auf den Hotelparkplatz im Nichts.
Uns ist klar – so kommen wir nicht mehr zurück.

Wir müssen

Aber nach 2 Tagen geht es zurück. Es ist ein Sonntag auf dem Lande und weit und breit keine Ladesäule zu sehen. Nach 60 Kilometern erreichen wir endlich eine asphaltierte Autobahn.
Kurz darauf taucht das Symbol einer D-Ladestation auf.
Wir nehmen die Ausfahrt und uns bleibt die Luft weg. An der Station werden unverschämt hohe Preise für D-Power gefordert.

Nicht mit uns, wir nehmen das Risiko auf uns und hoffen auf eine weitere Lademöglichkeit entlang der Strecke. Aber es dauert.

Gerade einmal 870 km gefahren, da fällt die Reichweite auf 130 km
Gerade einmal 870 km gefahren, da fällt die Reichweite auf 130 km

Wir haben fast 40% unserer Strecke geschafft, als der Ladestand auf 5% fällt.
130 Kilometer gibt uns das System noch, da taucht endlich das ersehnte Ladestellensymbol auf.
Nichts wie raus und ran an die Säule. Die ist Gott sei Dank frei.
Der Anschluss passt und nach einem Druck auf den Hebel pulsiert die Energie.

Power dank Ladestation.

Wir entscheiden uns trotz der zusätzlichen Minute, das Fahrzeug komplett auf 100% vollzutanken.
Manchmal muss man sich die Zeit einfach nehmen um mobil zu sein.
Wir wollen uns für die restlichen 250 Kilometer einfach keinen Stop mehr aufladen.
Wir wollen nach Hause, der Wagen läuft 185 km/h.

Frisch aufgefüllt verspricht die Bordelektronik mit 70 Litern D-Power 960 Kilometer Reichweite.
Wir sind gespannt, ob es klappt, ob der T-Rex genug Energie liefert.

Eckdaten:
Citroen Spacetourer EAT8 – 2.0ltr Diesel 177 PS
Tankfüllung 70ltr.
Verbrauch auf dieser Fahrt 7,4ltr/100 km

Max. Zuladung: 1000 kg, Eigengewicht 1800 kg

Nichts ist so live wie das Leben

Die Live-Übertragung, das war früher die hohe Kunst des Fernsehens.
Von einfachen Liveschalten zu wichtigen Menschen des öffentlichen Lebens, Aufsagern von Reportern, Shows bis hin zu Mega Sport Events.

Live – Alltag
Heute ist live auf “Sendung” gehen für viel Menschen so selbstverständlich wie das Selfie.
Sie nutzen dazu Twitch, Insta, Facebook, YouTube… Die Liste der Abspielplattformen wird ständig erweitert.

Dank Corona sind Videokonferenzen bis zum Lehrerkollegium vorgedrungen und selbst die wenig reformwillige Kirche bringt Gottes Wort via Streaming zu den Schäfchen.

Satellit gestern – Web heute
Das klassische Livefernsehen basiert auf der Satellitentechnik.
Bild und Ton werden vom Ü-Wagen kommend von einem SNG, das ist das Auto mit der Satellitenschüssel auf dem Dach, digital gewandelt, ins Weltall geschossen, von einem Satelliten aufgefangen und wieder zur Erde hinab gestrahlt.


Wer die Satellitendaten kennt und über die entsprechende Technik verfügt kann das Signal empfangen und in die Sendeautomation oder nach erneuter Kodierung in das Web einspeisen.
Das Delay ist minimal und die Technik ausgereift aber wirklich sehr teuer.

Das Internet hat als Informationsmedium dem linearen TV schon lange den Rang abgelaufen. Einfach gesagt – im Web spielt die Musik.
Produziert man für das Internet, also Vimeo, Youtube, den eigenen Server oder ähnliches, dann ist das eigentlich wie das berühmte mit Kanonen auf Spatzen schiessen würde man den klassischen TV Live-Sendeweg gehen.

Theoretisch kann heute jeder sofort im Web live gehen.
Für einen einfache 1:1 Bildübertragung reicht heute das Smartphone.
Ein Blick auf twitch.com zum Beispiel zeigt, dass es auch viele tun.
Hier sind es meist Gamer, aber auch Leute wie dieser Landwirt aus Mecklenburg Vorpommern :


Fast 400 sind live dabei, wenn der gute Herr das Gärrest (Reste aus der Biogasanlage) auf sein Feld bringt. Er kommentiert dabei noch die eingehenden Zuschauerposts.
Das ist ein Vorteil von Live-Broadcast, man ist nah am Zuseher.

Professionell live gehen – wenn es besser sein soll
Professionelle Übertragungseinheiten sind heute angenehm kompakt gebaut. Es braucht keinen Mercedes Sprinter mehr. In ein koffergrosses Case passen der digitale Bildmischer (für 4 Kameras), Adapter und die Kodier- und Übertragungseinheit. Vor Ort muss es Internet geben – LAN, WLAN oder LTE, das reicht.


Das TV Studio 2 Go durchweg in HD 1080P Qualität.

Davon profitieren vor allem KMUs (kleinere und mittlere Unternehmen), Vereine, Parteien, Schulungseinrichtungen und Verbände.
In absolut hervorragender Ton und Bildqualität können Präsentationen weltweit zu absolut überschaubaren Kosten übertragen werden.
Auch hier ist das Delay minimal und liegt oft nur bei 3-5 Sekunden.

Als Bildquellen kommen natürlich neben Kamerasignalen auch Standbilder, Einspielfilme, Powerpoints, eigentlich alles was sich auf einem Rechner darstellen lässt, in Frage. Das System ist dabei beliebig skalierbar.
Über zuschaltbare Chatfunktionen können die Zusehenden Fragen stellen oder Antworten geben.
Die Übertragung kann passwortgesichert werden oder frei zugänglich sein.
Natürlich eignet sich die Technik auch für Videokonferenzen. Einfach dann, wenn es besser aussehen soll.

Nach der Übertragung steht das Material dann auf Wunsch onDemand auf der gewählten Plattform zur Verfügung.
So bauen Sie ihre eigene Mediathek.

Nichts ist so live wie das Leben. Auf geht’s.

Dominium terrae. Das Zeitalter des modernen Menschen.

Über siebenkommafünf Milliarden Menschen bevölkern den Planeten Erde. In manchen Gegenden wird es da richtig eng. Familien leben auf wenigen Quadratmetern zusammen und schaffen dennoch den Alltag.
Mindestens 162.000 Hektar Land besitzt dagegen Jeff Bezos. Der Amazon Chef nimmt damit Platz 28 der Immobilienkönige in den USA ein, also knapp vor Mittelmaß.

Wo der Mensch sich breit macht, da bleibt immer weniger Raum für Flora und Fauna. Interessant sind die oft nur noch, wenn man davon einen vollen Magen bekommt oder sie in die eigene Freizeitgestaltung passen.

Die Blechlawine überrollt alles

“Braucht es wirklich freilebende Elefanten auf unserem Planeten?”
Ist es denn nicht egal, ob es noch 200 oder null Tiger irgendwo in Indien gibt? 99,99% der Weltbevölkerung wird niemals auf einen wilden Tiger treffen, die 0,000irgendwas% es wohl bereuen.
Der Beutelwolf, der Dodo oder der Plateau Döbel, kaum hatte man sie entdeckt, da waren sie auch schon weg.
Ob jetzt eine Amsel im Garten herum springt oder nicht, was soll das?
Der Berggorilla und Blauwal sind ja schön und groß – aber sie hatten ihre Zeit.

Das Zeitalter des modernen Menschen
Ein Großteil der Tier- und Pflanzenwelt hat im Zeitalter des modernen Menschen einfach keinen Platz mehr.
Die Erde ist einem steten Wandel unterworfen. Es gab das Zeitalter der Meere, der Dinosaurier, der Großsäuger wie Riesenfaultier, Mammut oder Säbelzahntieger.
Sie sind Geschichte, waren über einen bestimmten Zeitraum die beherrschenden Arten, dann kam der Modellwechsel.
Selbst den Neandertaler hat es erwischt.

Der moderne Mensch lebt nicht mehr aus der Natur.
Der moderne Mensch hält sich das an Tieren und Pflanzen, was er zum Leben benötigt.
Er setzt auf eine Nahrungsmittelindustrie die die Versorgung sicher stellt.
Diese Industrie benötigt Raum und Ressourcen.
Sie benötigt Energie, Wasser, Licht und Transportkapazitäten.

Kunstwelten sind unser Habitat

Wie ein Biber, der ohne Rücksicht auf andere seine Burg in einen Fluss setzt um seine Art zu erhalten so agiert der modere Mensch.
Er ist die vorherrschende Art und was er tut dient ihm zum Arterhalt.
Wälder roden, Flüsse aufstauen, Strassen bauen, die Erde nach Bodenschätzen durchpflügen. Das alte Modell des Planeten der vielen Säugetiere ist überholt. Der Mensch muss den kompletten Planeten für sich übernehmen um zu überleben.

Es wird eng für andere

Vor wenigen hundert Jahren war ganz Europa ein einziger fast undurchdringlicher Wald.
Vermisst ihn jemand? Wenn heute ein Wolf auftaucht, dann bricht Panik aus.
Wenn morgen das letzte freilebende Nashorn auf einen Großwildjäger trifft, dann vermissen wir es. Wie lange? Ein halbes Jahr? Zwei Jahre?
Erinnern Sie sich noch an den Plateau Döbel (lat. Evarra eigenmanni) am Anfang des Textes? Den gab es bis 1954 in Mexiko. Die dortige Wasserverschmutzung hat er nicht überlebt. Vermissen Sie ihn?
Er hat es ja nicht einmal auf unsere Speisekarte geschafft.

“Früher gab es hier diese Nashörner – jetzt wird hier Getreide angebaut oder industriell seltene Erden, für unsere Mobilität & Kommunikation, gefördert.” So nimmt es dann die kommende Generation zur Kenntnis.
Dazu Fotos, Filme und ein Wikipediaeintrag.

Die schönsten Naturfilme entstehen demnächst ohnehin im Rechner. Für den modernen Menschen, der die Umwelt über soziale Netzwerke und das manipulative Bewegtbild wahrnimmt ist das doch ideal.

Man kann nicht alles retten – wir haben mit Banken und Konzernen schon genug zu tun und die beeinflussen unser Leben mehr als ein unbekanntes Faultier im fernen Amazonasbecken.

Macht euch die Erde untertan. Genesis 1.28

Das ist unsere Maxime. Nach der lebt der moderne Mensch, die aktuelle Krone der Schöpfung. Und doch sollten wir eines nicht vergessen, auch wir werden nur temporär die absoluten Herrscher sein. Daher muss uns eines wichtig sein: Lasst uns die Erde an nachfolgende Lebensformen besenrein übergeben.

Wir wollen ja kein schlechtes Gerede.

#ironieoff

Streaming is the new Meeting

Die Zeiten ändern sich manchmal sehr, sehr schnell.
Eine globale Gesellschaft bleibt plötzlich am Boden.

Streaming

Der Corona Virus bringt die aktuellen Abläufe durcheinander. Es findet eine Entschleunigung statt.
Aber die Geschäfte laufen weiter und auch die Kommunikation darf nicht zum Erliegen kommen.

Streaming als Meeting Ersatz

World Wide Web – der Name sagt alles. Dank des WWW können Sie immer noch fast jeden Winkel der Welt erreichen.
Videokonferenzen erlauben Ihnen den Transport audiovisueller Inhalte an Ihre Kunden und Geschäftspartner. Natürlich mit der Möglichkeiten der offenen Kommunikation in beide Richtungen.
Nutzen Sie dabei alle Möglichkeiten der Videoproduktion. Mehrkameratechnik, Einspieler, Studio, Talk, Response.

Ein weiterer Vorteil, die Inhalte bleiben als on Demand Clips auch für die Zukunft abrufbar.

Wir streamen Ihre Botschaft.
Gutes Bild, guter Ton, gutes Gefühl.

stream@machdas.de

SHITSTORM – Der Aufruhr im Abflussrohr

Shitstorm [ˈʃɪtstɔɹm] (zusammengesetzt aus englisch shitScheiße“ und storm „Sturm“[1]) bezeichnet im Deutschen das lawinenartige Auftreten negativer Kritik gegen eine Person oder ein Unternehmen im Rahmen von sozialen Netzwerken, Blogs oder Kommentarfunktionen von Internetseiten bis hin zur Schmähkritik.

“Der hat mich vielleicht zugeschissen” sagt man in manchen Gegenden des Dichterlandes Deutschland. Gemeint ist damit ein Gespräch minderen Inhaltes, das von einer Seite dominiert wird.
Statt Austausch wird einem hier die Meinung des anderen, oft in eintöniger Form, ins Ohr gedrückt.

“Zugeschissen” wird man heute von gar vielen Leuten innerhalb kürzester Zeit. Das ganze passiert anonym und digital.
Die Voraussetzungen dazu sind:
– eine Aussage treffen
– in einem Sozialen Medium.

Dabei muss man bedenken, dass das “Sozial” bei den Sozialen Medien mit dem Ursprungswort “sozial”, das ja auch für hilfsbereit, gemeinnützig oder selbstlos steht, nichts mehr gemein hat.

Ein Dienst wie Facebook ist einfach nur das Abflussrohr im Internet. In sich gekapselt und es hält den ganzen Dreck aus dem WWW draussen.
Wenn man sich allerdings darin bewegt, muss es einen nicht wundern, ab und an einen Shitstorm abzubekommen.

Zirkus mit Tieren. Schwierig.

Den zu bekommen ist ganz einfach. Manche Themen, wie Tiere, Kirche und IrgendwasmitNazi  funktionieren immer.
Da kann jeder mitreden, hat jeder schon irgendwie davon gehört, es eventuell erlebt, was aber wirklich nicht notwendig ist.
Klima ist gerade angesagt und die SPD hat es auch nicht leicht.

Es ist die Welt der Schwarz/Weiß Denker und der Missionare, der Überzeugungstäter und Alleswissenden die hier erbarmungslos zuschlägt.

Die Gespräche finden selten auf einem hohen Niveau statt, es ist ein einziges Hineindrücken von Meinungsblöcken, die scheinbar vorgefertigt auf dem Rechner liegen. Es ist so weil ich sage, dass es so ist.
Manchmal wirkt es wie ein gigantischer Hühnerhof auf dem plötzlich Panik ausbricht, jeder gackert, ohne wirklich zu wissen um was es geht.
Aber so laut auch das Geschrei ist, das schöne am digitalen Abflussrohr – es bleibt nichts hängen, es spült durch.

Und wie auf dem Hühnerhof kehrt dann wieder Ruhe ein – bis zum nächsten Aufschrei des Entsetzens.

AllTalksmenschen

Wir haben immer nur die 2-3 Minuten Aufmerksamkeit.
Dann geht es weiter.
Aber in vielen Menschen schlummern Geschichten die darauf warten erzählt zu werden.
Dafür können 10 Minuten reichen oder fünf Stunden zu wenig sein.

Ich habe mir vorgenommen nicht prominenten Menschen einen Raum dafür zu geben.
Dank YouTube wird das möglich.

Das Projekt läuft 4free und macht mir einfach Spass.
Ich liebe Inhalte, neudeutsch Content, und sehe es als meinen Beitrag gegen die Wortfetzerei um uns herum.

2019 waren es zwei Menschen – 2020 sollen es drei bis vier Interviews werden.
Wer jemanden mit verborgenen Geschichten kennt – alltalksmensch@machdas.de

Uns kann keiner

Nichts bleibt ewig

Gehen wir in das Jahr 2006.
Eine Weihnachtsfeier.

Ein Zusammentreffen der führenden Mobilfunkgerätehersteller.

Die Stimmung ist gut, auch wenn in der Presse immer wieder von einem “next big thing” orakelt wird. Steve Jobs, so liest man, wolle ein Mobiltelefon, ein MacPhone auf den Markt bringen.

Ein Vertreter von Nokia greift genüsslich nach den Schnittchen.

Seit Siemens mobile von BenQ übernommen wurde hat der Platzhirsch einen europäischen Konkurrenten weniger. Neue sind nicht in Sicht.

Am Nebentisch erklärt der Vertreter von Motorola einigen Journalisten, dass Klapphandys gar nicht so leicht zu fertigen sind, immerhin müssten die Verbindungsdrähte abertausende Klappbewegungen ohne knicken überleben. Und in der Fertigung kleiner, hochpräziser Tastaturen, so die COE von Alcatel haben die etablierten Hersteller einen enormen Vorsprung.

Nicht zu vergessen die bunten Wechselcover wirft einer der Finnen ein.

Genial, murmelt der Herr von Maxfield.

Apple – die lediglich KnowHow in klobigen Computertastaturen haben, würden sich da ganz schön umschauen. Letztendlich seien das handschmeichelnde Design und die Tastatur in Verbindung mit einem gut lesbaren, beleuchteten, mehrzeiligen Display das, was ein gutes Handy ausmache. 

Nokia denke bereits darüber nach eine Packung Kleenex nach Cupertino zu schicken.
Für die blutige Nase die sich der geniale Jobs diesmal holen werde.

Plötzlich wird es ruhig im Raum.
Blackberry ist da. Die Kanadier sind sich der Aufmerksamkeit gewiss. Die unangefochtene Nummer eins unter den Business Mobiltelefonen wiegt sogar mehr als Millionen verkaufter Finnenhandys.

Die als kühl geltenden Kanadier brechen in schallendes Gelächter aus, als sie auf das angebliche MacPhone angesprochen werden. Wer bitte will ein Gadget Handy mit Apfel Taste? Die Leute wollen Telefonieren und die etwas hipperen schicken diese SMS von einem Gerät zum anderen.

Endlich taucht auch die Crew von Sony Ericsson auf. Man habe eben noch die Quartalszahlen präsentiert und der Presse einen Ausblick auf das Jahr 2007 gegeben. Ein Ende des Wachstums ist nicht abzusehen. Die nächste Generation der Handys werde noch kleiner und ein SMS Versand an mehrere Empfänger wird möglich werden.
Jubel.
Erste Sektkorken knallen.

Am 09. Januar 2007 präsentiert Apple das iPhone.
Ohne Tastatur klappt es auf Anhieb.

2007 wurde auf der größten Film&Broadcast Messe, der NAB in Las Vegas, der Startschuss für die RED one bekannt gegeben.
Was haben viele gelacht.
Jim Jannard, der Besitzer von Oakley baut jetzt die erste digitale Kamera für Hollywood. Ohne Filmrolle!?!
Dem Kopfschütteln folgte ein Köpfe rollen bei den etablierten Herstellern. Übrig blieben RED und ARRI.

Ach ja – Tesla baut in Brandenburg Elektroautos. Ab 2021. 150.000 Stück pro Jahr.
Wenn dieser grössenwahnsinnige Amerikaner nicht vorher pleite geht. Weil er kann es nicht.

 

 

Raum auf Rädern.

Weltumrunder T5.2 Caravelle 2.0 CR 102 PS Euro5

6,94 mal hat es der T5 Caravelle um die Erde geschafft.
278.000 Kilometer in nicht ganz acht Jahren. Drei Wasserpumpen samt Zahnriemen, AGR, Abgassensor, eine Batterie, Bremsscheiben und je drei Sätze Reifen brauchte es dazu.
Geschätzt 22000 Liter Diesel wurden in Mobilität, Wärme, Feinstaub, NoX und C02 umgewandelt.
In der ganzen Zeit blieb er nur ein einziges mal liegen – bei 272.000 km, mit defekter Wasserpumpe. Ausgerechnet in Italien. Danke an die BWLer von VW.
Und er läuft immer noch wie ein Uhrwerk, nur fährt ihn jetzt ein anderer bis zum Mond.

Ein Teamwagen ist kein Traumwagen.

Es war Zeit für einen neuen Wagen – natürlich eine Bus, natürlich ein Diesel. Es gibt weder batterie-, noch wasserstoffgetriebe Fahrzeuge in dieser Klasse und ein Benziner ist wirklich keine Alternative.

Aber was für einen? Ein T6?
Der Motor ist jetzt (leider) ein anderer. Euro 6. Bald kommt der T6.2 mit Euro6 dtemp.
Denn aktuell hat VW immer noch Abgasprobleme mit dem T6 Dieselmotor.
Über ein Jahrzehnt Betrug statt Forschung rächen sich jetzt.
Die Grundkarosse des T6 ist seit 2004 auf dem Markt und was Crashverhalten und innere Sicherheit (Airbags) angeht nicht mehr up to date.

Alternativen zum T6 gibt es mittlerweile genug. Ford Tourneo Custom.

Daher setze ich nach drei VW Caravelle diesmal bei der Marke VW aus.
Es gibt von Ford, Mercedes, Hyundai, Nissan, Citroen, Peugeot, Opel und Toyota genug modernere Alternativen.

Hyundai H1 – Der Bus aus Korea

Was macht einen idealen Teamwagen aus?

Da wäre zuerst Platz, dann Platz, Platz und ganz wichtig ist Platz.
Platz für mindestens drei Leute.
Platz für Equipment, Platz für Reisegepäck und nicht zuviel Platz wenn man das Auto in Innenstädten abstellt.
Dann spielt auch die Höhe eine Rolle, denn 1.90m und darunter machen den Van Parkgaragen tauglich.
Natürlich muss der Wagen die Abgasnorm “Euro6 dtemp” erfüllen, nicht dass man in Berlin Schnappatmung bekommt.

Was wird es?

Volkswagen T6.1 – Facelift vom Facelift, sehr teuer. hoch (>1.94m)
Ford Tourneo Custom – zu wuchtig, hoch (>1.97m)
Mercedes V-Klasse – zu lang (>5m), Facelift vom Facelift, teuer, Heckantrieb
Hyunda H1 – zu lang (>5m), Heckantrieb
Nissan NV200 – hässlich, zu klein
Volvo XC90 – leider, leider zu klein (ist ja auch kein Bus, aber sehr schön)

Valenciennes statt Hannover.

9.65 Quadratmeter Fläche muss man mindestens frei haben um einen Spacetourer/Traveller/Proace/Zafira Life darauf zu Parken.


Der im französischen Valenciennes gebaute Bus von PSA/Toyota ist mit 4.95m Länge nur 5cm länger als der T5/6 und damit immer noch gut in Städten parkbar, aber er ist nur 1.90 hoch und geht in jede Parkgarage.
Ausser in Köln, da gibt es mindestens eine mit 1,80 Meter.
Die Entscheidung fiel trotzdem nicht leicht.

Warum ist der Spacetourer ein guter Teamwagen?

Citroen Spacetourer HDI 177 PS Euro 6 DTemp

Man bekommt verdammt viel Auto für sein Geld.
Dabei zählen alleine die Angebote in diesem Internet, die weit unter den offiziellen Listenpreisen liegen.
Die Ausstattung liegt dabei weit über der eines T6 mit vergleichbarem Preis.

Fahrzeuge mit Abstandtempomat, 2-Zonen Klimaautomatik, Automatikgetriebe, 177 PS, 2 Liter Hubraum, 6 Airbags, Sitzheizung, variabler Bestuhlung, metallic, Apple Car Play, PDC&Rückfahrkamera sind schon für weit unter €30k netto zu bekommen.
Neben ausreichend Platz hat der Spacetourer einige sehr pfiffige Details die im Alltag nützlich sind.

Zum einen hat er Becherhalter über das ganze Fahrzeug verteilt.
Mir ist es ehrlich egal ob einem Auto ein Längsbaukasten oder ein Querbaukasten als Plattformkonzept zu Grunde liegt, ich brauche einen Abstellplatz für meinen Kaffeebecher.
Ich brauche erreichbare Ablagen in grosser Zahl und Lehnen an den Sitzen, eine automatische Klimaanlage und einen Tempomat.
Wer öfter weite Strecken am Stück zu zweit oder dritt fährt, der weiss wie wichtig das alles ist. Du lebst im Auto.
Ebenfalls hat der Spacetourer vier 12V Anschlüsse verteilt im Fahrgastraum, dann noch einen 220V Anschluss hinter dem Beifahrersitz.
Ein Tischchen für die hintere Sitzreihe fehlt ebensowenig wie eine praktische Taschenlampe im Heck. Natürlich gibt es USB Anschlüsse und Android/Apple Konnektivität.
Dank den per Schienensystem verschiebbaren Sitzen lässt sich der Innenraum frei umgestalten.
Der Van wiegt nur 1750 kg und kann eine Tonne zuladen, mit einer AHK 2500 kg ziehen.

Was ich jetzt schon mag?
Die hochklappbare Heckscheibe bei geschlossener Heckklappe. In Verbindung mit der Schiebetür ideal für Car2Car Drehs.

Eigens aufklappbare Heckscheibe. Nie mehr Angst aus dem Auto zu fallen bei Car2Car Drehs.

Wartungsintervalle von 50.000 km oder 2 Jahren und ein angeblicher Verbrauch von unter 7 Litern bei immerhin 177 PS halten die Kosten unten.
Er hat noch eine echte Handbremse mit Seil und KEINE Connectivity on Board, sprich Internet im Auto. Er meldet also nicht ständig dem Hersteller oder anderen wie, was , wo warum und wasweissich.
Leider hat er auch nur zwei Jahre Garantie. Die Koreaner trauen sich mehr.
Was ich nicht mag – die Start Stop Automatik, aber da kommt man ja nicht mehr drum herum. Sie lässt sich zwar deaktivieren, aber nicht dauerhaft.

Aber VW ist Qualität und die Franzosen können nur Baguette!!!

Jein – der obige T5.2 (2.0 CR) ist sehr gut gelaufen. Ein paar Roststellen hatte er schon und jedes Jahr musste er wegen irgendwas in die Werkstatt. Was bei VW oft richtig Geld kostet. Vierstellig.
Der T5.1 (1.9 TDI) davor war eine Katastrophe und der beste Freund der Werkstatt. Dreimal blieb der Bus liegen, erreichte 200.000 km Laufleistung, dann ging es in den Export.
Parallel fahre ich seit über 20 Jahren Citroen Berlingo ohne Probleme.
Kein Rost, kein Liegenbleiber und wesentlich günstigere Wartungskosten. Auch diese Autos haben über 200.000 km auf dem Tacho.

Letztendlich kaufen alle bei den drei grossen Zulieferern ein und entscheidend ist dann die Qualitätskontrolle bei der Fertigung in Nordfrankreich.
Und da läuft der Spacetourer mit dem Schwestermodell von TOYOTA vom Band.
Also schauen wir einfach mal wie es wird.