NAB Show 2018 – it’s magic

 

Viva las Vegas

Die NAB Show in Las Vegas – einmal im Leben sollte man dann doch da gewesen sein.
Gesagt, gebucht, geflogen, getan, geschaut, gefreut, geschrieben.

Die NAB Show ist die bekannteste Messe rund um Broadcast/Film/Equipment/Solutions auf diesem Planeten und ein guter Grund sich in die Wüste Nevadas aufzumachen.
NAB steht dabei für National Association of Broadcasters und das Motto lautet “Where content comes to life“.

Las Vegas macht es einem leicht, bei 42 Grad Aussentemperatur verzieht man sich gerne in die klimatisierten Messehallen oder in eines der Spielkasinos.
Aber bereits wenn man sich dem Las Vegas Convention Center annähert wird klar – einer der prominentesten Aussteller auf der diesjährigen Show ist Blackmagic.

Blackmagic Werbung ist omnipräsent auch ausserhalb der Messe

Die Australier mausern sich zum ernstzunehmenden Player im Kamerageschäft. Spätestens die erfolgreiche Einführung der URSA mini Pro hat dies endgültig gezeigt.
Der Messestand, einer der größten und bestbesuchten auf der NAB, unterstreicht das.

The all new Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K

Lange wurde sie erwartet, auf der NAB endlich allen präsentiert.
Die neue BMPCC ist da. In 4K.
BlackMagic Pocket Cinema Camera 4K. Langer Name für eine kleine Kamera die es aber in sich hat.

Die neue BMPCC 4K war im Mittelpunkt des Interesses auf dem Blackmagic Booth.

Mit der neuen Pocket 4K ist BM ein echter Coup gelungen.
Die interne Aufzeichnung in 4K RAW und vernünftige Anschlüsse wie ein mini XLR Eingang für den Ton, der bei Bedarf auch 48V Phantomspeisung liefert, gehören ebenso zur Pocket 4K wie ein 5 Zoll grosses, sehr gutes HD Display und ein vollwertiger HDMI Ausgang.
Ausserdem hat BM der Pocket noch einen Stereo 3.5mm Klinkeneingang und eine 12V Buchse für eine externe Stromversorgung mitgegeben.

5 Zoll 1920×1080 Pixel Display, HDMI out und XLR IN

Die Kamera liegt sehr gut in der Hand, alle wichtigen Bedienelemente, darunter Menue, HighFrameRate, Fokus, Blende, Rec sind sehr gut erreichbar.
Bei den ausgestellten Pockets handelte es sich noch um Vorserienmodelle mit Alu Chassi – in der Serie verfügt die Pocket über ein Carbongehäuse.
Dieses wird noch einmal ca. 100 Gramm leichter sein als das Vorserienmodell.

Handschmeichler

Die Pocket verfügt über einen aktiven Micro Four Third, kurz MFT, Objektivmount.
Aktiv, weil die BM Pocket damit die Blendensteuerung und den Autofokus aktuller MFT Optiken nutzen kann.
So sind zum Beispiel alle Optiken nutzbar, die auch an der GH4/5 verwendet werden. Natürlich wildert BM mit der neuen Kamera im bisher sehr erfolgreichen Markt der MFT Cams.
Platzhirsch Panasonic wird das sicher genau zur Kenntnis nehmen – müssen.

Dank MFT Mount lassen sich zahlreiche Optiken an der BMPCC 4K nutzen

Der 4/3 Zoll Sensor ist laut BM sehr lichtempfindlich und verfügt über 4096×2160 Pixel. Die maximale ISO beträgt 6400.

It is all about Codec and 12 Bit

Klarer Vorteil der BMPCC 4K gegenüber der GH Serie von Panasonic ist die grosse Auswahl an professionellen Codecs.
Die Pocket kann sogar in 12 Bit CinemaDNG RAW intern aufzeichnen und ist damit die ideale Einsteigerkamera für einen echten HDR Workflow.
Um wirklich vernünftige HDR Projekte für Dolby Vision zu realisieren ist eine Kamera mit min. 10 Bit Aufzeichnung und ProRES 4444 Codec nötig. Noch besser ist natürlich die Aufzeichnung in RAW.
Beides stemmt die BMPCC 4K mit links.
Um beim Dreh ein Gefühl für das spätere HDR Material zu bekommen werden mit der Pocket 4K neue LUTs ausgeliefert, darunter ein 2020 Hybrid Log Gamma LUT.

Überhaupt einige Worte zur Aufzeichnung, die schafft die Pocket in 4K mit maximal 60 Bildern pro Sekunde. Alternativ kann sie auch in FullHD aufnehmen, dann mit 120 fps, eine Slomo Funktion fehlt.
Neben CinemaDNG RAW, CinemaDNG RAW 3:1/4:1 kann auch in Apple ProRES 422 HQ und darunter aufgezeichnet werden.
Der Dynamikumfang in RAW oder im Filmmodus beträgt 13 Blenden.

Als Speichermedium kann zwischen CFast 2.0 (für RAW) und SD Card, dank eines USB 3.1 Anschlusses sogar eine externe HDD gewählt werden.

Drehen von HDR geeigneten Content ist mit der Pocket kein Problem, dank RAW und 12 Bit

Auch bemerkenswert, bei den Akkus geht BM keinen eigenen Weg, sondern setzt auf die verbreitete Canon LP Serie. Daneben kann die Kamera auch über den 12V IN und den USB 3.1 Anschluss mit Energie versorgt werden.
Ausserdem hat die Pocket 4K ein Tally und einen Selfie Auslöser.

Wo so viel Licht scheint, da ist der Schatten nicht weit.
Eigentlich sind es nur zwei Dinge, die Pocket besitzt keine ND Filter, dies ist sicher auch der Baugröße geschuldet und – was ich wirklich schade finde – das 5″ HD Display ist fix verbaut.
Es lässt sich nicht herausklappen. Das, so BM ist ein Tribut an den Preis.
Mechanik kostet eben.
Dafür hat die Kamera auch auf der Oberseite eine Gewindebohrung, ideal für einen kleinen Monitor auf MagicArm wie den Video Assist oder einen Sucher.

Zefixes Display der Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K.

Die Pocket wird es ab Juli 2018 für 1295 Dollar zu kaufen geben.
Aus meiner Sicht ein Schnäppchen, trotz des fix verbauten Displays.
Dank der Codecs und des MFT Mounts auch eine Alternative zur GH Serie von Panasonic und das ohne externen Atomos Recorder.
Dass BM noch Resolve Version 15 auf der Messe präsentierte wurde dank der Pocket fast zum Nebenthema.

Was noch?

So interessant die Pocket für uns Kameraleute ist, es gab natürlich noch mehr auf der NAB zu sehen.
It is all about Content könnte man sagen. Darunter natürlich auch die Frage wie bringt man ihn zum User. IT/IP (Broadcast 3.0) war allgegenwärtig, Big Data spielt jetzt bei den Broadcastern eine immer grössere Rolle.

BigData und IP

Deine Daten, meine Daten

Und damit die Möglichkeit bis ins letzte Fitzelchen Geld mit Content zu verdienen. Folgt klassisches Fernsehen dem Giesskannenprinzip, so kann über eine Verbreitung via Internet in Verbindung mit BigData jeder User individualisert angesprochen, will meinen umworben, werden.

Wenn also 100.000 Menschen einen Film gleichzeitig über IP anschauen, dann kann theoretisch jeder einen auf sein Konsumverhalten passenden Werbespot nebenbei gezeigt bekommen.
What a wonderful world.

Und als kleine Pause beim Lesen, hier einige Impressionen von der NAB Show. Gedreht mit der Sony Alpha 6500.

…. und weiter im Text:

Passend dazu spielte natürlich das Thema Watermark ebenfalls eine grosse Rolle auf der NAB – denn der Content soll bestmöglich vor Raubkopierern geschützt werden auf dem Weg zum Konsumenten.

Da wundert es kaum, dass Google und Facebook ebenfalls auf der Messe präsent waren.

Wenn es um User Daten geht, dann dürfen FB und Google natürlich nicht fehlen.

Immer wichtiger, wenn es darum geht Content an den Mann oder die Frau zu bringen wird vimeo. Der Videodienst bietet jetzt auch die Möglichkeit bei ihm gehostete Filme direkt in Facebook und YouTube zu spiegeln.

Displays – weggeblendet

Gerade aus Asien kamen sehr viele Hersteller grosser, überbrillianter Displays. Da taten einem schon fast die Augen weh bei diesem Wettlauf um Kontrast und Brillianz.

Den Größen und Formen scheinen dabei kaum Grenzen gesetzt.

8K – Das K steht für Kommt

Keine Frage ob, eher wann, 8K kommt.

Ebenfalls aus Asien kommen die führenden 8K Lösungen. Ikegami preschte bei den Kameras mal vor und Sharp zeigte 8k Kameras und Monitore. Zu sehen waren Aufnahmen die mit einem 8K Endoskop gemacht wurden.
Das war beeindruckend und ich dachte spontan an “8K kann Leben retten”, da der Arzt ein absolut messerscharfes Bild bekommt.

8K bei der Endoskopie – aktuell nur in Japan

Aber nicht nur im OP spielt 8k eine Rolle, Japan wird im Dezember 2018 mit der 8K TV Ausstrahlung beginnen. Auf der NAB hatte man Gelegenheit in einem 8K Cinema erste Blicke auf japanische 8K HDR Produktionen zu werfen. Unter uns, es haut einen weg.
Die Qualität ist atemberaubend, darunter war eine Aufzeichnung eines Ballets, man hatte wirklich das Gefühl (bei entsprechender Einstellungsgrösse) im Theater zu sitzen. Natürlich war auch der Ton entsprechend.

Making of Inhalt

Zahlreiche Greenboxen und virtuelle Studios waren über die Messe verteilt, viele robotergesteuerte Kameras und ohne Gimbal geht heute scheinbar nichts mehr.

Der Trend geht zum HighTech für HighTech Produktionen. Es wird automatisiert wo es nur möglich ist.
Irgendwann werden die Moderatoren durch Avatare ersetzt – erste Modelle waren zu erahnen.

All in One

Der Ü-Wagen in der Cam

Die Kamera wird zur Sendeeinheit, zum Ü Wagen. JVC präsentierte mit der Connected Cam eine Lösung für alle Broadcaster die immer und überall Live sein wollen.
Und auf der anderen Seite, beim Zuschauer gab es erste AR Anwendungen aus, wieder einmal, Asien.
Eine iPad Anwendung die zum TV Bild live Informationen einblendet. Einfach mit dem Pad den Fernseher anvisieren und die Infos werden eingeblendet.

Zusatzinfo (leicht zeitverzögert, daher der Bildunterschied TV/Pad) aufs iPad dank AR

Rundumblick für alle

VR – Virtual reality nahm ebenfalls einen grossen Raum in der Diskussion ein – ich würde sagen es wurde bewusst gepusht. Das liegt sicher auch daran, dass Samsung als VR Hauptakt genug Geld und Marktmacht ins Spiel bringt.

 

So soll VR endlich den Durchbruch schaffen. Hardwarehersteller gibt es genügend – die Geschichten für VR Filme müssen aber erst geschrieben werden, darüber war man sich einig.

VR Kamera von Samsung

Kurzum es fehlt der Killercontent der die Zuschauer ins VR treibt. Einzige Ausnahme ist aktuell der Spielemarkt.

VR Spieler unterwegs in seiner Welt

Und in der Architektur spielt VR schon heute eine grosse Rolle. Für die Innenansicht von Gebäuden zum Beispiel eignet sich VR hervorragend. Und VR ist gerade für diese Anwendung auch ohne Brille gut nutzbar. YouTube warb auf der NAB mit “YouTube is VR” gezielt dafür.
Präsentiert wurde aber auch der VR CouchPotatoe.
Platz nehmen, Brille auf und los geht es. Passend zum Film bewegt sich auch das Möbel.

Die Chips muss man noch selbst essen, sonst ist alles automatisiert.

Show must go on

Neben zahlreichen Produkten, darunter Kameras, Optiken, Grip, Licht bis hin zu Produktionsfahrzeugen die hier alle nicht aufgeführt werden können sind es natürlich die Vorführungen zu unterschiedlichsten Themen, die den Reiz einer solchen Messe ausmachen.

Wenn Bloom spricht braucht man sich um mangelndes Interesse keine Gedanken machen

Und wie jede Branche hat auch die Filmbranche ihre Stars, wie den Filmemacher Philip Bloom, der die Vorzüge der Fujinon Cinema Zooms einem eifrig lauschenden Publikum erläuterte.

Viele der Vorträge wurden auch im eigens eingerichteten NAB Live Studio übertragen.
Die Qualität der Vorträge – ich habe einige angehört – ist sehr hochwertig.
Die Leute kommen aus der Praxis, das merkt man einfach.
Wer Geld ausgibt, der bekommt noch mehr auf die Ohren, denn gerade die besten Vorträge kosten extra.

NAB Live Studio – kurz vor Lunchtime

Aufhören möchte ich diesen kurzen Einblick in die NAB mit einem schönen Stückchen Hardware.
Einem Bild der Sigma 18-35mm T2 Cinema Lens.
Ganz ohne Strom, ohne Software – einfach nur ein feines Glas in einem edlen Gehäuse.
Montiert ist die Sigma an einer RED Dragon.
RED – das sei nicht unerwähnt – hatte wie Apple auf der NAB keinen eigenen Stand.
Das ist auch ein Signal, denn die Vermarktung und Verbreitung von produziertem Content nimmt auf der Messe ohnehin mehr Fläche ein als die Produktion.

Departure: Patona V-Mount Akku 95Wh.

Fliegt man mit Equipment, dann zählen bei Akkus zwei Faktoren: Gewicht und Power.
Laut der 2016er EU Richtlinie wird es bei Li.Ionen Akkus immer schwieriger, die in den Flieger zu bekommen. Ausführlich ist es hier auf Film TV Video erklärt.

Kurz gesagt gilt – unter 100 Wh Kapazität gibt es keine Probleme, darüber wird es komplizierter.

Akkurichtline bei Qatar Airways.

Tricky ist auch noch, dass lose Akkus (Spares) nicht mit dem Frachtgepäck aufgegeben werden dürfen.
Diese müssen eingebaut/montiert sein.

Das Gros unserer Akkus hat 160 Wh und mehr.
Die Dinger müssen einfach an der Sony PDW 700 lange funktionieren und die 700er frisst Strom wie eine Hexe kleine Kinder. Gierig.
Im Einsatz sind IDX, Sony, RedPro, Beillen, SWIT.

An den LED Flächenleuchten hängen die alten Sony BPL60, die sind durchgenudelt, taugen nix mehr an der Cam, auch nicht an der URSA mini, und sind mit 950 Gramm für 60 Wh (0,06 Wh/g) zu schwer.
Dann sind da noch 80Wh IDX Endura, aber auch die haben die besten Jahre hinter sich, werden also an LED Leuchten, Mischern und Field-Monitoren enden.

Patona jetzt mit V-Mount

Wer zum Beispiel bei eBay “Patona Akku” eingibt entdeckt jede Menge Ersatzakkus für Canon EOS und Sony DigiCams. Jetzt bietet Patona auch Akkus mit V-Mount für professionelle Broadcast- und Filmkameras. Neben einem 190Wh Boliden auch einen 95 Wh Akku mit drei Besonderheiten.

Der Patona 95Wh Akku wiegt nur 550 Gramm  (0,17 Wh/g), verfügt über Staus LEDs und einem D-TAP Anschluss. Als Bonbon bringt er auch noch einen USB Anschluss mit. Damit kann man vor Ort die GoPro oder das Smartphone laden.

Der Patona Akku lässt sich mit unseren vorhandenen V-Mount Ladern (Axcom, Sony, NoName) auf Leistung bringen, aber was das besondere ist, über den D-TAP Anschluss kann man den Akku ebenfalls laden.

Lädt am D-TAP

Dafür liefert Patona ein handliches Ladegerät (weltweit nutzbar da 100-220V) für 50€ brutto.
Die 95Wh Akkus selbst kosten 129€ das Stück, das ist sehr preiswert.


Dies, die “nur” 95Wh Leistung, das geringe Gewicht und das kompakte D-TAP Ladegerät waren ausschlaggebend, es mit Patona einmal zu probieren.
Wir haben schon mal getestet: Ein voll geladener Patona 95Wh zeichnet aktuell an der URSA mini 4.6k über 90 Minuten in UHD ProRES422 25fps auf. Das war aber ein reiner Studiotest und ist daher nicht so aussagekräftig.

Mehr gibt es in einigen Wochen zu berichten, die vier neuen Akkus gehen jetzt in den Einsatz.
Fliegen, drehen, fliegen. Mehrere Drehorte,  u.a. bei 30 Grad und gut 90% Luftfeuchte. Wir werden sehen, wie sie sich schlagen.

Mehr in einigen Wochen.

PDW700 XDCamHD sucht neuen Wirkungskreis

Sehr gepflegte Sony PDW 700 möchte gerne weiter Filme in HD drehen und sucht daher einen neuen Wirkungskreis. Gerne auch im Ausland. Sony PDW 700 for sale.

Betriebsstunden PDW700

Die Kamera war nie im Verleih.
Im Lieferumfang ist der PDW700 Body, Sony s/w Sucher, WiFi Modul CBK-WA1 (damit kann man das Bild auf ein Smartphone raus geben), Leichtstütze inkl. 2 Rohre, Akku V-Mount Platte und original Sony Mikrofon.
VB 8.500,- € netto (14 Tage Übernahmegarantie, Rechnung mit USt kann gestellt werden)

Bei Interesse mail an mich.

Die Optik gehört NICHT zum Lieferumfang.

Downsizing. Sony alpha 6500.

 

Lange ist es her, da hatte ein Kameramann eine Kamera. Punkt.
Eine 80.000 DM DigiBeta zum Beispiel.
Ein Revolution war dann schon das Aufkommen der kleinen DV Kameras.
Ich erinnere mich an ein Interview mit Helmut Dietl – aufgezeichnet mit einer Sony VX1000.
Dietl hat sich von mir die Kamera im Detail zeigen lassen, da er nicht glauben konnte, dass so ein kleines Ding ein brauchbares Bild aufzeichnen könne. Konnte sie aber.
Aus heutiger Sicht natürlich nur SD Gematsche.
Mittlerweile hat jeder je nach Einsatzfall ActionCams, miniHD Mühlen und Multicopter mit Kamera an Bord, wenn es zum Dreh geht.
Immer seltener dagegen eine fette EB Mühle wie die PDW700.
Unsere Hauptkamera ist die:

Blackmagic URSA mini 4.6K
Wer diesen Blog verfolgt, der weiss, ich bin ein Freund der Kameras aus Downunder von Blackmagic.
Sie macht wunderschöne Bilder und liegt nahezu perfekt in der Hand oder auf der Schulter.
Die URSA mini 4.6K  (inkl. Pro) halte ich für eine hervorragende, alltagstaugliche Kamera.
Aber sie verfügt auch über eine gewisse Grösse.

Sony alpha 6500
Und so habe ich paypal bemüht und eine alpha 6500 gekauft.
Warum? Downsizing ist die Antwort. Es gibt Jobs, da sollte man nicht unnötig auffallen, oder schlichtweg schlank unterwegs sein, nicht fragen müssen. (mache ich auch gerne mit dem iPhone)
Im Flugzeughandgepäck ist die Sony alpha 6500 auch kein Problem.

Dennoch verlange ich natürlich eine sehr gute Bild- und evtl. Tonqualität.
4K/UHD Auflösung ist Pflicht und eine schnelle Bedienung nicht zu verachten. Da bleibt nicht viel übrig. Panasonic mit der GH5 und MFT ist sicher eine Alternative, aber es waren schon einige E-Mount Optiken von der FS100 im Hause.
Ausserdem ein Metabones Adapter E-Mount auf EF-Canon, damit war Sony erste Wahl.
Noch dazu, da Blackmagic nichts ähnliches im Portfolio hat. Die BM Pocket kann nur HD und der festverbaute Monitor ist sehr, sehr gewöhnungsbedürftig. Der Augensucher der alpha ist auch ein Argument.

Dagegen bin ich hier bereit, muss ich, beim Codec Abstriche machen.
Die alpha 6500 kann kein ProRES, kein RAW, kommt bei der internen SD-Card Aufzeichnung über 4:2:0 nicht hinaus und zeichnet im Sony eigenen H.264 XAVC-S Codec 4K und HD auf.
Kein Knaller für eine nachträgliche Farbkorrektur.
Sie beherrscht aber SLOG2 und 3 und bietet diverse Picture Profiles für spezielle Looks.
Mit dem optionalen XLR-K2M Adapter bekommt die kleine Fotofilmknipse zwei vollwertige Ton XLR Eingänge spendiert.
Im Lieferumfang des XLR-K2M befindet sich auch das Richtmikro ECM-XM1 mit Windschutz.
Es gibt keinen Kabelsalat, da der XLR-K2M über den intelligenten Blitzschuh der 6500er verbunden wird.
An einem dummen Blitzschuh einer NEX, Nikon oder Canon funktioniert der K2M auch nicht.

In Verbindung mit der 5-Achsen Bildstabilisierung, dem Touchscreen und dem sehr schnellen Verfolgungs-Autofokus lässt sich die kleine Mühle ganz leicht handeln. Was ich faszinierend finde, das Paket aus Kamera und SEL1855 Optik und K2M kostet weniger als der Sucher einer PDW700 und ist trotzdem, zumindest in HD, professionell voll einsetzbar.

Die alpha kann 4-fache Zeitlupe in HD, das ist aus meiner Sicht simpler Durchschnitt. Das kann jede Cam.
Ich habe hier einmal auf die schnelle ein paar Aufnahmen mit der 6500er in HD gedreht, darunter auch in Zeitlupe. Die Kreissäge steht im dunklen Keller und die Sony wurde auf ISO 3200 eingestellt. Die Zeitlupe taugt da nicht wirklich.
400 fps wären besser, das sollte eigentlich mit einem Firmware Update zu machen sein.
Das faszinierende ist wirklich der hervorragende Bildstabilisator bei ruhig gehaltener Kamera.

Den Touchscreen und die 5 Achsen Stabilisierung hat nur die 6500er – wer also ein Schnäppchen mit der Vorgängerin, der alpha 6300 machen möchte, sollte sich genau überlegen ob es das wert ist. Denn auch das Hitzeproblem der 6300er bei 4K Aufnahmen soll bei der alpha 6500 der Vergangenheit angehören.

Das Softwaremenu der 6500er ist umfangreich, sehr umfangreich, was nicht für das mitgeliefert Handbuch gilt. Da ist ein Baum umsonst gestorben.
Aber zum Glück gibt es dieses Internet.
Es lassen sich für gemeinsam gewünschte Einstellungen auch Presets festlegen.

Einwenig happig ist auch die Akkulaufzeit.
Nun ist die Kamera sehr kompakt und bietet damit wenig Raum für den Energiespeicher, daneben werkelt jede Menge Elekronik nach dem Einschalten, das fordert seinen Tribut.
Also man sollte schon eine Hosentasche voll Akkus dabei haben um den Tag zu überstehen.
Im Lieferumfang befindet sich ein Akku, aber kein externes Ladegerät, der Akku kann nur in der Kamera über USB geladen werden.

Ich habe bei ebay einige Patona Akkus (950mAh) samt Lader gekauft. Der original Sony NP-FW50 Akku (1020mAh) hält länger, kostet aber auch dreimal soviel.

Das grosse, in Grenzen bewegliche, Touchscreendisplay ist draussen nur bedingt zu gebrauchen. Hier hilft der Augensucher. Blickt man durch den Sucher, dann wird der Touchscreen abgeschaltet, nicht aber die Touchfunktion. Das heisst, man blickt durch den Sucher und kann mit dem Daumen trotzdem die Schärfe über den Touchscreen verlagern. Das Schärfeviereck, das den Bereich anzeigt, wandert im Sucherdisplay mit.

Natürlich kann die 6500er auch mit dem Smartphone verbunden werden. Das geht über Bluetooth, NFC oder WLAN. Die App PlayMemories dazu gibt es gratis für Android und iOS im jeweiligen Store. Mit der App lässt sich zum Beispiel das Bild kontrollieren (mit Verzögerung) und die Aufnahme starten und stoppen.
Das kann ganz praktisch sein, wenn man die Kamera zum Beispiel in einem Auto verbaut hat und man dann schlecht an die REC-Taste kommt.

 

Die alpha 6500 sehe ich als ideale zusätzliche (dritte) Kamera die dank ihrer Kompaktheit auch für ungewöhnliche Perspektiven gut zu gebrauchen ist. Schön auch, dass sie nicht erst fett aufgerigt werden muss um bedienbar zu werden.
Aber wer will kann die kleine Sony natürlich fett aufblasen mit Monitor (HDMI out), externem Recorder, Cage, Rods, Follow Focus usw…

NACHTRAG: vom 24. April 17
HD wow – 4K mau
Nennt es Rolling shutter, nennt es Jello Effekt, Mist ist es auf jeden Fall.
Im 4k Modus ist die 6500er nur eingeschränkt zu benutzen. Zügige horizontale Bewegungen, sogenannte Schwenks, führen zu verzogenen vertikalen Linien. Sieht doof aus und macht das Material für den professionellen Einsatz unbrauchbar.

Die Fünfachsenstabilierung kommt bei bewegter Kamera auch immer wieder ins schwimmen – das sieht dann richtig schlimm aus. Dieses Schwimmen, eher ein Wobbeln, kommt aus dem Nichts, dauert 2-3 Sekunden und dann ist wieder alles gut. Das Material ist nicht nutzbar und beim Dreh merkt man es nicht unbedingt. Im Schnitt fällt einem dann die Kinnlade runter.
Was soll das Sony, seit der 6000er gibt es dieses Rolling Shutter Problem? Und die vielbeworbene Fünfachsenstabiliserung hakt auch von Zeit zu Zeit.
Für mich ist das typisch Sony um den Abstand zur A7 oder den FS-Units zu wahren. Aber Kunden erfreut man dadurch nicht.
Also Fazit: In HD ist fast alles gut, in 4K ein klares DON’T BUY.
Als Dritt- oder Notfallkamera ist die 6500er ok, aber ansonsten Finger weg.
Schade eigentlich.

Aktualisierung 16-09-2017
Mittlerweile steht die Firmware 1.04 zum Download bereit. Wie auch bei der 1.03 geht es hier vor allem um die Verbesserung der Bildstabilisierung im 4K-Filmmodus. Soviel sei gesagt, es wird immer besser, noch nicht optimal, aber es wird.

Ihr könnt die Seite mit einer Minispende 0.50€ unterstützen.

 

Hände weg von El Capitan wenn XDCam im Hause ist!

Mit diesem Kapitän setzt man seinen Kahn auf Grund.
Zumindest gilt das für Besitzer von professionellem XDCam HD Equipment.

Apples neue Wundersystem - nur nicht für Profis im TV Bereich

Apples neue OSX 10.11 – nur nicht für viele Profis im TV Bereich.

Zum 1. Oktober 15 kam “El Capitan” auf den Markt.
Das neuste OSX der iPhone Klitsche aus Cupertino.
Jetzt ist es in Kalifornien sehr heiss und trocken.
Man gönnt sich dort Eistee statt Augustiner.
Cook trauert dem schwindende iTunes Markt nach, verkauft weniger iPods und auch das iPad Pro haut keinen vom Hocker.
Bei all den Problemchen muss man sich auch noch um diese blöden iDings Computer kümmern.
Da kann man nicht alles im Griff haben.

Hände weg von El Capitan OSX 10.11, wenn Sie mit XDCam Equipment arbeiten!

XDCam HD - das Nummer 1 Aquiseformat im Broadcastbereich
XDCam HD – das Nummer 1 Aquiseformat im Broadcastbereich. Unter OSX 10.11 leider offline.

Nach der Installation von El Capitan kann der Mac das UDF Filesystem der XDCam Disc / SxS Medien nicht mehr lesen.
Das System schlägt dagegen vor die Disc zu Initialisieren. Damit wären dann alle Daten, respektive Filmclips, weg.
Man bekommt weder über die XDCam Laufwerke wie z.B. das U1&U2 noch über eine per Firewire angeschlossene PDW700/800 gedrehtes Material in den Mac.
Und somit auch nicht in Final Cut X, Premiere oder den AVID.
Auch unter 10.11.1 tut sich nix.
Mangels funktionierendem Treiber.
Es hilft nur der Rückweg auf 10.10.x

Sony kennt die Problematik und hat mir per Mail Besserung versprochen:
Good morning
Thank you for the email. Please see the below

New MAC OS 10.11(El Capitan) is announced to be released on Oct.1st.
However, please take note that current our FAM/VFAM/ODA/SxS UDF/SR Memory driver & AXSM Drive Software cannot be used for MAC OS 10.11.
* Our Drivers are not able to be installed newly on MAC with OS 10.11.
* Even if customers do update to OS 10.11 for the MAC with current driver installed, there are some errors found .(For example, basic write back will be OK. But log output is not possible.)
We will try to release new driver for MAC OS 10.11 as soon as possible but the release schedule has not been confirmed yet.
For ODA driver, new version 3.3 will be release in the beginning of October but it is not possible to use for OS 10.11.
We will inform the schedule by the end of October.
Thank you
Kind regards

End of October – das ist schon durch. Treiber sind keine da.
Jetzt erstmal ein Augustiner auf Käpten Ahab.

UPDATE! Der weisse Wal in Gestalt neuer Treiber ist aufgetaucht.
Hier geht es zum Download: OSX 10.11 UDF SxS Treiber 2.2.0 für XDCam Disc und SxS Karte.
Auf der Seite wird zwar nur von SxS Karten gesprochen, aber dies gilt auch für die Disc. Es ist ja das gleiche Dateisystem und dieses kann El Capitan ohne aktuelle UDF Treiber Version 2.2.0 nicht lesen.
Kleiner Wermutstropfen – vom U1 wird mit 0.3 facher Echtzeit importiert. Vorher war das 2- 2.5 fache Echtzeit.

Soviel Zeit hat niemand - FCK
Soviel Zeit hat niemand – FCK

So ist das noch nix.
Und noch etwas – die PDW 700 kann immer noch nicht als Zuspieler über Firewire benutzt werden.
Das ist sehr, sehr ärgerlich und unprofessionell.
Shame on you AppleSony.

UPDATE (30.11.15)! Neue XDCam U1/U2 Drive Treiber
Zumindest auf der japanischen Sony Seite sind neue Treiber für die U1/U2 Laufwerke aufgetaucht. Ein Sprung von 5.02 auf 5.04.
Jetzt läuft beim Import vom U1/U2 wieder alles in akzeptabler Geschwindigkeit.
Aktuelle Importgeschwindigkeit 2,1-2,7 fach, so muss es sein.
Hier geht es zum Download: Treiber Version 5.04 für PDW-U1/U2 Laufwerke.

UPDATE (09.2016) FAM Driver für die PDW700/800 Version 2.3.5
Jan hat es gepostet, es gibt auf der Sony Seite den FAM Treiber 2.3.5 für OSX 10.11, damit wieder alles funzt.
Hier ist der Link.
Achtung! Diesen Treiber nicht für OSX 10.8 und frühere Systeme installieren.

Die FAM Treiber sind am 20.04.16 erstmals erschienen, sechs Monate nach dem Release von OSX 10.11 – das zeigt, welche Bedeutung die Disc für die Zukunft noch bei Sony hat. Keine.

Alles so schön neu – und garantiert nicht käuflich.

Wo soll ich anfangen?
Früher?
Weil da ja alles besser war.
4:3 Bild. Matschige SD Auflösung mit 720×576 Pixeln, aber gut genug für die Röhre in den deutschen Wohnzimmern.
Das haben wir zum Glück hinter uns.

Was aber wirklich besser war, als Produktionsfirmen konnte man sich auf die Broadcasthersteller verlassen.
Auf der NAB wurde eine neue Kamera, ein Scheinwerferset, Audiozubehör präsentiert – ein Release Datum genannt und dann gab es das zu kaufen.
Meist für horrendes Geld.
Aber es war da.

Jetzt ist alles billiger, seit die IT den Broadcastmarkt aufmischt.
Die Kunst ist heute ran zu kommen an die supertollen Produkte die auf Messen wie der NAB, CES oder IBC in Glaskästen präsentiert werden.

Nehmen wir Blackmagic, ich mag die Australier. Sie haben sicher Impulse in den Markt gebracht, mit ihrer BMPC oder der BMPPC.

URSA mini - nicht käuflich
URSA mini – nicht käuflich

Und im Frühjahr auf der NBC in Las Vegas einen echten Knaller gelandet, mit der Vorstellung der URSA mini. Eine kompakte 4.6K Kamera die die Vorteile der BMPC und URSA ideal zu verbinden schien. Ende Juni 2015 würde die URSA mini ausgeliefert werden, so Blackmagic.
Bis heute (November 2015) hat ist noch keine mini an die Kunden verschickt worden.
Man kann sie natürlich bestellen und, was RED damals erfolgreich vorgemacht hat, eine Anzahlung leisten. Wer jetzt schon 500 € überweist, der kommt in die EarlyDelivery Liste. Für eine Kamera, die theoretisch superspitzenklassetoll ist, aber noch kein echter Kameramann in Händen hatte.
Derweil wird der Auslieferungstermin regelmässig um 6 Wochen nach hinten verlegt.

Diese Terminproblematik nutz Sony.
Die Japaner brachten zu NAB die FS5 auf den Markt, oder besser in die Fachmagazine.
Seitdem verstopft ein Newsletter nach dem anderen mein Postfach. Alle Broadcasthändler preisen die FS5.
Kaufen Kaufen Kaufen.
Im Handel wirklich angekommen ist sie natürlich noch nicht.

Sony FS5 - nicht käuflich
Sony FS5 – nicht käuflich

Bei der FS7 hat es Sony vorgemacht – grosse Worte, dann Pause, dann in homöopathischen Dosen ausliefern.
Es nervt nur noch. Dabei ist doch der Habenwill Effekt da. Aber je länger die Auslieferung dauert, desto mehr Zeit haben Canon, Panasonic, Sony, BM und Co schon wieder ein neues Modell zu präsentieren.
Eines wo man sagt “Wow das isses”

OSMO – das isses zum Beispiel.
Nettes Spielzeug das man schnell und unkompliziert einsetzen und mit geringem Aufwand einen Aha Effekt erreichen kann.
Heute kam der Newsletter eines grossen Broadcasthändlers rein – “OSMO blablablablub … kaufen”
In 2 Wochen läuft bei uns ein Projekt an, wo sich der OSMO für ein paar Sachen gut machen würde.
Also angeklickt mit dem absoluten Willen zum Spontankauf.

OSMO - nicht käuflich
OSMO – nicht käuflich

Natürlich ist das vor einigen Wochen mit grossem TamTam vorgestellte Gimmick NICHT lieferbar.
Wann? Keine Ahnung. Allein der chinesische Hersteller DJI weiss es vielleicht.
Auch die anderen Händler haben keinen OSMO auf Lager.
Die Marketingmaschinen laufen einfach losgelöst von der Realität, getrieben von der Panik, das Feld einem Mitbewerber zu überlassen.
Der potentielle Kunde steht daneben und schaut zu – und wendet sich ab.

20 Jahre mobiler Schnitt. Vom Kofferschlepper zum “Nerd”.

Ohne den Schnitt ist ein Film seltenst ein sehenswertes Ereignis.
Der Lola Gewinner Viktoria mag da aktuell eine andere Richtung aufzeichnen und in Einzelfällen passt das auch ohne, aber gerade im News Bereich muss ja der Drehtag auf 90 Sekunden Beitrag zusammengestampft werden.
In den Zeiten des 4:3 BetacamSP Kassettenfernsehens war das dann doch sehr aufwändig. Ganze Firmen lebten von der Vermietung von Schnittmobilen.

Das Zeitalter der Schmittmobile beginnt

Das waren Fiat Ducatos oder Mercedes Sprinter die im inneren einen kompletten TV Schnittplatz, bestehend aus Bild/Tonmischer, Monitoren, Zuspielern und Recordern beherbergten. Das waren keine kleinen Geräte und ebenso schwer wie teuer.
Nicht selten war Broadcastequipment für eine halbe Million DM (Deutsche Mark) im Auto verbaut.
Die mobilen Schnittplätze wurden dann mit Cutter/Fahrer an TV Sender/Produktionen vermietet und brausten von Newsevent zu Newsevent um vor Ort den Beitrag zu schneiden. Taxler, Assistenten oder der Redakteur selbst eilten dann mit dem Mastertape zum Sender oder nächsten Überspielpunkt – meist ein lokaler TV Sender.
Später kamen die Satellitenwagen dazu, die SNG, dann konnte der Beitrag sofort via Satellit zum Sender gestrahlt werden. Letzteres ist auch heute noch gang und gäbe, auch wenn Dienste wie z.B. FTP und Mobilfunkupload immer häufiger werden.

2 Maschinenschnittplatz - Klassischer Newsschnitt im Hotel vor Ort. Irgendwo 1995
2 Maschinenschnittplatz – Klassischer Newsschnitt. Irgendwo im Hotel, 1995

Noch besser war es natürlich einen eigenen Schnittplatz mit dabei zu haben.
Verpackt in Flightcases und damit an jedem Ort der Welt in kürzester Zeit einsatzbereit.
Man brauchte vor Ort nur 220 Volt und eine trockene Aufbaumöglichkeit und Platz.
Für damalige Verhältnisse war die Anlage extrem kompakt und für nur 100.000 DM zu haben.
Neben dem Schnitt musste der Cutter auch technisches Verständnis mitbringen. Die Anlage wurde jedes mal neu verkabelt und nicht alles lief gleich nach dem Aufbau reibungslos. Ein wenig Verständnis für die Signalwege war da hilfreich. Ich selbst war damals mit den unhandlichen Kisten in ganz Europa unterwegs.
Es gab nur Hartschnitt, Blenden waren da nicht machbar bei nur einem Zuspieler und ein Videomischer fehlte ohnehin.
Zwei Tonspuren mussten reichen. War Musik im Spiel, dann wurde Atmo auf Kanal1, Musik auf Kanal2 am Master angelegt. Dann beides auf Kanal 2 einer weiteren Kassette gemischt und auf Kanal 2 des Masters zurückkopiert.
Der Sprechertext kam dann auf Kanal 1. Klar oder?

ich
Die wichtigsten Komponenten. Dank der Größe konnte man bei der Abreise kaum etwas vergessen.

Auf Dauer konnte das mit den Sprintern mit Schnittplatz innendrinnen oder den Flightcases im Doppelzentnerbereich nicht weitergehen.
Immer mehr Sender, immer mehr News, immer schneller. Kurze Wege – oder am Besten auf der Fahrt zum Sender schneiden, akkubetrieben.
Parallel kamen neue digitale Aufnahmeformate auf den Markt: Sonys BetacamSX (MPEG.IMX Aufzeichnung) & DVCam (DV) und Panasonics DVCPro (ähnlich DV) schickten sich an BetaSP zu beerben.

Quasistandard BetaSP und die Möchtegernnachfolger BetaSX und DVCPro
Quasistandard BetaSP und die Möchtegernnachfolger BetaSX und DVCPro

Das war so um 1997 herum.

Der Schnitt wird wirklich mobil

Sony und Panasonic lieferten sich einen heftigen Kampf. Jeder wollte der offizielle Nachfolger des Quasistandards BetacamSP werden. Und so wurden dann auch technische Entwicklungen schnell vorangetrieben.

Der Beginn einer Revolution DNW-220 Schnittplatz
Der Beginn einer Revolution:
Sony DNW-220 Schnittplatz für BetaSX und SP.

Die ersten kompakten Schnitteinheiten tauchten auf.
Der AJ-LT85 von Panasonic für das neue DVCPro Bandformat und der DNW-220 von Sony für BetacamSX. Letzterer hatte den riesen Vorteil, dass BetacamSP Bänder ebenfalls abgespielt werden konnten, da SX und SP Kassetten baugleich waren. Man darf nicht vergessen, fast alle EB Teams drehten noch lange auf Sony BetacamSP Kameras der Typen BVW300 und BVW400.
33.000 US Dollar mussten seinerzeit für den Sony DNW auf den Tisch gelegt werden. Natürlich plus Steuern. Dennoch taten dies sehr viele Firmen und Freiberufler und im Vergleich zu einem Schnittmobil war es geschenkt.
Sony brachte dann noch eine DVCam Variante. Auch der Panasonic AJ-LT verkaufte sich gut. Bald war klar, dass der TV Markt sich in verschiedene Formate aufteilen würde.
Das BetacamSP Quasi-Monopol von Sony war mit Beginn der Jahrtausendwende Geschichte.

DVCPro50 Dreh
DVCPro50 Recorder am Sony Kamerakopf. Da haben beide was verdient.

Sony offerierte DigitalBetacam, BetacamSX und DVCam.

Panasonics Kunden wie das ZDF oder der MDR drehten auf DVCPro und später dem verbesserten DVCPro50.

Alle Formate hatten eines gemein: Sie zeichneten den Film als digitale Daten auf Band auf, die analoge Signalaufzeichnung war tot.

Aber noch immer wurde linear geschnitten, also eine Videosequenz an die andere kopiert. Teile des Filmes “nach hinten Verschieben”, weil man nachträglich eine Filmsequenz einfügen wollte, das ging nur über Bandkopien. Und das kostete Qualität – schon beim dritten Umkopieren erkannte das Auge den Unterschied, da das gro der Schnittplätze analog verkabelt war.
Also vorher denken, dann schneiden war angesagt.
Das sollte sich ändern.

Der AVID betritt die Bühne.
Ein digitales Schnittsystem zunächst nur auf Macintosh Basis, zum Preis eines Luxuswagens mit allen Extras. Der Wagen, nicht der AVID. Unser erster AVID Express Elite hatte VIER Videospuren, lief auf MacOS 7.x und residierte in einem Apple Power Macintosh 9600 mit atemberaubenden 350 MHz CPU Takt. Inklusive Signalwandlerkarten und I/O Karten um die MAZen seriell anzusteuern. Dazu gabe es ein RAID mit 8 GByte Festplattenkapazität.
Die Linearität war überwunden.
Im Computer konnten Clips beliebig hin und hergeschoben werden. Klingt heute banal, sorgte aber damals für feuchte Augen.
Ähnlich war wohl der Umstieg für Büroleute von der Schreibmaschine zur Word Textverarbeitung.
Der AVID Elite kostete damals lässige 95.000 DM netto ohne MAZen und Monitore und war natürlich für den mobilen Schnitt vollkommen ungeeignet.
Erst später tauchten erste Schnittmobile mit AVID auf – zu spät, denn dann …

… kam Steve Jobs zu Apple zurück.
Der brachte nicht nur den iMac, sondern verabschidete sich mit der Knutschkugel von allen bekannten Schnittstellen wie SCSI, Parallel- oder SerialPorts.
USB hielt Einzug und später noch ein superschneller Wunderanschluss für Videogeräte: FIREWIRE (eigentlich von Sony entwickelt). Awesome.

Die DVCam MAZen von Sony brachten Firewire mit
Die DVCam MAZen von Sony brachten Firewire mit

Mit Firewire konnten neuere professionelle Videorecorder (MAZen) angesteuert und die Daten, denn nichts anderes waren ja die Filme, auf den Mac heruntergeladen werden. Alles über ein einziges Kabel! Nochmals awesome.
Alles was es neben dem Mac noch brauchte war das Schnittprogramm. Das hatte Apple praktischerweise von Macromedia abgekauft: Final Cut Pro.
Das schlug so ein, dass sich Adobe mit seinem Schnittprogramm Premiere damals vom Mac Markt verabschiedete.
Jetzt spielen sie ja wieder mit, und das sehr erfolgreich mit ihrer Creativ Cloud.

Endlich digital, aber das Rohmaterial ist noch auf Band
Endlich digital, aber das Rohmaterial ist noch auf Band. FinalCutPro Schnitt während der Fahrt.

Etwa 1000 Mark kostet Final Cut Pro seinerzeit. Ein Schnäppchen. Aber viele AVID Cutter wurden nicht müde das Programm zu verdammen.
Für mich war die Combo Firewire kompatible MAZ, Apple Powerbook G4 und Final Cut einfach nur klasse.
Super kompakt, sofort aufgebaut, akkubetrieben, voll digital – Grenzen setzte nur das eigene Wissen.
Der digitale Schnitt wurde endlich mobil. Dazu Soundbearbeitung, Photoshop und viele andere Tools.
Ständig wurde die Software weiterentwickelt.

Dann kam doch noch mal das Flightcase, für den iMac. Der hatte mehr Power und Bildschirmfläche. Dieses Bild wurde in einem Hotelzimmer in Mexiko aufgenommen.
Dann kam doch noch mal das Flightcase, für den iMac. Der hatte mehr Power und Bildschirmfläche. Dieses Bild wurde in einem Hotelzimmer in Mexiko aufgenommen.

Aber es dauerte dann doch noch eine ganze Weile, bis die Bänder endlich ausgedient hatten.

Erst musste High Definition, kurz HD kommen.
Zunächst als HDCam von Sony und DVCProHD von Panasonic. Beide nutzten abermals das Band als Speichermedium.
Dann aber preschte Panasonic mit dem P2 System vor.
Ein selbst entwickelter Flashspeicher anstelle des Bandes für eine neue Generation von SD und HD Kameras der P2 Serie.
Klasse gedacht, aber zu teuer. Die ersten hatten 2 GigaByte, kosteten knapp vierstellig und brachten 4 Minuten Video unter.
Aber das Interesse der Branche an einem digitalen Medium war geweckt und jetzt gelang Sony der Coup um 2009.

Professional Disc und P2 Karte
Professional Disc und P2 Karte

Der zunächst mit mäßigem Erfolg mit SD Kameras eingeführten Professional Disc gelang es, auch dank der ebenfalls neuen HD Kamera PDW700 (inkl. Firewire, damit als Zuspieler nutzbar), das Band abzulösen.
Die Professional Disc ist eine Bluray im Caddy für 40 Minuten HD Film zu 20 Euro. Dazu lieferte Sony ein USB Lesegerät für den PC und Mac Schnittplatz.
2011 brachte Apple dann auch endlich seine neue Version von Final Cut X auf den Markt und erntete einen der grössten Shitstorms in seiner Geschichte.
Das Programm war komplett neu gestaltet und programmiert.
Die gesamte Bedienphilosophie wurde umgestaltet und Bandmaschinen, also MAZen, zur Ein- und Ausgabe wurden nicht mehr unterstützt.
Alle die da Aufschrien, und es ware nicht wenige, hatten nicht verstanden wohin die Reise geht.

Nahe an der Perfektion. MacBookPro, FinalCut X und ein XDCamHD USB Drive.
Nahe an der Perfektion. MacBookPro, FinalCut X und ein XDCamHD USB Drive für die Professional Disc.

Was folgten waren Kameras mit SxS, SD, SSD, CFast und was weiss ich Aufzeichnungsmedien. Keiner brauchte mehr eine MAZ, Kassetten wurden Kistenweise bei ebay verhöckert.
Heute reicht eine Software, ein Laptop mit dem jeweiligen Lesegerät und einer externen Festplatte – fertig ist der Schnittplatz, dank Internet auch gleich PlayOut Station.

In der Hotellobby, bei einem Glas Wasser, so passt es.
In der Hotellobby, bei einem Glas Wasser, so passt es. Dank flottem WLAN im Hotel geht der Beitrag dann auch gleich per FTP zum Sender.

Die Technik ist nur das Hilfsmittel. Schön, dass sie so kompakt, erschwinglich und leistungsfähig geworden ist.
Den Rest erledigt der Cutter, aber der machte schon immer den Unterschied.

Sony hat zugehört – PXW FS7

Hands on nennt man das, wenn Broadcast Firmen neue Spielzeuge zum ersten Anfassen jenseits der Messen präsentieren.
Bei videocation in München gab es so ein “Hands on”. Betatscht werden durfte die brandneue Sony FS7. Offiziell erst am 12. September auf der IBC präsentiert machte sich fast schon eine fiebrige Begeisterung in der Szene breit.

4K – Super 35 EXMOR CMOS Sensor, baugleich mit der Sony F5. Einsatzbereit out of the Box – ohne grosses aufriggen und damit teures Zubehör. Ein Sucher ist dabei und der ist so angebracht, dass man ihn verwenden kann. Verstellbar und scharf. Dazu ein multifunktionaler Handgriff damit das Ding sitzt, bei knapp 2,5 Kg Bodyweight.
Und als Codecs XCDamHD und XAVC letzteres mit 12 Bit. 4:2:2 sowieso.
Feste Zeitlupe mit 180 Bildern pro Sekunde und einer maximalen Auflösung von 4K bei 60fps. Natürlich Vollbilder, mit 4K ist das Halbbild in die Tonne gekippt worden.
Hurra!!
Gespeichert wird auf XQD Speicherkarten – 64 GByte kosten aktuell 200 €.
Das reicht für elf Minuten 4K in bester XAVC Qualität mit 60 fps.
Die Cam hat 2 Slots und es kann parallel auf beide aufgezeichnet werden. Somit wird beim Dreh schon ein Backup mitgeschrieben.

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Sony PXW FS7 mit Bedienknubbel am (leider nur mit Werkzeug) verlängerbaren Arm

Zeit sich das Ding anzusehen. Lieber in Equipment investiert, als dass das Geld in der Hauptstadt versickert.

Von Beginn an stellte sich diese “Muss ich haben” Gefühl ein. Die Kamera macht einen guten Eindruck, ist herrlich kompakt ohne zu klein zu sein und der Bedienknubbel an der Stange ist klasse.
Er besitzt neben Record und Zoom noch zahlreiche Assign Tasten und ein Scrollrad, damit lässt sich zumindest bei der aktuellen Firmware die Blende bei Photooptiken einstellen.

Der Preis ist aus meiner Sicht ein Kampfpreis, die theoretischen technischen Daten überzeugen – aktuell steht sie mit Sucher, Griff Fernsteuerung (Bedienknubbel) und Body mit 6800 € netto bei den Broadcast Dealern.
Die FS7 kann im Custom (EB, Rec709) und im CINEMA Mode betrieben werden.
LUTs lassen sich in die Cam importieren und deren “Wirkung” über das Sucher/Monitorbild ausspiegeln.

Als ich die Kamera dann auf die Schulter genommen habe wurde aus dem “Must have” ein “Must wait”

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Die Konstruktion Sucher/Mic Halter war vor Ort nicht stabil zu bekommen, immer wieder verstellte sich die Sucherlage, oder der Sucher kippte weg. Da half auch ein Leatherman nicht. Hier muss Sony dringend was solideres nachschieben, sonst hilft nur Gaffertape. Die Halterung sieht gut aus – ist aber aktuell noch glumpig.
Der ausziehbare Griff ist an sich wunderbar. Er lässt sich aber nur mit einem Werkzeug in der Länge verstellen, es gibt keine Quicklock/unlock Möglichkeit. Ausserdem ist der Griff für Leute wie mich (1.85m) zu kurz. Das ging vor Ort nicht nur mir so. Ist halt von Japanern entwickelt und die sind fragiler.
20-25cm mehr Spiel sollte drin sein. Sony verweist auf den Zubehörhandel…..

Was mich auch noch störte war das Plastikgefühl, das das FS7 Vorserienmodell noch ausstrahlte. Gilt übrigens extrem für die optionale Sony Zoomoptik.
Aber mein Gott, die kostet nur 2400 € – da muss man Abstriche machen. Sie ist kein Handschmeichler. Die Optik lässt sich aber gut bedienen und hat nette Features.

Elektrisches 35-mm-Vollformat-Objektiv mit E-Mount (28-135 mm F4,0 OSS)
Elektrisches 35-mm-Vollformat-Objektiv mit E-Mount (28-135 mm F4,0 OSS)

Vermisst habe ich an der FS7 einen Stromausgang, z.B. D-Tap wie an der PDW700, einfach für das LEDZilla o.ä.
Ausserdem kann die FS7 nur 2 Tonquellen aufzeichnen, entweder über XLR (2x) oder den Hotshoe am Griff mit Sony Funkempfängern. Das ist schade, da sich ja min. 3 Quellen anschliessen lassen und XDCamHD ja 8 Spuren unterstützt. Wieviele Spuren XAVC packt weiss ich nicht. Das mit dem Ton ist schon etwas ärgerlich. Auch wäre ein 3ter XLR Anschluss sicher nicht verkehrt gewesen.
Zudem hat die Kamera noch ein internes Micro im Gehäuse versteckt, aber nutzt man dieses, dann ist ebenfalls ein Audiokanal weniger verfügbar.
Die Audiopegel sind von aussen nicht sichtbar, was die EBler wohl etwas vermissen werden.

Aber es wurde immer wieder betont: Vorserienmodell, Firmware 0.0.1.
Betont wurde auch immer, dass die FS7 beim Chip auf den der F5 zurückgreift.
Für die F5 wird es eng werden, die FS7 ist deutlich preiswerter und für Dokumentarfilmer oder EBler viel besser handlebar. Dort wird sich auch der Markt erst einmal finden.

Wer statt XDCamHD oder 4K XAVC lieber in Apple ProRes aufzeichnen will, der benötigt das XDCA FS7 Erweiterungsmodul.
Das bringt dazu eine Timecode Buchse, Stromaus/eingang, Genlock und einen RAW Ausgang mit. Ausserdem kann ein VMount Akku angeschlossen werden. Bei 19 Watt Leistungsaufnahme dreht man mit einem fetten VMount Akku fast einen ganzen Tag.
Kosten ca. 1800 € netto. Die Montage an der FS7 überzeugt.

Grundsätzlich ist die FS7 die Kamera,  auf die nicht wenige seit Jahren warten.
Das Interesse an der Kamera vor Ort war auch riesig.
Sony hat endlich einmal zugehört. Mussten sie wohl auch mit der Canon C300 (9000€), Blackmagic URSA (5000€), AJA CION (8500€) und Arri Amira (ab 22.000€) sind starke Konkurrenten auf dem Markt. Aber keine der Mühlen ist so Out of the box bedienbar.

Vor Beginn 2015 ist das ganze Paket aus Optik, Cam & V-Mount/ProRes/RAW Modul nicht zu haben, also keine Eile.

Schau mer mal – die FS7-R wird sicher auch bald kommen……

Stimmung stimmt

Wann wird beim Dreh ja immer gerne von den Protagonisten gefragt, was denn ein aufregender Dreh war, oder was man denn gerne macht?
Die meisten hoffen auf Promigeschichten, die bei uns aber schon länger zurückliegen. Privat TV ist nicht mehr unser Kerngeschäft und daher können wir höchstens mit Prominenten aus Politik oder Wirtschaft aufwarten, aber was sind die schon gegen eine Klum oder Kardashian.

Ein Dreh ist eigentlich immer dann gut, wenn die Stimmung über den Tag passt.
Sind Leute und Thema interessant, dann kommt Freude auf.

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Die Stimmung macht den Drehtag

Ich persönlich liebe die permanente Abwechslung die unser Job mitbringt.

Wie sang Wader?
“Heute hier morgen dort
bin kaum da muss ich fort

hab’ mich niemals deswegen beklagt. 
Hab es selbst so gewählt, 
nie die Jahre gezählt, 
nie nach gestern und morgen gefragt. “
– das beschreibt die Situation sehr gut.

Wir fahren dort hin wo die Bilder sind und wissen selten genau was uns erwartet.
Und kaum ist alles im Kasten geht es weiter…..

Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen.

Headhunter

Was ist Arbeitszeit?
Für unsere Branche ist es klar die Zeit, die wir vor Ort sind.
Und Drehschluss ist, wenn mit dem Dreh Schluß ist.
Also wenn alles auf Chip gespeichert und der Abbau beginnen kann.
Das ist natürlich auch Arbeitszeit.

An manchen Tagen enthält die Arbeitszeit nur einen geringen Anteil Drehzeit. Da wird einwenig aufgebaut und ansonsten gewartet. So auch diesmal.
Neun Interviews insgesamt bei netto 25 Minuten Drehzeit. Denn es gab nur einen kleinen Zeitslot – den hatten wir zu nutzen.

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Headhunter Rodolfo an der FS100 mit Cineroid, Shape, ND4 und 35mm Prime und dem Fuchsschwanz der DoPs, dem Kompendium.

Aber dank Akku und FV4000 ist das Licht extrem variabel und die Sony FS100 mit 35 und 85mm Primes tut ihr übriges dazu um schnell Talking Heads im aktuell beliebten Cine/DSLR Look einzufangen.
Es ist immer wieder eine Freude.

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