Kleinkram macht auch ordentlich Bild

Was man selbst in den Jahren zulegt, das nimmt das Equipment ab. Die Bilder werden hochauflösender, die Chips grösser, aber die umbauende Hardware immer schlanker.
Man hat das Gefühl, dass Stecker und Akkus noch am ehesten die Baugröße bestimmen.

Bei der Alpha 6500 wandern die “riesigen” XLR Buchsen in externe, aufsteckbare Hardware. Ansonsten nehmen der Chip und der Akku den meisten Platz im Gehäuse weg. Kleiner geht kaum. Dennoch zeichnet die 6500er in 4K auf SD Card auf und kann dank E-Mount mit unterschiedlichsten Optiken bestückt werden.
Manchmal wird über den Stromverbrauch geheult – Patona oder Ansmann Ersatzakkus kosten wirklich nicht viel. Ich habe sieben Stück und hatte noch nie Not am Mann.

Auch klein und fein – der DJI OSMO.

Die kleine Gimbal 4k-Cam von DJI fällt kaum auf und ermöglicht ungewöhnliche Perspektiven.
Der Akku hält ausreichend lange – zum Problem wird eher, das als Steuerung genutzte iPhone SE.
Denn der iPhone Akku knickt eher ein.
Zumal beim OSMO ein Wechselakku nicht die Welt kostet. Mit drei Akkus kommt man locker über den Tag.

Mit beiden Kameras kann man Bilder machen, wenn eine grosse PDW oder URSA einfach zu sehr auffallen würden.
Natürlich kommt ein OSMO von der Bildqualität an eine URSA mini auf Ronin nicht heran, aber bei Sonnenschein klappt es ganz gut und alles ist besser als kein Bild zu bekommen.

Nachdem bei der 6500er auch zwei Firmware Updates nachgereicht wurden, hat sich die Bildstabilität bei der 4K Aufnahme ohne Stativ deutlich verbessert.
Die unschönen Verfranzungen (sieht man bei der Libellenskulptur im Film) kommen fast nicht mehr vor – man muss natürlich auch ein Gefühl für die Cam entwickeln.

Ich habe einen YouTube Clip online gestellt, mit Aufnahmen der 6500er und des OSMOs. Die 6500er noch mit der Firmware 1.02, aktuell ist die 1.04 und auch unbedingt für 4K zu empfehlen. An dem Material ist nicht verändert – right out of the cameras.

Alles so schön neu – und garantiert nicht käuflich.

Wo soll ich anfangen?
Früher?
Weil da ja alles besser war.
4:3 Bild. Matschige SD Auflösung mit 720×576 Pixeln, aber gut genug für die Röhre in den deutschen Wohnzimmern.
Das haben wir zum Glück hinter uns.

Was aber wirklich besser war, als Produktionsfirmen konnte man sich auf die Broadcasthersteller verlassen.
Auf der NAB wurde eine neue Kamera, ein Scheinwerferset, Audiozubehör präsentiert – ein Release Datum genannt und dann gab es das zu kaufen.
Meist für horrendes Geld.
Aber es war da.

Jetzt ist alles billiger, seit die IT den Broadcastmarkt aufmischt.
Die Kunst ist heute ran zu kommen an die supertollen Produkte die auf Messen wie der NAB, CES oder IBC in Glaskästen präsentiert werden.

Nehmen wir Blackmagic, ich mag die Australier. Sie haben sicher Impulse in den Markt gebracht, mit ihrer BMPC oder der BMPPC.

URSA mini - nicht käuflich
URSA mini – nicht käuflich

Und im Frühjahr auf der NBC in Las Vegas einen echten Knaller gelandet, mit der Vorstellung der URSA mini. Eine kompakte 4.6K Kamera die die Vorteile der BMPC und URSA ideal zu verbinden schien. Ende Juni 2015 würde die URSA mini ausgeliefert werden, so Blackmagic.
Bis heute (November 2015) hat ist noch keine mini an die Kunden verschickt worden.
Man kann sie natürlich bestellen und, was RED damals erfolgreich vorgemacht hat, eine Anzahlung leisten. Wer jetzt schon 500 € überweist, der kommt in die EarlyDelivery Liste. Für eine Kamera, die theoretisch superspitzenklassetoll ist, aber noch kein echter Kameramann in Händen hatte.
Derweil wird der Auslieferungstermin regelmässig um 6 Wochen nach hinten verlegt.

Diese Terminproblematik nutz Sony.
Die Japaner brachten zu NAB die FS5 auf den Markt, oder besser in die Fachmagazine.
Seitdem verstopft ein Newsletter nach dem anderen mein Postfach. Alle Broadcasthändler preisen die FS5.
Kaufen Kaufen Kaufen.
Im Handel wirklich angekommen ist sie natürlich noch nicht.

Sony FS5 - nicht käuflich
Sony FS5 – nicht käuflich

Bei der FS7 hat es Sony vorgemacht – grosse Worte, dann Pause, dann in homöopathischen Dosen ausliefern.
Es nervt nur noch. Dabei ist doch der Habenwill Effekt da. Aber je länger die Auslieferung dauert, desto mehr Zeit haben Canon, Panasonic, Sony, BM und Co schon wieder ein neues Modell zu präsentieren.
Eines wo man sagt “Wow das isses”

OSMO – das isses zum Beispiel.
Nettes Spielzeug das man schnell und unkompliziert einsetzen und mit geringem Aufwand einen Aha Effekt erreichen kann.
Heute kam der Newsletter eines grossen Broadcasthändlers rein – “OSMO blablablablub … kaufen”
In 2 Wochen läuft bei uns ein Projekt an, wo sich der OSMO für ein paar Sachen gut machen würde.
Also angeklickt mit dem absoluten Willen zum Spontankauf.

OSMO - nicht käuflich
OSMO – nicht käuflich

Natürlich ist das vor einigen Wochen mit grossem TamTam vorgestellte Gimmick NICHT lieferbar.
Wann? Keine Ahnung. Allein der chinesische Hersteller DJI weiss es vielleicht.
Auch die anderen Händler haben keinen OSMO auf Lager.
Die Marketingmaschinen laufen einfach losgelöst von der Realität, getrieben von der Panik, das Feld einem Mitbewerber zu überlassen.
Der potentielle Kunde steht daneben und schaut zu – und wendet sich ab.

Upgrade durchgeführt – Phantom 3 ready for take off

“Upgrade durchgeführt” – Starcraft Spieler kennen den Satz.
Auch wir haben ein Upgrade durchgeführt. DJI Phantom 2 zu Phantom 3 Professional.
Der neue ist ein wenig schwerer, kommt in güldenem Gewand und verfügt über eine deutlich angenehmere Fernbedienung.

DJI Phantom 3 Professional mit 4K Kamera

DJI Phantom 3 Professional mit 4K Kamera.

Der P3Pro liegt stabiler in der Luft als der P2Vplus und die Kamera lässt sich nun komplett über die Fernbedienung steuern. Die hat aber nur noch einen fest eingebauten Akku – also vor dem Flug alles schön laden. Dabei ist der Akkuverbrauch des Multikopters etwas höher als beim Vorgänger.
Nutzt man das iPhone (hier 6er) als Kontrollmonitor, dann erstaunt der hohe Batterieverbrauch der DJI GO App. Nach ca. 40 Minuten Flugzeit ist die Ladung im Appleteil gewöhnlich auf jämmerliche 20% abgesackt.

Aber der P3 ist ein deutlicher Sprung nach vorne, wobei der P2 Vision + schon sehr gut war.
Die P3 4K Cam ist weniger fischäugig und die Parameter wie Blende, ISO, WB lassen sich sauber einstellen.
Optional gibt es ein HDMI Out Modul für 120€ für die Fernbedienung – damit lässt sich das reine Bildsignal auf einen HDMI Monitor oder anderes Gerät ausgeben. Ansonsten ist ein iPad mini ab Version 2 das ideale Kontrollgerät für den Copter.

Es ist schon ein sehr schönes Spielzeug 😉
Und Arbeit muss ja Spass machen.

Dunkeldeutschland

so nannte man die Strecke von der Grenze BRD/DDR bis nach Berlin.
Bewältigte man die Route bei Nacht, so war über hunderte Autobahnkilometer rechts und links der lieblosen Betonstrecke kein Licht zu sehen.
Kein Blick war einem vergönnt auf die Errungenschaften des Sozialismus.
Man fuhr durch scheinbar unbewohntes Gebiet.
Erst sehr kurz vor Berlin kroch das künstliche Licht wieder aus Birnen hervor und vermittelte den Anschein von Zivilisation.

Heute finden sich an der Strecke nach Berlin Autobahnraststätten mit den Kathedralen der Moderne, den weit leuchtenden Tankstellen. Die Leuchtreklame von Möbelhäusern, Hotels und Fastfoodbuden begleitet den Reisenden.

Aber Dunkeldeutschland gibt es immer noch.

dunkeldeutsch
Licht – es werde Licht.

In West wie in Ost.
Es hat sich jetzt in den Hotels versteckt. Dort sind Deckenleuchten verpönt und zahlreiche Wand- und Tischlampen beginnen zu glimmen, kaum drückt man den Lichtschalter.
Dann beginnen die verbauten Energiesparlampen scheinbar das Restlicht aus dem Raum zu saugen, bevor sie nach einer gefühlten Ewigkeit ein dumpfes und wenig erhellendes Raumlicht schaffen.
Hell war früher. Mit Deckenleuchte und Glühbirne.

Impressionen
Bier am Abend beim Russen und Banane im Hotel als Must have in Gera

Bei unserer aktuellen Hoteltour in Magdeburg, Leipzig, Gera und Eisenach schafften es drei Häuser nicht dem Begriff Zimmerbeleuchtung gerecht zu werden. Darunter auch grosse Häuser wie die Ramada Darkrooms.

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Fahrn Fahrn Fahrn auf der Autobahn

Der Vorteil für das Hotel liegt auf der Hand – man sieht Schmutz und Zustand der Möbel auch nicht so genau.

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Und wer kommt zu spät vom Galgenberg?

Nur in dieser nachtdunklen Zeit, wenn zu spät hell und zu früh dunkel wird, da wäre ein helles Zimmer was nettes.
Angeblich hat Autor Walter Moers immer eine 100 W Birne im Gepäck um der drohenden Dunkelkammer zu entgehen.

willkommen
Ist doch nett – oder? Mein Team hat es gefreut.

Ich werde wohl auch in Zukunft einen F&V LED samt Stativ mit aufs Zimmer nehmen.

Loeten
Löten gegen die Wegwerfgesellschaft. In Sachsen.

Was die Reise und den Dreh ansonsten angeht war es mehr als angenehm. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite.
Trocken.

Sachsenobstbad
Apple made in Sachsen

Tolle Leute und und sehr interessante Locations.
Auch wenn der Wind heftig blies, der DJI Phantom kam gerade noch dagegen an und die Luft war angenehm frisch. Eigentlich wie im Frühling.

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Einer drohnt drüber

Gearbeitet wurde mit der PDW700 und Standardzubehör, es musste flott gehen. Wir hatten jeweils nur wenige Stunden vor Ort.

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Wenige Meter weiter wird vermust was hier geladen wird.

Pure Drehroutine – ich mag das. Viel sehen und aufnehmen in kurzer Zeit, nicht nur mit dem Camcorder.

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Gelaufen sind wir auch – sagt das iPhone. Aber es war nicht immer dabei das Datenluder.


Einer drohnt über dem Geschehen

Es war ja nur eine Frage der Zeit.
Begonnen hat doch alles mit den DV Kameras – gute Bildqualität, preiswert und im Verhältnis zu einer BetacamSP Sony 300er irrsinnig kompakt und billig. Schnell fanden miniDV Kameras ihren Weg ins EB Equipment.
Als 2te Mühle, wenn es eng wurde, oder für besondere Einstellungen. Ich erinnere mich da vor allem an Fluggeräte – also bei der Piper oder dem Eurofighter im Cockpit, an den Kufen eines Rettungsheli.

Dann kam die GoPro und ihre Konkurrenten. Bei machdas haben wir die ContourHD GPS, winzig und einfach klasse bei Bildqualität und Funktionalität.
Unkaputtbar im Unterwassergehäuse.
Und jetzt?

DJI
Quadrocopter – first flight

Jetzt geht es in die dritte Dimension, die Höhe. Der Quadrocopter findet seinen Weg ins normale Teamequipment – ok – optional. Kostet extra, wie die Contour.
Der Quadrocopter, gerne benannt als Drohne, bietet neue Perspektiven, ist dabei aber schnell einsatzbereit und wenn man motorisch nicht komplett daneben liegt, auch gut zu bedienen.
Wir haben jetzt einen und fliegen das Teil und uns gerade ein.

Die HD Kamera hängt an einem Gimbal und wird erstaunlich gut fixiert. Eine nachträgliche Bildstabilisierung ist eigentlich nicht mehr notwendig.
Im Einsatz dröhnt die Drohne einem übrigens das Trommelfell zu. Die Rotoren sind sehr laut und erzeugen das Geräusch eines sehr sehr wütenden und sehr sehr grossen Hornissenschwarms.

Phantom im Anflug

Daher ist sie nicht so universell einsetzbar wie eine kleine Kamera.
Im Film hört man nichts davon, da die Cam keinen Ton aufzeichnet – was eh sinnlos wäre.
Grundsätzlich ist auch das Überfliegen von Menschenmassen, wie beim Public Viewing, nicht erlaubt. Der Haupteinsatz dürfte damit im Industrie / Sport / BusinessTV Bereich liegen.

Wichtig: Eine Drohne/Quadrocopter muss Haftpflichtversichert werden, sonst naht Ärger. Damit produziert das neue Gadget laufende Kosten von ca. 200€ pro Jahr im professionellen Einsatz.
Ausserdem gibt es Bundesländer, da sind Drohnen/Quadrocopterflüge ohne Genehmigung komplett verboten. Mein Gruss geht hier rein zufällig nach Hamburg.

www.machdas.de