PDW700 XDCamHD sucht neuen Wirkungskreis

Sehr gepflegte Sony PDW 700 möchte gerne weiter Filme in HD drehen und sucht daher einen neuen Wirkungskreis. Gerne auch im Ausland. Sony PDW 700 for sale.

Betriebsstunden PDW700

Die Kamera war nie im Verleih.
Im Lieferumfang ist der PDW700 Body, Sony s/w Sucher, WiFi Modul CBK-WA1 (damit kann man das Bild auf ein Smartphone raus geben), Leichtstütze inkl. 2 Rohre, Akku V-Mount Platte und original Sony Mikrofon.
VB 8.500,- € netto (14 Tage Übernahmegarantie, Rechnung mit USt kann gestellt werden)

Bei Interesse mail an mich.

Die Optik gehört NICHT zum Lieferumfang.

Copystation to GO

Wir zeichnen heute alle auf SD, P2, CFast, XQD, SSD usw… auf. Die Kartenpreise sind dabei sehr unterschiedlich. Gerade die CFast 2.0 Kartenpreise haben es in sich. 256 GByte kosten aktuell 400€.
SD Karten sind da schon preislich günstiger, da kann man auch ein Packerl unterwegs mit sich führen.
Trotzdem tut es gut auch von den SD Karten ab und an ein Backup zu machen.

Backup und Sicherung mit der Western Digital WirelessPRO

Festplattenhersteller Western Digital hat da ein kleines Kästchen auf den Markt gebracht, dass einem den Laptop am Set ersparen möchte.
Die MyPassport WirelessPRO ist eine Festplatte mit 1-4 Terrabyte Speicher und eigenem Akku mit bis zu 10 Stunden Laufzeit.
Mehr noch, die WirelessPRO verfügt über eine aktive USB 2.0 Schnittstelle und einen SD Card Reader.
Für den Anschluss an einen Rechner oder zum Laden des Akkus ist zudem noch eine USB 3.0 Schnittstelle vorhanden.
Ein Kabel dafür inklusive Netzteil gehört zum Lieferumfang.

Als wäre das nicht genug, so baut die WirelessPRO, der Name legt es nahe, im Betrieb auch noch ein eigenes WLAN auf.

Und was soll das alles?
An die USB 2.0 Schnittstelle lassen sich zum Beispiel das Smartphone oder eine Kamera anschliessen. Dann nutzen diese Geräte den 6400 mAh starken Festplattenakku als Powerbank und werden betankt.

Natürlich kann über den USB Port auch ein USB Kartenlesegerät oder der Speicher einer Kamera direkt ausgelesen werden.
Aber leider nur mit USB 2.0 Geschwindigkeit von max. 60 MB/s. Da braucht es für eine 256 GB Karte dann 75 Minuten im Idealfall.
Etwas schneller ist der interne SD Card Reader

Der SD Card Slot funktioniert denkbar einfach. Über das Webinterface kann der User festlegen ob beim Einstecken einer SD Card die Daten nur auf die WirelessPRO kopiert werden sollen, oder ob kopiert und anschliessend die SD Card gelöscht werden soll.


Kleine LEDs auf dem Gehäuse zeigen dabei den Status und die Akkulaufzeit an.

Über eine App kann der User über WLAN und das Smartphone auf die Files der MyPassport WirelessGO zugreifen. Diese sichten und zum Beispiel via Mail verschicken. Die Files können auch via WLAN per FTP freigegeben werden.
Natürlich lässt sich die PRO auch über ihre USB 3.0 Schnittstelle direkt mit dem Mac oder PC verbinden. Dann arbeitet sie wie eine ordinäre externe USB Platte.

Mit ca. 12x12x2,5 cm ist die PRO nicht viel grösser als andere externe Festplatten, wegen des Akkus aber merklich schwerer. Etwa 500 Gramm wiegt das Gerät.

Ein gutes Pfund Backup Technik die bei uns bisher problemlos seinen Dienst verrichtet.
Es ist einfach beruhigend eine Kopie zu haben.
Einziger Wermutstropfen – der langsame USB 2.0 Anschluss für Cardreader, da wäre ein aktiver USB 3.0 einfach performanter.

Downsizing. Sony alpha 6500.

 

Lange ist es her, da hatte ein Kameramann eine Kamera. Punkt.
Eine 80.000 DM DigiBeta zum Beispiel.
Ein Revolution war dann schon das Aufkommen der kleinen DV Kameras.
Ich erinnere mich an ein Interview mit Helmut Dietl – aufgezeichnet mit einer Sony VX1000.
Dietl hat sich von mir die Kamera im Detail zeigen lassen, da er nicht glauben konnte, dass so ein kleines Ding ein brauchbares Bild aufzeichnen könne. Konnte sie aber.
Aus heutiger Sicht natürlich nur SD Gematsche.
Mittlerweile hat jeder je nach Einsatzfall ActionCams, miniHD Mühlen und Multicopter mit Kamera an Bord, wenn es zum Dreh geht.
Immer seltener dagegen eine fette EB Mühle wie die PDW700.
Unsere Hauptkamera ist die:

Blackmagic URSA mini 4.6K
Wer diesen Blog verfolgt, der weiss, ich bin ein Freund der Kameras aus Downunder von Blackmagic.
Sie macht wunderschöne Bilder und liegt nahezu perfekt in der Hand oder auf der Schulter.
Die URSA mini 4.6K  (inkl. Pro) halte ich für eine hervorragende, alltagstaugliche Kamera.
Aber sie verfügt auch über eine gewisse Grösse.

Sony alpha 6500
Und so habe ich paypal bemüht und eine alpha 6500 gekauft.
Warum? Downsizing ist die Antwort. Es gibt Jobs, da sollte man nicht unnötig auffallen, oder schlichtweg schlank unterwegs sein, nicht fragen müssen. (mache ich auch gerne mit dem iPhone)
Im Flugzeughandgepäck ist die Sony alpha 6500 auch kein Problem.

Dennoch verlange ich natürlich eine sehr gute Bild- und evtl. Tonqualität.
4K/UHD Auflösung ist Pflicht und eine schnelle Bedienung nicht zu verachten. Da bleibt nicht viel übrig. Panasonic mit der GH5 und MFT ist sicher eine Alternative, aber es waren schon einige E-Mount Optiken von der FS100 im Hause.
Ausserdem ein Metabones Adapter E-Mount auf EF-Canon, damit war Sony erste Wahl.
Noch dazu, da Blackmagic nichts ähnliches im Portfolio hat. Die BM Pocket kann nur HD und der festverbaute Monitor ist sehr, sehr gewöhnungsbedürftig. Der Augensucher der alpha ist auch ein Argument.

Dagegen bin ich hier bereit, muss ich, beim Codec Abstriche machen.
Die alpha 6500 kann kein ProRES, kein RAW, kommt bei der internen SD-Card Aufzeichnung über 4:2:0 nicht hinaus und zeichnet im Sony eigenen H.264 XAVC-S Codec 4K und HD auf.
Kein Knaller für eine nachträgliche Farbkorrektur.
Sie beherrscht aber SLOG2 und 3 und bietet diverse Picture Profiles für spezielle Looks.
Mit dem optionalen XLR-K2M Adapter bekommt die kleine Fotofilmknipse zwei vollwertige Ton XLR Eingänge spendiert.
Im Lieferumfang des XLR-K2M befindet sich auch das Richtmikro ECM-XM1 mit Windschutz.
Es gibt keinen Kabelsalat, da der XLR-K2M über den intelligenten Blitzschuh der 6500er verbunden wird.
An einem dummen Blitzschuh einer NEX, Nikon oder Canon funktioniert der K2M auch nicht.

In Verbindung mit der 5-Achsen Bildstabilisierung, dem Touchscreen und dem sehr schnellen Verfolgungs-Autofokus lässt sich die kleine Mühle ganz leicht handeln. Was ich faszinierend finde, das Paket aus Kamera und SEL1855 Optik und K2M kostet weniger als der Sucher einer PDW700 und ist trotzdem, zumindest in HD, professionell voll einsetzbar.

Die alpha kann 4-fache Zeitlupe in HD, das ist aus meiner Sicht simpler Durchschnitt. Das kann jede Cam.
Ich habe hier einmal auf die schnelle ein paar Aufnahmen mit der 6500er in HD gedreht, darunter auch in Zeitlupe. Die Kreissäge steht im dunklen Keller und die Sony wurde auf ISO 3200 eingestellt. Die Zeitlupe taugt da nicht wirklich.
400 fps wären besser, das sollte eigentlich mit einem Firmware Update zu machen sein.
Das faszinierende ist wirklich der hervorragende Bildstabilisator bei ruhig gehaltener Kamera.

Den Touchscreen und die 5 Achsen Stabilisierung hat nur die 6500er – wer also ein Schnäppchen mit der Vorgängerin, der alpha 6300 machen möchte, sollte sich genau überlegen ob es das wert ist. Denn auch das Hitzeproblem der 6300er bei 4K Aufnahmen soll bei der alpha 6500 der Vergangenheit angehören.

Das Softwaremenu der 6500er ist umfangreich, sehr umfangreich, was nicht für das mitgeliefert Handbuch gilt. Da ist ein Baum umsonst gestorben.
Aber zum Glück gibt es dieses Internet.
Es lassen sich für gemeinsam gewünschte Einstellungen auch Presets festlegen.

Einwenig happig ist auch die Akkulaufzeit.
Nun ist die Kamera sehr kompakt und bietet damit wenig Raum für den Energiespeicher, daneben werkelt jede Menge Elekronik nach dem Einschalten, das fordert seinen Tribut.
Also man sollte schon eine Hosentasche voll Akkus dabei haben um den Tag zu überstehen.
Im Lieferumfang befindet sich ein Akku, aber kein externes Ladegerät, der Akku kann nur in der Kamera über USB geladen werden.

Ich habe bei ebay einige Patona Akkus (950mAh) samt Lader gekauft. Der original Sony NP-FW50 Akku (1020mAh) hält länger, kostet aber auch dreimal soviel.

Das grosse, in Grenzen bewegliche, Touchscreendisplay ist draussen nur bedingt zu gebrauchen. Hier hilft der Augensucher. Blickt man durch den Sucher, dann wird der Touchscreen abgeschaltet, nicht aber die Touchfunktion. Das heisst, man blickt durch den Sucher und kann mit dem Daumen trotzdem die Schärfe über den Touchscreen verlagern. Das Schärfeviereck, das den Bereich anzeigt, wandert im Sucherdisplay mit.

Natürlich kann die 6500er auch mit dem Smartphone verbunden werden. Das geht über Bluetooth, NFC oder WLAN. Die App PlayMemories dazu gibt es gratis für Android und iOS im jeweiligen Store. Mit der App lässt sich zum Beispiel das Bild kontrollieren (mit Verzögerung) und die Aufnahme starten und stoppen.
Das kann ganz praktisch sein, wenn man die Kamera zum Beispiel in einem Auto verbaut hat und man dann schlecht an die REC-Taste kommt.

 

Die alpha 6500 sehe ich als ideale zusätzliche (dritte) Kamera die dank ihrer Kompaktheit auch für ungewöhnliche Perspektiven gut zu gebrauchen ist. Schön auch, dass sie nicht erst fett aufgerigt werden muss um bedienbar zu werden.
Aber wer will kann die kleine Sony natürlich fett aufblasen mit Monitor (HDMI out), externem Recorder, Cage, Rods, Follow Focus usw…

NACHTRAG: vom 24. April 17
HD wow – 4K mau
Nennt es Rolling shutter, nennt es Jello Effekt, Mist ist es auf jeden Fall.
Im 4k Modus ist die 6500er nur eingeschränkt zu benutzen. Zügige horizontale Bewegungen, sogenannte Schwenks, führen zu verzogenen vertikalen Linien. Sieht doof aus und macht das Material für den professionellen Einsatz unbrauchbar.

Die Fünfachsenstabilierung kommt bei bewegter Kamera auch immer wieder ins schwimmen – das sieht dann richtig schlimm aus. Dieses Schwimmen, eher ein Wobbeln, kommt aus dem Nichts, dauert 2-3 Sekunden und dann ist wieder alles gut. Das Material ist nicht nutzbar und beim Dreh merkt man es nicht unbedingt. Im Schnitt fällt einem dann die Kinnlade runter.
Was soll das Sony, seit der 6000er gibt es dieses Rolling Shutter Problem? Und die vielbeworbene Fünfachsenstabiliserung hakt auch von Zeit zu Zeit.
Für mich ist das typisch Sony um den Abstand zur A7 oder den FS-Units zu wahren. Aber Kunden erfreut man dadurch nicht.
Also Fazit: In HD ist fast alles gut, in 4K ein klares DON’T BUY.
Als Dritt- oder Notfallkamera ist die 6500er ok, aber ansonsten Finger weg.
Schade eigentlich.

Aktualisierung 16-09-2017
Mittlerweile steht die Firmware 1.04 zum Download bereit. Wie auch bei der 1.03 geht es hier vor allem um die Verbesserung der Bildstabilisierung im 4K-Filmmodus. Soviel sei gesagt, es wird immer besser, noch nicht optimal, aber es wird.

Ihr könnt die Seite mit einer Minispende 0.50€ unterstützen.

 

URSA mini Pro – Yes they can

02. März 2017 – 21:00 Uhr.
In einer YouTube Live Übertragung präsentiert Grant Petty, CEO BM, neue schöne Dinge von Blackmagic.
Das machte er wie immer selbst, weniger eloquent wie Steve Jobs, aber ich mag CEOs die noch mit ihren eigenen Produkten umgehen können. Man merkt ihm an, dass er dahinter steht.
Unter den Neuheiten die URSA mini Pro. Eine sehr feine 4.6K Kamera.
Technisch entspricht sie der URSA mini 4.6K.
Aber ist sie run&gun optimiert. Schalter und Taster zieren das Gehäuse.
Dank der vielen externen Schalter und der ND Filter kann die UmPro auch als EB Mühle eingesetzt werden.
Die von vielen vermissten ND Filter sind auch der Hauptunterschied zur URSA mini, die, im Gegensatz zur Ur-URSA, weiterhin mit 4.6K und 4K verkauft wird.
Alles was ich über die Taster und Schalter an der Aussenseite einstellen kann geht auch bei der URSA mini im TouchScreen Menu, nur halt nicht so flott.

Schick ist auch der Wechselmount für B4, PL, CF oder Nikon Optiken.
Mit dem B4 Mount und handelsüblichen ENG Optiken wird die URSA mini Pro im Handumdrehen zur HD-EB Mühle.
Man wolle in Zukunft beide Welten, den Film- und den Videobereich bedienen, so Grant Petty.

Die URSA mini Pro erscheint auf den ersten Blick rundum gelungen und hat das Zeug zum C300/FS7 Killer.
6800$ kostet das neue Spielzeug – ohne Sucher, Optik, Akkuplatte und Schulter/Handgriffset.

Neben CFast 2.0 zeichnet die URSA mini Pro auch auf SD Karten auf – zumindest für HD sollten die reichen. Auch das ein Wink Richtung EB-Mühle. SD Karten sind günstig und können dem Redakteur mitgegeben werden.

Der Preis für die Kamera ist ok – es muss sich jetzt erst einmal zeigen, wie zuverlässig die ersten Seriengeräte sind.
Da hatte BM in der Vergangenheit ja wenig Ruhm geerntet.

Noch etwas ist besonders: Sie ist angeblich SOFORT lieferbar.

Auf der NAB werde ich mal einen genaueren Blick auf die Mühle werfen – freu mich schon.

Tokina Cinema Zoom ATX 50-135 mm EF Mount

Das Angebot an Cinema Zoom Objektiven für Kameras wie die BlackMagic URSA, FS5/7 oder die Canon C300 ist noch sehr übersichtlich.

Optiken wie die Fujinon ZK4,7×19 (PL Mount) liegen bei 32.000 € netto, von ZEISS kommt die Lightweight 21-100mm für ca 8.000€ netto im März 2017 auf den Markt, lieferbar mit PL, E- und Canon Mount.
Daher greift man natürlich gerne zu Fotoobjektiven. Klassiker dürften das Canon EF 24-105 mm oder 24-70 mm sein.
Was an den Fotooptiken am meisten nervt ist die Blende. Stufig und nur über Taster o.ä. verstellbar.
Die Tokina Cinema Zoom ATX 50-135 mm gibt es bereits für 4000 € netto.
Mit einem Anfangswert von 50mm ist das für Super 35 Sensor optimierte Tokina jetzt nicht besonders weitwinklig, da bietet ZEISS mit 21 mm mehr.
Aber bei der rund 2000 Gramm schweren ZEISS Lightweight ist dann bei 100mm Schluss. Man sollte also seinen Einsatzbereich kennen, dann fällt die Wahl ob Tokina oder ZEISS leicht.

Analog, analog, analog.
1500 Gramm und 123 mm Durchmesser und nur 155mm lang, das Tokina Cinema ATX 50-135mm CF ist eine kleine Wuchtbrumme, aber eine die von Beginn an Spass macht.
Sie ist mit 50-135mm und maximal Blende T3 komplett durchzoombar. Es gibt die Optik als PL und CF Mount Version.
Bei CF Mount empfiehlt sich eine Objektivstütze um den Kameramount zu entlasten, auch wenn sich dank der geringen Baulänge die Hebelwirkung in Grenzen hält.


Das Tokina Cinema ATX fühlt sich äusserst solide an, das Glas (insgesamt 18 Linsen) ist eingelegt in ein schönes Metallgehäuse mit hervorragend laufenden Blenden-, Schärfe- und Zoomring.

Zusammen mit der URSA mini 4.6K ergibt sich eine nicht zu schwere, gut handbare kompakte Einheit.


Der Zoombereich von 50 bis 135mm deckt schon einiges ab.

 

Die Blende kann über den gesamten Zoombereich konstant gehalten werden.
Auch die Schärfe verändert sich natürlich nicht, das macht die Cinema ATX Zoomobjektive ja aus.
Fotooptiken müssen dieses Feature wegen ihres Ureinsatzbereiches nicht bieten, sind daher immer preisgünstiger.
Und natürlich werden an der Tokina Cinema ATX Optik alle Parameter, also Blende, Schärfe und Zoom stufenlos manuell bedient.

Die Optik hat man schnell im Griff. Der blaue PIN gehört zum Lieferumfang und kann an vordefinierten Stellen am Zoomring eingeschraubt werden.
Damit lassen sich sehr smoothe Zooms realisieren, da die Ringe auch wunderbar leicht laufen. Wegen des enormen Gehäuseumfangs empfiehlt sich ein Follow Focus.
Als Schutzfilter ist ein B+W Schneider UV Filter aufgeschraubt, bei 112 mm Filtergewinde hält sich das Angebot passender Filter ohnehin in Grenzen.
Natürlich kann man auch ein Kompendium aufsetzen, aber ich habe einen Schutzfilter immer gerne auf der Optik.

Wer auf Weitwinkeligkeit verzichten kann, also lieber ins Detail geht, für den ist die Tokina Cinema ATX 50-135mm eine gute Wahl.
Sie ist damit auch eine Option für run&gun und auch für Interviews eignet sie sich wegen ihres Zoombereiches und Blende 3 hervorragend.

 

Wenns mal wieder länger dauert,

dann geht einem das irgendwann auf die Nüsse, da hilft auch kein Snickers.
Auf den Rechner wartet man einfach nicht gerne.
Booten, Programme öffnen, speichern, Dateien kopiern – das alles kostet Lebenszeit.
Der erste Gedanke “Neu kaufen – jetzt sofort!”
Das muss nicht sein – der Austausch der verbauten Festplatte durch eine SSD wirkt Wunder.
Und wenn wir sowas machen, dann sollte es auch dokumentiert werden:



Also URSA aus dem Schrank, 100mm Macro drauf und abgedreht.

So long.

URSA mini 4.6K EF – Teil 3. Drehen.

4.6K – nicht 4K, man merke auf.
Nach zwei defekten 4K URSA minis wurde auf die URSA mini 4.6K gewechselt.
Das ist einfach nur empfehlenswert, die grosse kleine URSA ist um Längen besser in der Bildqualität als die 4K Variante. Das ist zumindest mein Eindruck.
15 statt 12 Blenden Dynamikumfang und mehr Bildformate sind der augenscheinlichste Unterschied.

Wir haben jetzt mit der URSA mini 4.6K 15 Drehtage in drei Projekten hinter uns. Da lässt sich schon ein Resümee ziehen.
Gedreht wurde immer in UHD 3840×2160 Pixeln und 25 Bildern pro Sekunde. Der verwendete Codec war ProRES422, damit gehen ca. 68 Minuten feinstes Rohmaterial auf eine 256 GByte CFast 2.0 Karte.

Ein wesentlicher Bestandteil aller drei Projekte waren gesetzte Interviews.
Der Ton wurde hier über einen Mischer direkt auf die URSA mini aufgezeichnet. Für die Interviews kam fast immer das Walimex/Samyang VDSLR 85mm zum Einsatz. Bei der Produktion des B Roll Materials ein Tokina Cinema ATX 11-18mm und eine Canon EF 24-105mm Fotooptik. Die Blende der Fotooptik lies sich von der URSA mini wunderbar steuern, den Autofocus habe ich nicht genutzt.
Bei B-Roll Aufzeichnungen wurde alleinig das interne Mikro der URSA mini für die Atmo genutzt.

Gleich mal zum Ton.
Eine Sennheiser G3 True Diversity Funkstrecke (Taschensender SK 100, Kameraempfänger EM 100) mit MKE2 Mikro fing den ein und über den Audio Device 302 Mischer ging es dann via Kabel als LINE Signal zur URSA mini 4.6K.
Die URSA mini zeichnete den Ton auf beide Kanäle absolut rauschfrei auf.
Was ich immer noch bemängele, ich kann mich nur entscheiden, ob der Ton via XLR oder via internem Mikro angeliefert wird. Die URSA mini hat 2 Tonkanäle, aber ich kann nicht zum Beispiel Kanal 1 auf XLR und Kanal 2 auf Internmikro schalten. Entweder oder.
Dann hoffen wir mal auf ein Softwareupdate, 4 Kanäle wären auch ein tolles Ding.

Und schon sind wir bei der Software – hier ist die aktuelle Firmware OS 4.0 im Einsatz, mit komplett veränderter Oberfläche aber vielen Vorteilen.
umkachel
Unter anderem kann mit der URSA mini jetzt auch einen Weissabgleich durchführen. Es können Presets abgespeichert und LUTs geladen werden.

Die neue Software ist wesentlich flotter zu bedienen. Auch im Betrieb gefällt die Firmware 4.0.
So lassen sich wichtige Paramter einblenden, aber mit einem Zweifingerwisch von oben nach unten sofort ausblenden. Noch einmal über das Display gewischt sind sie wieder da.

umdisplay
Ein Doppeltipp ins Display vergrössert das Bild auf 1:1 und der Bildausschnitt lässt sich beliebig verschieben. Ideal um die Schärfe einzustellen. Hier hilft auch der Focusassistent, über grüne oder rote Linien wird die Schärfe angezeigt. Das klappt sehr gut.

Die eingeblendeten Informationen sind Touch sensitiv, das heisst, tippt man zum Beispiel auf ISO 800, dann werden die verfügbaren ISO Werte 200 – 400- 800 – 1600 eingeblendet und man kann den gewünschten Wert auswählen.

Für jeden der drei Signalausgange (Front&Back SDI, Display) der URSA mini lassen sich die angezeigten Parameter einzeln zur Anzeige auswählen.

Der eigentliche Dreh mit der URSA mini läuft unkompliziert, hat man die Cam im Vorfeld drehfertig gemacht.

Zebra und Histogramm sind es, auf was es zu achten gilt. Ich bin kein Freund von False Color und komme mit dem Histogramm sehr gut zurecht. Das Zebra steht auf 100%. Ich versuche ein Erscheinen der Zebrastreifen irgendwo im Bild zu vermeiden.
Wenn das Material in den hellen Bereichen clippt, dann geht auch in der Post nicht mehr viel.
Daher – lieber eine Blende mehr und danach in der Post hochziehen.
Das ProRES422 Material eignet sich da sehr gut – viel besser als die XDCam Files der PDW700 und natürlich ist es einem AVCHD Material um Lichtjahre voraus was die spätere Gestaltung betrifft.
Nutzt man den BM Viewfinder freut einen die hervorragende Bildqualität des Suchers. Schärfen lassen sich sehr gut beurteilen.

um

Einziger Nachteil – die anfallende Datenrate. Das Materialhandling sollte daher gut geplant werden.
Es kommt einfach was zusammen, so dass ein MacBookPro oder Windows Laptop mit Thunderbolt und USB3.0 zur Grundausstattung gehört.
Es sein denn man verfügt über CFast 2.0 Karten im Überfluss. (256 GByte Karte aktuell 350€)

Meine Ausstattung für vor Ort/Hotel besteht aus einem Thunderbolt 2 CFast 2.0 Reader von Lexar (140.00€ bei Teltec) und handelsüblichen USB3.0 2.5″ Festplatten mit 1-2 TByte.
Für keines der Geräte wird ein Netzteil benötigt. So ist es möglich, in einem Rutsch von einer CFast 2.0 Karte auf gleich 2 Festplatten eine Kopie des wertvollen Rohmaterials zu ziehen.
Das dauert bei 256 GByte ein wenig – geht aber dank Thunderbolt 2.

thunder

Den fehlenden eingebauten ND Filter vermisse ich übrigens nicht – vieles wurde Innendrinnen gedreht, da benötigt man ihn ohnehin nicht. Für draussen arbeite ich mit aufgeschraubten ND Filtern, gerne auch mit variablen ND Filtern. So kann ich zuerst die Blende einstellen und mit dem variablen ND Filter für die richtige Belichtung sorgen.
Das klappt hervorragend.
Fazit – it works.

Candlelight shooting – URSA mini 4.6 K lowlight test

Flow my tears – fliesst meine Tränen.
So geht es einem manchmal, sieht man das Bild, das die ein oder andere Kamera in schwierigen Situationen liefert.
Dazu gehört sicher auch der Lowlight Bereich, schnell beginnen die Bilder unschön zu rauschen, grieselig zu werden.
Lange schon wollte ich die Lowlightfähigkeit der Blackmagic URSA mini 4.6K einmal testen, nicht clean, sondern unter Realbedingungen.
Gerne bei Dunkelheit mit natürlicher Beleuchtung, dazu zähle ich auch das Feuer.
In seiner kleinsten und kompaktesten Form auch als Kerzenlicht bekannt.
Jetzt ergab sich die Gelegenheit in einem Dachgeschoss eines ehemals landwirtschaftlichen Anwesens in Brandenburg.


Equipment

Viel Equipment war nicht vor Ort.
Zum einen war da, wie erwähnt, die Blackmagic URSA mini 4.6K, die die glücklose 4K nun endlich ersetzt.
No more Lines of Horror.

Kleine Anmerkung am Rande, die 4.6K ist um Längen besser als die günstigere 4K. Also wann immer noch Kleingeld da ist, bestellt die 4.6K.

IMG_0399

 

Dann war da noch ein Sachtler Caddy Stativ und ein Koffer mit Optiken von Walimex 85, 35, 24mm Optiken, Canon EF 24-105 USM und der Tokina Cinema ATX 11-18mm.
Die beiden letzteren kamen für den Dreh auf Grund der mangelnden Lichtstärke (Canon 1:4, Tokina 1:3) nicht in Frage.
Es war stockdunkel des Nachts im Dachgeschoss.
Die Walimex Festbrennweiten verfügen über Lichtstärken von 1:1,4 und 1:1,5 und ich hoffte, dass es reichen würde, denn 23 Teelichter, 2 lange Kerzen, ein 5 flammiger Leuchter und 6 rote Grablichter war alles, was vor Ort als Lichtquelle verfügbar war.

Leider stand uns zu Audioaufnahme nur ein Zoom H4 mit 2 Audiotechnika Richtmikros zur Verfügung, daher ist beim Ton um etwas Nachsicht gebeten. Eine direkte Aufnahme in die URSA brachte ebenfalls kein zufriedenstellendes Ergebnis – ein leichtes Rauschen war dann zu hören.
Aber aus Erfahrung kann ich sagen -> Mikro – Mischer – URSA mini bringt ein hervorragendes Ergebnis. Nur ein Mischer war eben nicht zur Hand.

Das ist nicht optimal bei einem Gitarrenstück, aber für mich hatte die Kerzenscheinaufnahme mit der URSA mini 4.6K Priorität, notfalls hätten wir es auch ohne Ton gemacht 😉

Zudem hatten wir nur einen engen Zeitslot, so dass wir nach dem Aufbau das Stück “Flow my tears” nur drei bis viermal würden spielen können. Letztendlich ergaben sich daraus drei sehr statische Einstellungen bei denen man aber in aller Ruhe die Bildqualität beurteilen kann.


Blackmagic URSA mini 4.6K EF

Aufnahmeformat war UHD 3840×2160 mit 25 fps und dem Codec ProRES 422 HQ.
50 fps hätten schon wieder mehr Licht verlangt. Der Shutter Angle blieb bei 180 Grad unverändert.
Die URSA lief bei dieser Aufnahme noch unter der Software Version 3.3 . Es wurde im “Video” Modus aufgezeichnet.
Die URSA mini verfügt über eine ISO 400/800/1600 Einstellung. Optimiert ist sie angeblich für ISO 800, daher wollte ich auch die Szene bei ISO 800 umsetzen.
Wegen der Kerzen als einzige Lichtquelle habe ich die Farbtemperatur an der Blackmagic auf 2500 Kelvin eingestellt.

 

URSA mini 46


Licht und Ton

Mit den Teelichtern haben wir eine gewisse Grundhelligkeit, einen Leuchtkreis um den Musiker geschaffen. Damit wird auch Tiefe erzeugt.
Die sechs roten Grablichter bringen im Hintergrund etwas Farbe ins Spiel und der 5-flammige Leuchter dient zur seitlichen Aufhellung von Gitarre und Spieler.
Der Gitarrist spielte vom Blatt. Zwei Kerzen beleuchteten die Notenblätter und diese wiederum dienten als Reflektor um Aufhellllicht auf den Musiker zu werfen.

Lichter
Was leider nicht möglich war, das war der Einsatz eines Spitzlichtes. Ich hätte gerne noch ein oder zwei Kerzenständer zur Hand gehabt um das Licht mehr vom Holzboden zu lösen.
Wie sich zeigte, waren die ISO 800 und eine komplett offene Blende den vorherrschenden Lichtverhältnissen gerade gewachsen. Das bestätigte auch ein Blick auf das Histogramm.
Die Belichtungsvorgabe lieferten die Kerzenflammen, denn die durften ja nicht ausbrennen, also überbelichtet sein. Der hohe Dynamikumfang der 4.6K von 15 Blenden kommt einem hier zu Gute.
Gespielt wurde auf einer Ibanez AF125 NT mit einem Benedetto B-6 Tonabnehmer über einen AER Compact 60 Amp. Der Ton dann über den Raum und zwei Audiotechnikas abgegriffen.
Die beiden Audiotechnikas gingen direkt in den ZOOM H4n.
Flow my tears von John Dowland ist ursprünglich ein Stück für Laute und Gesang. Es gibt auch eine Version von Sting, dem ex Police Sänger.

Der Dreh

Ich hatte an der URSA keinen Viewfinder montiert. Einzig der 5 Zoll Ausklappsucher diente zur Bildkontrolle. Um die Schärfe zu finden war einmal mehr die sehr gute Peaking Funktion der URSA mini ein nützlicher Helfer. Letztendlich war es im Raum so dunkel, dass man an der Kamera keine Taste erkennen, noch die Skalen an der Optik ablesen konnte.
Die nahe Einstellung an der Gitarre diente für den Schnitt als Audio- und Syncmaster.
Der Dreh war unkompliziert, das Bild auf dem Monitor schien in Ordnung. War es auch.

Der Clip liegt in YouTube – wichtig, es wurde KEINE Farbkorrektur oder sonstige Bearbeitung am Material durchgeführt.
Das Material kam von der CFast 2.0 Speicherkarte ins Final Cut X, dort wurde geschnitten und dann das Master als mp4 bei YouTube gehostet. Man sieht also das Bild, wie es die Kamera aufgenommen hat.
Das Bild ist in Wirklichkeit natürlich noch besser, da für YouTube ordentlich komprimiert wurde, von 16 GByte auf 0,6 GByte.


Der YT Clip ist maximal in UHD abrufbar.


Unterm Strich sieht das Material sehr gut aus. Kein unangenehmes Rauschen in den dunklen Bereichen.
Schade ist, dass der linke obere Bildbereich gar so dunkel ist – aber wo kein Licht ist, da kann nichts zu sehen sein.
Ich hätte mir einfach noch ein paar Dedos dazu gewünscht.
Aber so hatten wir jetzt ein Set mit 36 Kerzlein und kamen damit zu recht.

Vielen Dank noch einmal an Karl Epp für die Zeit, das Können und das Mitmachen.

fin

Little lines of horror

Da erklärt man noch lang und breit wie denn die URSA mini zu handhaben ist, und dann zack – ist sie weg.

Auf dem Weg nach England zum Service oder Kompletttausch, mal sehen.
Schuld daran sind kleine horizontale Linien die bei voller 4K Betrachtung sichtbar werden.

Bildschirmfoto 2016-06-29 um 14.31.31

Oben im Bild schön im Mittelteil zu sehen. Bisher trat der Fehler dreimal auf. Es betraf immer nur einen Clip, alle anderen waren wieder ok.
Trotzdem zum in die Tonne kloppen.

Jetzt die Frage – wie geht Blackmagic damit um?
Ich habe von den Fehlern Screenshots angefertigt und parallel an den deutschen Händler und an den BM Support via Website gemailt.

1:0 für BM, die sich am nächsten Werktag sofort aus England gemeldet haben.
Dann begann das übliche Abklären, ob denn aktuelle Firmware, ob denn Aussentemperatur über 5 Grad Celsius, denn darunter müsse die URSA mini erst warmlaufen (steht auch im Handbuch) usw…

Letztendlich wollte BM dann nur ein paar 4K DNG RAW Files mit eben jenem Fehler haben.
Problem: Bisher war alles in diversen ProRES Codecs gedreht worden.

Also RAW eingestellt und 2 Tage versucht diesen Fehler zu generieren – ohne Erfolg. Glücklicherweise war die Kamera ein paar Tage vorher zu Ansichtszwecken verliehen. Die Leiher hatten natürlich auch Bilder gemacht und BINGO, beim RAW Dreh die Streifen bei einigen Clips im Bild.

Das hört sich jetzt sehr positiv an, dabei heisst das nichts anderes, als: Die URSA mini ist defekt.

Das ärgert einen, aber es kann auch bei einem drei Monate alten Gerät passieren. Eh besser jetzt als nach der Garantiezeit.

Auf jeden Fall hat BM sofort nach der Ansicht der RAW Bilder der Kamera eine RMA Nummer verpasst und jetzt ist das Ding auf den Weg zur BM EU Zentrale nach England, das zum Glück noch in der EU ist. Da gibt es keine Zollprobleme.
Ich denke aber, dass mit dem Brexit ausländische Firmen wie die Australier von BlackMagic sehr schnell ihren Firmensitz nach Irland verlagern werden, die sind in der EU und sprechen Englisch.

Aber zu BM möchte ich bis jetzt nur anmerken, dass der Supportablauf bis jetzt sehr reibungslos funktioniert hat. Wenn jetzt eine ganz neue kommt, dann möge mir das Recht sein.

URSA mini 4K EF – Teil 2. Drehfertig machen.


EB Kamera, die: Kamera die man aus der Tasche nimmt, Akku dran, Medium rein und losdrehen. Für Drehs jeglicher Couleur – man weiss nicht was einen erwartet.


Und damit geht zu Teil 2 der URSA mini 4K Zwischenbilanz.

URSA mini – die Filmkamera

Beworben wird die URSA mini von Blackmagic als handgehaltene Super-35mm Filmkamera.
Stolz ist man auf den hohen Dynamikumfang, vorallem bei der 4.6K Version mit 15 Blenden (die auch irgendwann mal ausgeliefert wird) und dann kommts:
…. damit ist sie wie gemacht für anspruchsvollste Highend-Filme, Fernsehshows, Musikvideos und Werbespots.
nochmal:
…. damit ist sie wie gemacht für anspruchsvollste Highend-Filme, Fernsehshows, Musikvideos und Werbespots.

Da steht leider nichts von aktueller Berichterstattung oder schnellschnell. Aber taugt sie trotzdem für den Drehalltag im aktuellen Bereich?

Eine Kamera besteht aus mehreren Komponenten.
Dem Body mit dem Chip samt Elektronik und der Speichereinheit, die Toneinheit, der Sucher, dann das Objektiv und letztendlich das Batteriesystem, das die Kiste am laufen hält.
Klassische EB Kameras sind zum Beispiel:

 

Allen EB Kameras gemein ist ein Zoomobjektiv, XLR Mikrofoneingänge, Wechselmedien und ein Ausgangssignal für einen Kontrollmonitor.
Daneben besitzen sie zuschaltbare ND Filter um schnell auf extreme Lichtveränderungen zu reagieren und eine Anzahl von Schaltern mit denen der Kameramann einfach die Farbtemperatur, den Audiopegel oder die Gainwerte wechseln kann.
Denn bei EB weiss man nie was einen erwartet.
Ausserdem wandert das Material von der Kamera sehr häufig direkt in den finalen Schnitt.

 

ebler

 

Hinzu kommt ein mehr oder weniger aufwändiges Menu um Parameter in der Cam zu modifizieren, im einfachsten Falle um von PAL auf NTSC umzuschalten und wieder zurück.


 

Und jetzt kommt die URSA mini 4K

Der erste Aufschrei war ja gleich nach der Vorstellung zu vernehmen:
DIE HAT KEINE EINGEBAUTEN ND FILTER, MIT DER KANN MAN NICHT DREHEN!!!

Aber es kommt noch schlimmer meine lieben EB Kamerafreunde.

 

kinderpopo

Die URSA mini wirkt, als hätte jemand Anti Falten Creme über den Body ausgekippt – das Teil ist glatt und frei von Tastern und Schaltern. Zumindest an drei Seiten.
Auf der dem Kameramann zugewandten Seite findet man dann doch einige Tasten.
Acht sitzen auf dem Displayrücken und wenn man den 5 Zoll Monitor aufklappt, finden sich nochmals zehn. Unter ihnen der Ein/Ausschalter und der Menu Button.

Schauen wir uns mal den die Taster auf dem Display an, also jene, auf die der Kameramann bei eingeklapptem 5″ Monitor zugreifen kann, wenn er sich etwas verrenkt.

 

taster display

 

  • REC – startet und stoppt die Aufnahme.
  • IRIS – Blendensteuerung ein bei EF kompatiblen Optiken an der URSA mini
  • FOCUS – Autofocus ein/aus bei EF Objektiven mit Autofocus
  • BACKWARD – ein aufgenommener Clip zurück, bei IRIS aktiv eine Blendenstufe nach unten
  • PLAY – aufgenommenes Material starten
  • FORWARD – ein aufgenommener Clip vor, bei IRIS aktiv eine Blendenstufe nach oben
  • F1 – Funktionstaste, aktuell mit PGM (Program) belegt (wird in einer späteren Softwareversion frei belegbar sein, sagt BM)
  • F2 – Funktionstaste (wird in einer späteren Softwareversion frei belegbar sein, sagt BM)

Die kleine Aussparung rechts von der F2 Taste ist ein Status LED.
Es leuchtet grün bei eingeschalteter Kamera und rot bei der laufenden Aufnahme. Die LED kann im Menu deaktiviert werden.

Und hier die Schalter die sich hinter dem Display verbergen:

Die beiden Audioregler oben erinnern an eine EB Kamera, die zehn Tasten darunter sprechen für sich. F1 und F2 sind durch Peak und Program ersetzt.
Mehr Bedientasten gibt es nicht am Body. Keep it simple. Aber so simple?



URSA mini drehfertig bekommen – erste kleine Schritte.

Objektiv drauf, Sucher dran, Akku hin und Speicherkarte rein – lets roll.

Ein paar Einstellungen an der Cam braucht es dann doch noch.

Da die Funktionstasten an der Cam sehr übersichtlich gehalten sind laufen alle Einstellungen an der URSA mini über das angenehm schlank gehaltene Menu im 5″ Touchdisplay.
Um an den Einschaltknopf zu gelangen muss man das Display ohnehin aufklappen.
Nach wenigen Sekunden ist die Kamera betriebsbereit. Eine PDW oder FS100 ist nicht schneller hochgefahren.
Direkt über dem Einschalter ist die Taste MENU, diese drücken.

Menu URSA

Auf dem Monitor erscheint das Hauptmenu. Der Monitor ist ein Touchscreen. Im Arbeitsalltag ist der daher sehr schnell voller Fingerabdrücke. Der Touchscreen ist sehr empfindlich, schnell verstellt man Parameter wenn der Finger suchend über die Menus wischt.
Ich spare mir jetzt eine Erklärung des gesamten Menus, da ein Firmware Update angekündigt ist.
Das bringt eine komplett neue Oberfläche. Aber auf ein paar Kleinigkeiten gehe ich ein.
Alle wichtigen Werte für Kamera, Ton, Monitor und Aufnahme werden im Menu Settings eingestellt.

Diese Parameter stellt man vor Drehbeginn über das Softwaremenu unbedingt ein:

1. Das richtige Drehformat – 1080, i&p, 2160, 24, 25, 30, 50, 60, 120, FILM & VIDEO

Selbst in der konservativen TV-EB Welt ist das Produktionsformat mittlerweile HD 1080.
Die Frage ist dann nur ob I(nterlaced) oder P(rogressive) gewünscht und, falls man für ausländische Kunden dreht, PAL (25 Bilder/s) oder NTSC (30 Bilder/s)?

Zunächst eine richtig gute Nachricht, in UHD und 4K gibt es KEIN Interlaced mehr!
Gedreht wird immer in Vollbildern, also Progressive.
In HD macht die URSA mini das sogar mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde.
UHD zeichnet sie mit bis zu 60 und Cinema RAW 4K mit bis zu 30 Bilder pro Sekunde auf.
Aber damit nicht genug – man kann jeder Bildgrösse und Framerate noch über ein halbes dutzend Codecs frei zuweisen. Der Codec legt fest, wie stark das Material komprimiert wird.

Faustformel (unbedingt mit dem Auftraggeber abklären):

  • ProRes 422 für Standarddreh, TV Beitrag
  • ProRes 422HQ für Image/Industrie/Doku
  • ProRes 444 (HQ) für Spielfilm
  • CinemaRAW für Werbung

Je besser der Codec, desto mehr Luft habe ich in der Post um aus dem Material das Beste herauszuholen, aber um so weniger Minuten Rohmaterial gehen auf eine Speicherkarte. (Siehe auch Teil1)

Daneben bietet die URSA mini 4K noch die Einstellung “Dynamic Range” mit den Werten FILM oder VIDEO.
VIDEO verwendet den REC709-Farbstandard für Video und es gilt WYSIWYG (What you see is what you get).

Stellt man auf FILM, wird das Material flach aufgezeichnet. Das Bild wirkt etwas flauer und farbloser, es hat aber mehr Informationen für ein späteres Grading. RAW kann nur in der Einstellung FILM aufgenommen werden.
Da kommen dann in der Postproduktion auch die so beliebten LUTs ins Spiel.

 

Ein LUT ist ein Look Up Table – ein fertiges Preset, das in der Software über das Bild gelegt wird und z.B. die Werte für Helligkeit, Saturation, Gamma, Farbkurven usw ändert um einen bestimmten Look zu erreichen.
Das pure Draufklatschen von LUTs ist noch kein Grading. Aber es kann der Beginn eines Gradings sein.
Denn wie man sieht, sind alle Beispiele oben noch zu dunkel.

An Dynamic Range FILM muss man sich herantasten – da das Material auch etwas anders belichtet wird.
Das Learning klappt ideal in Zusammenarbeit mit einer Postproduktion die über Davinci Resolve o.ä. verfügt.
Ein Dreh auf Dynamic Range FILM erfordert immer eine Nachbearbeitung um die Farben aus dem Material zu holen!

4 Reglen wann auf jeden Fall mit dem Setting VIDEO gedreht wird:

    1. Wenn der Kunde auf die Frage, wie denn seine Post aussieht, antwortet “Gelbe Autos mit DHL Schriftzug drauf”, -> setze Dynamic Range auf VIDEO.
    2. Für TV Kunden -> setze Dynamic Range auf VIDEO.
    3. Wenn das Material sofort in den Schnitt muss -> setze Dynamic Range auf VIDEO.
    4. “Ich habe keine Ahnung was ein LUT oder Davinci Resolve ist” -> setze Dynamic Range auf VIDEO.

Noch etwas, an was man erstmal kaum denkt, was aber logisch ist.

Da die URSA mini ja die wunderbare Möglichkeit bietet HD und UHD mit 50 Bildern/s zu drehen und damit der Ruckelschwenk Geschichte ist, sollte man das auch tun. (Auftraggeber vorher fragen)
Aber mehr Bilder verlangen auch mehr Licht. Wer Slomos macht kennt das.
Und sie verlangen mehr Speicherplatz. Bei 50 fps exakt doppelt soviel wie bei 25 fps.


2. Der Ton macht die Musik

Framerate, Bildgröße, Dynamic Range und Codec sind eingestellt, dann fehlt noch ein guter Ton.
Die URSA mini zeichnet den Ton auf 2 Audiospuren auf.
Sie verfügt über ein eingebautes Kameramikrofon mit Nierencharakteristik, das als Atmomikro wirklich ok ist.
Das Problem ist der Lüfter der URSA mini. Um RAW oder UHD Material mit hohen Frameraten in Echtzeit zu verarbeiten benötigt es ordentlich Rechenpower.
Und diese Power erzeugt Abwärme, daher läuft der Lüfter – auch beim Record. In einer wirklich leisen Umgebung fällt das auf.
Für den sauberen Ton gibt es zwei professionelle XLR Eingänge.

In der aktuellen Firmware Version kann der Kameramann sich nur für Audio IN via eingebautem Mikro oder extern XLR IN entscheiden. Es geht nicht, zum Beispiel Spur1 auf Kameramikro und Spur2 auf extern XLR Input zu stellen.
Auch kann man die Phantomspeisung nur für beide XLR Eingänge aktivieren. Am XLR Eingang 1 die Phantomspeisung ein und am XLR2 auszuschalten, das geht nicht.
Das ist wirklich ärgerlich und schränkt ein.

Schön wären bei einer kommenden Firmware die Unterstützung von vier frei konfigurierbaren Audiospuren.
ton

 

Aber arbeiten wir mit dem was da ist.

Im EB Alltag kommt an die XLR Eingänge ein Mischer und dann wird die Strecke gepegelt.
Das geht auch mit der URSA mini ganz gut. Den Pegel stellt man mit den beiden anschlagfreien Audioreglern ein.
Über das Menu kann man noch wählen, ob der Input XLR1 auf beide Kanäle aufgezeichnet werden soll oder ob 2 Quellen (XLR 1+2) auf 2 Audiospuren getrennt aufgenommen werden sollen.

 

pegel

 

Es gibt aussen an der URSA mini keine Audiopegelanzeige. Nur im Sucher oder auf dem Ausklappdisplay wird der Pegelausschlag eingeblendet. Der Tonassistent hat also keine Möglichkeit während der Aufnahme einen prüfenden Blick auf die Pegelstärke zu werfen. Natürlich kann man während der Aufnahme die Signalstärke an den URSA mini Audioreglern steuern.

Der Ton über die XLR Eingänge ist absolut sauber – sowohl vom Mischer (probiert mit AudioDevice 302) als Line Signal, als auch direkt vom Mikrofon.
Benutzt habe ich zum Test ein Sennheiser ME66 mit K6 Speiseadapter unter Phantomspeisung an der URSA mini 4k EF.

 

3. Weissabgleich und Lichtempfindlichkeit

Der Assistent hält ein weisses Blatt bereit und dann geht die Suche los – wo zefix ist dieser Schalter für den Weissabgleich?
Den gibt es nicht. Stichwort Kinderpopo.
Den Weissabgleich findet man im Settings/Camera Menu:

 

menu ursa

 

Hier muss der Weissabgleich in festgelegten Schritten manuell eingestellt werden.
Diese sind: 2500 K, 2800 K, 3000 K, 3200 K, 3400 K, 3600 K, 4000 K, 4500 K, 4800 K,5000 K, 5200 K, 5400 K, 5600 K, 6000 K, 6500 K, 7000 K, 7500 K und 8000 Kelvin.
Die URSA mini kann, zumindest mit der derzeitigen Firmware Version, keinen automatischen Weissabgleich.
Wer eine BMCC, BMPC4K oder eine Blackmagic Pocket hat, der kennt das bereits und die Welt ist davon noch nicht untergegangen.

Als erfahrener Kameramann sollte man in der Lage sein die Farbtemperatur zu schätzen – das Monitorbild hilft zumindest dabei, nicht komplett daneben zu liegen.
Man kann sich natürlich auch ein Messgerät zulegen.
Aber eigentlich ist das gar nicht so wichtig, wie sich später in Teil 3 zeigen wird.

Im Menu Camera finden sich noch zwei wichtige Einstellungen. ISO und Shutter Angle.

ISO kennt man vom Fotoapparat und steht für die Lichtempfindlichkeit. Je höher der ISO Wert, desto lichtempfindlicher ist die URSA mini. Als Werte bietet die 4K Version: 200 – 400 – 800.
Obacht: Fordert man beim Dreh “Licht, es werde Licht” weil das Motiv halt dunkel ist, dann ist natürlich naheliegend den ISO Wert auf 800 zu stellen. Aber da neigt die URSA mini zu teils heftigem Rauschen in dunklen Bildbereichen. Lieber bei 400 bleiben und ein Lämpchen holen – oder in der Post rausholen was geht.

Der Shutter Angle steht standardmässig auf 180 Grad. Je höher ich ihn stelle, desto mehr Licht kommt auf den Chip. Das kann aber auch Einfluss auf die Bildqualität und Bewegungsschärfe haben.
Ich habe mit der BMPC4K viele Dinge mit 360 Grad Shutter Angele gedreht und nie Probleme gehabt.
Allerdings waren das keine schnell bewegten Objekte.

Aber Sonne, Strand und Meer?
Wie geschrieben, einen zuschaltbaren ND Filter gibt es nicht.
Will man ein zuviel an Licht verhindern, dann bleibt nur ein aufschraubbarer ND Filter für die Optiken. Schicker ist noch ein Kompendium mit Filtern. Brauchen tut man das eine wie das andere.

 

filter

 

Bei den ND Filtern empfiehlt sich ein variabler ND Filter, damit lässt sich stufenlos das einfallende Licht regulieren.
Die Mitführung eines Satzes ND Filter (2/4/8) ist ein MUSS bei den Arbeiten mit der URSA mini.
Und damit kommen wir zur Optik.


4. Die Optik

Zu einer EB Mühle gehört eine Zoomoptik.
Damit ist man ohne Optikwechsel von der Totalen bis zur Nahen dabei.
Die URSA mini gibt es mit EF und mit PL Mount. Der EF wird auch salopp Canon Mount genannt.

Dank EF Kompatibilität funktionieren alle Objektive an der URSA mini 4K EF, die zum Beispiel auch an einer Canon C300 den Lichteinlass regeln.
Zu den beliebtesten gehört sicher die Canon EF 24-105mm f/4L IS USM.
Es ist nicht die lichtstärkste Optik, aber sie verfügt über einen guten Zoombereich, einen guten Antiwackler, Autofocus und ist mit knapp 1000 € schnell eingekauft.

 

 

Vorneweg – ich habe diese Optik an der URSA mini noch nicht oft eingesetzt. Warum?
Der Autofocus ist schnarchlahm, aber das ist das kleinste Übel, manuell geht eh besser.
Der Schärfenring hat weder Zahnkranz noch Anschlag. Mag ich nicht.
Wie alle modernen Foto-Optiken, so verfügt auch diese nicht mehr über eine manuelle Blende.
Die Blende wird von der Fotokamera elektronisch gesteuert.
Bei der URSA mini heisst das, den Taster IRIS am Displayrücken drücken und mit den FORWARD/BACKWARD Tasten die Blende schrittweise öffnen oder schliessen. Das geht natürlich nur in festen Schritte, also von 4 auf 5.6 auf 8 usw… Mag ich nicht.
Ich bin stufenlose, manuelle Blenden gewohnt.
Die ziehe ich beim Dreh mit dem kleinen Finger.
Das schönste an der Optik ist der Zoomverlauf von 24-105mm, man deckt doch einiges damit ab.
Aber, weil es eine Fotooptik ist sind weder Blende noch Schärfe über den gesamten Zoombereich konstant.

Analoge Festbrennweiten sind nur bedingt eine Alternative für das EB Geschäft.

 

febre

Zeiss, Schneider, Canon oder Walimex/Samyang sind da mit dabei.
Walimex, baugleich mit Samyang, bietet koreanische Qualität zu vertretbaren Preisen. Schön sind die Zahnkränze bei Blende und Focus.
Diese Blende ist stufenlos und ohne Tastengetippe bedienbar, einfach am Zahnkranz drehen.
Aber es sind eben Festbrennweiten, sogenannte Primes. Diese haben also keinen Zoombereich. So sind 24mm einfach 24mm, nicht mehr und nicht weniger.
Da kann das Set dann aus 18mm, 24mm, 35mm und 85mm bestehen, es deckt bei weitem nicht eine Zoomoptik ab.
Auf dem Markt gibt es natürlich einige manuelle Zoomobjektive aber die sind rar und sehr teuer.

Die Tokina Cinema ATX Serie ist da ein Lichtblick. Manuelle Zoomoptiken mit 11-16, 18-35 und 50-135 mm Brennweite. Die Optiken halten Blende und Schärfe über den gesamten Zoombereich. Haben für Schärfe, Zoom, Blende einen Zahnkranz und der Focus hat natürlich einen Anschlag.
Aber es sind doch drei Optiken statt einer mit zum Beispiel 18-135mm.

 

5. Fazit. EB oder was?

Also Auflösungen, Frameraten und Codecs lassen keine Wünsche offen.
Der Ton ist gut, die Aufteilung der Kanäle ist sicher gewöhnungsbedürftig, mit der Hoffnung, dass ein künftiges Softwareupdate mehr Spuren und eine freiere Belegung zulässt.
Aber die Optikwahl ist für mich der Hauptgrund um zur Aussage zu kommen:
Als EB Mühle taugt die URSA mini aktuell nicht.
Wenn ihr EB Drehs habt, bei denen es kein Problem ist, ein Köfferchen mit Optiken zur Hand zu haben und auch die Zeit, die zu wechseln, dann ok. Sonst nein. News nein.
Die URSA mini ist im szenischen Arbeiten angesiedelt. Ich kann sie mir auch gut im Dokumentarfilm vorstellen, wo man mit einer Tokina 18-35mm Optik gut am Geschehen bleiben kann.

Es gibt eine Möglichkeit das Optikproblem zu umgehen, mit der PL Version.
Für die URSA mini 4K PL Mount gibt es von Blackmagic einen B4 Adapter. Damit lassen sich Canon und Fujinon Broadcastoptiken an der URSA betreiben.
Ein Stromanschluss für die B4-Optik ist ebenfalls bei der PL Mount Version am Body vorhanden.

 

blackmagic-b4-mount-ursa-mini
Nachteil: Mit dieser Kombi kann nur in HD 1080 aufgezeichnet werden.

Die PL Version macht sicher Sinn, wenn man noch einige PL Mount Optiken im Schrank hat, mit denen kann man dann 4K oder UHD produzieren und fürs TV nimmt man B4 Adapter und Broadcastoptik und dreht auf HD.

 

Das war es mit Teil 2 – Drehfertig machen.

Stop!

SDI IN und Program Taster. Das soll ja noch erklärt werden.
Die URSA mini hat ein nettes Feature, das schon die grosse URSA mitbrachte. Die Kamera besitzt einen SDI IN, aber nicht um als Rekorder zu funktionieren.
Folgendes Szenario: Interview mit einem Zeitzeugen. URSA mini 1 ist klassisch als Interviewkamera aufgebaut. URSA mini 2 oder jede Kamera mit SDI out bietet eine 2te Perspektive an. Zum Beispiel total von der Seite. Die Kamera ist aber unbesetzt.
Der SDI OUT dieser Kamera geht jetzt in den SDI IN der URSA mini 1. Mit dem F1 oder PGM (Program) Taster an der URSA mini kann ich jetzt das Bild der anderen Kamera auf den Ausklappmonitor  und Sucher der URSA mini 1 holen.
Ich kann so kontrollieren ob beide Kameras gleich gematched sind und während des Interviews immer wieder mal das Bild der unbemannten Cam kontrollieren.
Das ist ein nettes Feature.

In Teil 3 wird endlich gedreht mit der URSA mini.