2020 – ein gutes Jahr.

Nur ein paar Worte.

CCC

Corona, Covid, Chaos kurz CCC war die beherrschenden Buchstabenkombi im Jahre 2020. Dicht gefolgt von SSS – Söder, Spahn und Sterbezahlen.
CCC & SSS haben FFF, DSDS und sogar GNTM aus den Medien verdrängt und wir haben erkannt, was biologisch ohnehin unausweichlich ist, wir werden alle sterben.
Jetzt die erste gute Nachricht, wenn Sie diese Zeilen lesen, dann habe Sie überlebt und immer noch Zugang zum Internet, Strom im Kühlschrank und wahrscheinlich ein Dach über dem Kopf.

Corona ist ein Scheibenreiniger

Als Brandbeschleuniger wurde das Auftauchen des Chinavirus (D. Trump) gerne bezeichnet. Ein Brandbeschleuniger für notwendige Innovationen.
Das seh ich anders. Corona ist nur ein Scheibenreiniger.
Dank Corona habe wir freie Sicht auf den Weg in die Zukunft bekommen.
Dieser Weg ähnelt eher eine Baustelle. Wir sind die Karavane die sich über ihn quält, dabei ist das Gros noch gar nicht gestartet.
Zu bequem war es im Hier und Jetzt.

Der Disrupter

Das ist der, der unterbricht, der Dinge auf den Kopf stellt, der das “… das haben wir schon immer so gemacht” in die Tonne tritt.
Oft handelt es sich dabei aber nur um alten Wein in neuen Schläuchen.
Aber Corona war und ist ein Disrupter.
Das Abführmittel für eine übersättigte, selbstgefällige und überalterte Wohlstandsgesellschaft. Eine Gesellschaft, die von allem zu viel hat. Wir leben in einem chloroformierten Land sagte Roger Willemsen einmal.
Und jetzt kommt Corona und Geschäfte, Theater, Gottesdienste, der Urlaub und sogar das Oktoberfest gehören nicht mehr zu Rhythmus dieser langsam wabernden Gesellschaft.

Survival of the fittest

Wie ein Heuschreckenschwarm fällt das Virus über die Welt her.
Egal wo man hinsieht, es ist überall. Keiner scheint sicher, nicht einmal Reichtum schützt garantiert vor Covid19.
Corona achtet nicht auf Klassenzugehörigkeit, das macht es fast schon sympathisch.
Und die Politik? Steht zunächst orientierungslos mitten um Schwarm.
Eine Aktion erfordert eine Reaktion. Und die Reaktion des modernen Menschen auf Belastungen ist shoppen gehen. Es kommt zu Hamsterkäufen, denn morgen geht die Welt unter. Pflanzte man in den 80ern noch ein Apfelbäumchen, so ist heute Klopapier die erste Wahl bei Krisen.
Die westliche Welt hat die Hosen voll. Ebola, Malaria und Dengiefieber hat ja immer nur die “da unten” betroffen. Die größte Katastrophe war bis dato der Absturz von Urlaubsfliegern.

Die Politik reagiert

Am 27. Januar erreicht Corona Deutschland. Bei einem Autozulieferer in Bayern werden nach einem Meeting 16 Menschen infiziert. Der Spiegel meldet: Die Infektionskette wurde gestoppt.
Am gleichen Tag gibt Gesundheitsminister Jens Spahn Entwarnung. Das Virus sei harmloser als eine normale Grippe.

“Wir haben gelernt aus den letzten Jahren” sagt Jens Spahn am 03.02.2020 zum Thema, wie gut sind Intensivstationen auf C19 vorbereitet.

Und er ergänzt später “Die Folgen von Angst können weit größer sein als das Virus selbst” in einer Rede vor dem Bundestag.

Das Robert Koch Institut schätzt noch am 12. Februar 2020 die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland durch die neue Atemwegserkrankung weiterhin als gering ein.

28. Februar. Der Krisenstab des BMG hat seine zweite Sitzung “Der Aufbau des Krisenstabs zeigt: Wir nehmen den Ausbruch des Coronavirus ernst und reagieren darauf, dass die Epidemie jetzt Deutschland erreicht hat”, so Bundesgesundheitsminister Jens Spahn danach.

Am 9. März informiert Spahn die Öffentlichkeit über den Sachstand der Covid19 Impfung. Fazit – aktuell mau.

Einen Tag später empfiehlt der gemeinsame Krisenstab des BMI und BMG die Absage aller Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 erwarteten Teilnehmern und empfiehlt die Bestellung von 10.000 Beatmungsgeräten bei der Firma Dräger.

Am 14. März 2020 warnt das Gesundheitsministerium warnt vor “Fake News”.

Echte Fake News Warnung aus Spahns Ministerium

Es kursierten “Gerüchte im Netz”, wonach die Bundesregierung weitere Ein-schränkungen des öffentlichen Lebens plane.
Noch 9 Tage …

Am 13. März beschliesst Bayern: Kein Unterricht an Schulen, geschlossene Kindergärten, ein eingeschränktes Besuchsrecht in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen bis 19.04.2020

Als Randnotiz ist zu vermerken, dass am 15. März Kommunalwahlen in Bayern stattfinden. Im Vorfeld gab es Diskussionen, ob denn die Sicherheit der Wählenden gewährleistet ist.

Schützt laut CSU vor Ansteckung.

Die CSU empfahl darauf hin, einfach einen eigenen Stift zur Wahlurne mitzubringen. Die Partei setzt auf Letztwähler.
Keine 24 Stunden später ruft die CSU den landesweiten Katastrophenfall aus.
Krankenhäuser werden angewiesen planbare Operationen abzusagen.

8 Tage später, am 23. März geht das Land in den ersten Lockdown.
Ab dem 02. April werden Masken empfohlen, am 03. April stellt man fest, dass es nicht genug Masken gibt. Eigentlich gibt es so gut wie gar keine Masken.
Das RKI lässt verlautbaren, dass man sich durch einen solchen Mund-Nasen-Schutz nicht zu sicher fühlen sollte.

Am 24. April erteilt sich Jens Spahn seine Absolution mit dem Satz :  „Wir werden in ein paar Monaten wahrscheinlich viel einander verzeihen müssen.“
Es ist ein politischer Freifahrtschein. Doch zunächst kommt der Sommer.

Not AUS und Covidioten

Die Gesellschaft legt am 23. März 2020 eine Vollbremsung hin. Weltweit.
Flugzeuge bleiben am Boden. Hierzulande schliessen Geschäfte, Kurzarbeit, der Kultur- und Eventbranche wird der Stecker gezogen.

„Die Einschränkung der Freiheit ist notwendig, um die Verbreitung des Virus zu verlangsamen, damit sich unsere Kliniken vorbereiten können“, so Spahn.

Es entsteht eine breite Gegenbewegung zu den Massnahmen. Wie bei allen neuen Bewegungen tummelt sich dort allerlei Volk. Menschen die um ihre Existenz fürchten, Menschen die den Nutzen der Massnahmen hinterfragen, Esotheriker, Naturheilkundler, Aluhüte und natürlich die neuen Rechten. Die nicht mehr mit dem Kampfstiefel über den Asphalt marschieren, sondern Strömungen sehr geschickt für sich nutzen und darauf surfen.

Alle werden von Politik und Medien unter dem Begriff Covidioten zusammengefasst. Es gibt nur noch 2 Lager. Die Regierung oder die Straße.
Schwarz oder weiß, gut oder böse.
Und natürlich gibt es Covidioten unter den Menschen – aber auf beiden Seiten.
Es ist keine schöne Stimmung im Land. Das Denunziantentum erlebt eine Hochphase. Druck erzeugt Gegendruck.

Maßnahmen

Der eigene Stift, in die Armbeuge husten, 60 Sekunden Hände waschen, einsfünfzig Abstand halten, irgendeine Maske tragen war der Maßnahmenweg bis zum Lockdown.

Dann flüchtete sich die eine Hälfte der Bevölkerung ins Home Office, während der Alltag der andere Hälfte sich nur gering veränderte. Es waren dies die Pflegekräfte, Ärztinnen, Paketzusteller, fast alle Handwerker, Kassiererinnen oder Schlachter und Zerleger.
Fakt war, wer ins HomeOffice flüchten konnte war nicht systemrelevant.
Für alle anderen wurde geklatscht.
Es gab Lockdowns auf Städte und Kreise beschränkt und “Grenzkontrollen” innerhalb Deutschlands, von der EU ganz zu schweigen.
Als ob sich eine Pandemie darum scheren würde.

Landesfürsten und Gesundheitsminister rangen um die Deutungshoheit. Bei Laschet, Spahn und Söder auch um die Frage der künftigen Kanzlerschaft.
Die Kanzlerin war abgemeldet.
Bild, Virologen, Umfragewerte und das RKI bestimmen seit Corona das Vorgehen der Politik.

Letztendlich lief alles auf AHA und höhere Bussgelder hinaus.
Parallel nahmen die Proteste zu. Wann immer ein Protestteilnehmer an Corona erkrankte wurde dies medial regelrecht gefeiert.
Politiker gingen in Quarantäne und meldeten sich über Social Media aus der Vereinsamung.

Der Sieg der Zahlen

Täglich werden Zahlen präsentiert, oft ohne Bezugsgröße.
Die Bundesligatabelle ist nur halb so spannend wie die Rangfolge der Infizierten oder Toten pro Land.
Es sind absolute Zahlen, die sich nicht an der Einwohnerzahl bemessen.
Wenn zum Beispiel Brasilien Großbritannien überholt, weil dort am Tag X 973 mehr Menschen an C19 sterben, dann wird komplett ausser acht gelassen, dass Brasilien dreimal soviel Einwohner wie das noch Vereinigte Königreich zählt.

Infizierte werden mit Erkrankten gleichgesetzt und eine immense Angst geschürt. Es kann jeden der 82.000.000 Menschen im Lande treffen, jederzeit.
15.000 Infizierte? 20.000 Infizierte? 800 Tote? 1000 Tote?
Die Zahlen des RKI werden zum Leitindex unseres Lebens und zur Vorgabe für Handlungen der Politik.

Bad news are good news.

Die Corona Berichterstattung ist ein verantwortungsloses Spiel der Medien um Traffic, um Clicks zu generieren. Kaum gehen irgendwo die Zahlen herunter, zieht man ein X-Beliebiges Land aus dem Hut und schreit “Schaut da hin! 150% mehr Tote in 24 Stunden”.

Indien ist immer dankbar. 92000 Neuinfektionen an einem Tag, mehr Infizierte als die USA wurde im September getitelt. Indien hat 1.300.000.000 Einwohner und übrigens 80.000.000 Millionäre, nur um einmal ein Gefühl zu bekommen.

Infizierte werden zu den neuen Zombies, sie sind unter uns.

Corona überleben

Was vor Corona wirklich schützt kann man sich mit allem Geld der Welt nicht kaufen – Jugend.
Afrika kommt sehr gut durch die Pandemie.
Das Durschnittsalter beträgt dort 19 Jahre, bei und ist es 45.

Corona ist für Senioren eine tödliche Gefahr.

Todesfälle nach Altersgruppe

Wir hatten bei den 20-29 Jährigen 28 Tote durch C19, im gleichen Zeitraum über 400 Verkehrstote in dieser Altersschicht. Also ist für diese Altersschicht die Fahrt zum Testcenter gefährlicher als C19.

Daher ist es oberste Priorität die Menschen über 60 zu impfen.
Alle anderen können, nein müssen warten, denn auch eine geimpfte Person kann das Virus weiter übertragen. (SWR)
Aber wir müssen auch akzeptieren, dass sich Menschen nicht impfen lassen wollen. Die Drohung, diese Menschen dann aus der Behandlung zu nehmen, wie bereits diskutiert, ist aus meiner Sicht eine Unverschämtheit.
Was kommt als nächstes? Raucher bekommen bei Lungenkrebs keine Behandlung? Übergewichtige werden aussortiert wenn es um Diabetisbehandlungen geht? Sind doch alle selber schuld. Nicht angeschnallt am Unfallort? Einfach liegen lassen. Wildschweinfutter.

Die klare Sicht

Das C in Corona steht für Chance.
2020 hat uns ganz klar gezeigt wo wir stehen. Es hat uns gezeigt, dass Deutschland in vielen Bereichen den Anschluss verloren hat. Die chlorifizierte Republik wurde aus ihrem wohligen Traum gerissen.
Corona hat uns gezeigt, was passiert wenn man Bereiche kaputt spart, wenn das ich wichtiger als das wir ist.
Corona hat uns gezeigt, dass eine Konsumgesellschaft sehr verletzlich ist und letztendlich nichts von Bestand darstellt.
Und es hat uns die Gräben in der Gesellschaft aufgezeigt, tief, breit und fast unüberwindbar. Es ist Zeit Brücken zu bauen.

Über den Begriff “Neuland” wurde lange gewitzelt.
Corona hat gezeigt, dass er traurigste Realität ist, wir sind ein Altland, oder besser Analogland.
Die Bildung hat es besonders kalt erwischt. Die digitale Schule ein Albtraum.
Keine Ideen in Sicht. Zumindest das bayerische Kultusministerium scheint komplett überfordert.
Ohne Konzept jeder Lehrkraft einen Laptop zu spendieren bringt uns auch nicht weiter, da ist so, als würde man jedem Gärtner einen Schubkarren schenken, damit im Garten war voran geht.

Die Sommerzeit hat man genutzt um ein Lüftungskonzept zu erarbeiten. Bitte klatschen Sie jetzt.
Warum gibt es kein SchulTV? Der Stoff in Physik ist in der 5ten Klasse Realschule in ganz Bayern identisch. Warum wird der Stoff nicht zentral, gut medial aufgearbeitet angeboten? Warum muss jede Lehrkraft vor ihrer Klasse digital via Webcam performen? Die wenigsten taugen zum Moderator, dafür sind sie nicht ausgebildet.

Was die Politik angeht, erwarte nichts und du wirst nicht enttäuscht werden.
Im Endeffekt versucht man nur die Zeit bis zum Impfstoff, alternativ zum Sommer, zu überbrücken, legt dabei ganze Branchen lahm, nach welchen Vorgaben bleibt schleierhaft. Vom Gefühl her würde ich sagen es sind die, die keine echte Lobby haben.
Politische Aktionen wie das Abbestellen der Beatmungsgeräte durch Spahn im November 20 (ca. 1600 der 10.000 wurden ausgeliefert) bei gleichzeitiger Dauermahnung über mangelnde Intensivbettenkapazitäten passen nur dann zusammen, wenn man weiß, dass man zwar Betten fast beliebig freigeben, aber kein Personal dafür klonen kann.
Und im Gegensatz zum Standardpolitiker muss der Intensivpfleger etwas können.

Vieles wirkt wie blanker Aktionismus. Was heute wichtig, das war gestern noch egal.

 Ein Tempolimit würde wohl einige junge Leben retten
Ein Tempolimit würde wohl einige junge Leben retten.

Corona hat uns auch gezeigt, dass man mal ohne Oktoberfest, Kreuzfahrt und Fernreise auskommen kann. Es hat die Rhythmen durchbrochen und Raum für neue Aktivitäten geschaffen.

Seit Beginn der Pandemie gilt: Steck dich und andere nicht an und tue das nötige dafür. 
So einfach wäre das, aber seit Beginn hat die Politik den Bürgern nicht zugetraut, dass sie das selbst hinbekommen.
In der ganzen Diskussion vermisse ich den Adlerblick, den Blick aufs Ganze.
Große Teile von Politik und Medien sitzen wie das Kaninchen vor der Schlange. Erstarrt blicken sie auf die Zahlenschlangen und sind unfähig zu langfristigen Handlungen.
Das finde ich schade.

2021

Parks, Restaurants, Kinos, Friseure, Tattoostudios und Theater bleiben zu, während bei den Autoherstellern die Bänder rauschen, man ÖPNV nutzen soll und sich die Leute in den Bergen gegenseitig auf die Füsse treten.
Wir erleben einen “harten” Lockdown der nur 10% der Bevölkerung betrifft. Der Rest ist in Kurzarbeit, verbeamtet, bei Großkonzernen oder zählt zu den 26.000.000 Pension/Rentenbeziehern.

Ohne Kunst und Kultur wird es still – so der Titel einer Kampagne der Kulturschaffenden.
Das wurde es auch, nicht nur an Silvester.
Aber Kunst und Kultur wird seinen Weg wieder finden, letztendlich unterscheidet uns das vom Affen.
Ich bin da optimistisch.
Das schaffen wir.

Freuen wir uns auf 2021.

Epilog

Wir haben uns so auf Corona fixiert, dass ganz nebenbei Aserbaidschan mit Erdogans Hilfe Bergkarabach in Schutt und Asche bomben konnte und es hat keinen interessiert. Am wenigsten Heiko Maas unseren Aussenminister. Der war da gerade einsam in Quarantäne.

Ein Minister leidet öffentlich, es ist zum Fremdschähmen.

Julian Assange wird aktuell der Prozess gemacht – auch nicht so wichtig.
Verkehrsminister Scheuer verschleudert hunderte Millionen Steuergelder.
Die Chinesen kaufen wieder deutsche Autos wie bekloppt. Audi und BMW freut es und es werden fette Boni ausgeschüttet.
TUI & Co sind systemrelevant – weil Urlaub – und erhalten Milliarden Steuergelder.
Die E-Autos in Deutschland boomen, da man ohne Bonitätsnachweis bis zu 9500€ vom Steuerzahler bekommt, wenn man sich  für ein lokal emissionsfreies Gefährt entscheidet.
Merke: Geringverdiener kaufen keine E-Autos, wollen deren Kinder aber die 3×500€ Corona Studienzuschuss, dann muss man sich finanziell offenbaren.
Unzählige Pflegekräfte erhalten keinen Corona Bonus.
Selbst die Abwahl Trumps geht fast im Coronafieber unter.
Dabei hat Trump einen schönen Satz von sich gegeben:
“Don’t let the virus dominate your life.”

Corona – Respekt statt Repressalien

Ich bin ja gerade in diesen Wochen sehr oft in Kliniken. Auf Arbeit mit Kamera.
Ich erlebe immer ein hochmotiviertes Team aus Schwestern, Pflegern, Ärztinnen und Ärzten.
Mit viel Galgenhumor wenn es um die Anerkennung des Berufes gerade bei Schwester und Pfleger geht.
Natürlich befinden sich auch Covid Patienten in den Kliniken. Aktuell steigen die Zahlen und glaubt mir, keiner will das Bett mit einem Covid Patienten tauschen.

Das Virus ist da und es stecken sich Leute an, das ist der Fakt. Was ein absoluter Blödsinn ist, das ist ein Lockdown light wie er der Politik als Allheilmittel einfällt. Das sind die Reaktionen einer Gesellschaft, die das Miteinander und den Respekt voreinander scheinbar verloren hat.

Ich mag die Maske nicht, aber trage sie Dritten gegenüber aus Respekt. Weil diese Leute sonst Angst haben. Damit kann ich leben, das werde ich überleben.
Schwerer tue ich mir mit Söders Panik- und Prügelpolitik. Die bringt uns nicht weiter und AHA wird zu “Alle haben Angst”.

Also – passt auf, dass eurem Nächsten nichts passieren kann. Dann wird alles besser.

Ja, das Bild ist reisserisch. Covid19 Kleidung und garantiert 100% nicht atmungsaktiv. Muss ja.

Nigeria Connection

Post aus Afrika

Mal ehrlich, wer hat noch keine dieser Mails aus Nigeria oder anderen Teilen Afrikas erhalten?
Deren Inhalt ungefähr lautet: Hallo ich bin XY aus Irgendwo und wir haben entdeckt, dass Sie der letzte lebende Verwandte / Freund/ Jemand von Herrn Nocheinname sind. Dieser ist leider verstorben und hat ein volles Konto hinterlassen. Hier gibt es Textbeispiele.
Darauf finden sich hohe Millionenbeträge und ausgerechnet Sie, der Mailempfänger sind jetzt der rechtmässige Besitzer, oder als solcher auserkoren.

35 Millionen US Dollar

Natürlich bekommen Sie nicht den gesamten Betrag von sagen wir 35 Millionen US Dollar, aber immerhin 70-90%. Sie müssen sich nur rückmelden.
Bekannt ist diese Masche, bei der nur einer verdient, unter dem Begriff Nigeria Connection.

Erstaunlich ist, wie viele Menschen in die Falle tappen und den Betrügern Geld überweisen um den ausgelobten Betrag zu erhalten. Denn es gibt dann doch immer Probleme und die Millionen werden erst frei, wenn gewisse Gebühren bezahlt und Beamte geschmiert sind. Aber 10.000€ sind ja Peanuts im Vergleich zu zig Millionen US Dollar.

Nigeria callin’

Bei der Rückfahrt von einem Dreh aus Berlin im Mai 2018 war ich am Mail checken und darunter war dann eine aus Nigeria.
Jemand der sich Oyiza nannte würde gerne einen Film in München drehen und überhaupt. Viel Text, wenig Info.
Zuerst habe ich die Mail zur Seite geschoben, aber da noch Stunden an Beifahrereri vor mir lagen, die Nacht vorbei glitt und Zeit im Überfluss vorhanden war tippte ich eine kurze Antwort.

Einen Tag später eine neue Mail. Und ein angehängtes Briefing.
Geld wollte erstmal keiner von mir. Aber man freue sich auf die Zusammenarbeit, von der aus meiner Sicht noch gar nicht die Rede war.
Die Kommunikation war dennoch etwas verworren, mal von Nigeria, dann NewYork dann wieder von einem anderen Ort in Afrika die Rede, wo man sich gerade befände und nur kurz antworten könne.
Und es waren Sätze wie: “Congratulations again on a very successful and note-worthy outing. You must all be proud.” die ich nicht so ganz verorten konnte.

Aber jede Kultur hat ihre Sprachform, das lernt man sehr schnell wenn man auch abseits eines Büros arbeitet.
Ehe ich mich versah war ein Zeitplan da und endlich war die Location klar, das Haus der Kunst in München. Zudem war immer von einem El die Rede.
Und alles bekam Struktur und ich einen Ansprechpartner, den Kurator vor Ort.

El Anatsui
El Anatsui und sein Team bei der Planung

Alles wurde rund, der ghanische Bildhauer El Anatsui war im Begriff eine große Ausstellung im HdK unter dem Titel “Triumphant Scale” für Ende 2019 vorzubereiten.
Und bei Oyiza handelte es sich um eine nigerianische Filmemacherin, die an einer Doku über El Anatsui arbeitete und eben die Ausstellung in München und die Vorbereitungen als Teil mit in den Film aufnehmen mochte.
Dazu brauchte sie jemanden vor Ort, der ab und an vorbeischaute und Interviews oder Entwicklungsschritte der Ausstellung drehte, eben einen wie mich.
Geld war ehrlich gesagt nicht viel vorhanden, aber sowas mache ich gerne.

Die aus Afrika und die Doktorin

Ich hatte da aber noch nicht mit Dr. Elena H. gerechnet.
Ihres Zeichens Pressechefin des HdK. Die wurde von meinem erstmaligen Auftauchen komplett überrascht. Oyiza hatte uns tags zuvor per mail angekündigt und wir knallten gegen eine deutsche Mauer aus “so geht das nicht”.

Nach einigem hin und her waren wir trotzdem drin und konnten drehen. Aber jedes mal wenn wir auftauchten hat man uns sehr deutlich zu verstehen gegeben, dass wir nicht willkommen sind. Aber jedes mal sind wir reingekommen, manchmal nicht ganz legal, aber für mich wurde es zum Sport, an der promovierten Dame des Hauses vorbei zu kommen, die aus meiner Sicht ein absolut unprofessionelles Verhalten an den Tag legte.
Aber das kann man sich wohl leisten, wenn man in einem hochsubventionierten Apparat arbeitet. In 30 Berufsjahren habe ich das schon einige wenige mal erlebt, leider.

Aus meiner Sicht hat sie sich auch unmöglich gegenüber Oyiza verhalten, wenn ich ehrlich bin nach dem Motto “die von da unten aus Afrika”.
Klassischer unbewusster Rassismus.
El dagegen wurde heftigst umschwänzelt. Insgesamt keine gute Stimmung aber irgendwie passend zur Geschichte des HdK.
Dabei wäre es so einfach gewesen aber deutsches Kompetenzgewummer hat schon immer Dinge unnötig erschwert.

Die Arbeit mit El war sehr angenehm. Keinerlei Allüren, ein Künstler der natürlich sein Werk best dargebracht sehen möchte und mit allen Beteiligten, gerade den Handwerkern die es ja montieren, auf einer Ebene unterwegs ist.

Alles in allem war es ein sehr angenehmer und interessanter Job.
Interessant auch, weil Oyiza immer für Überraschungen gut war.
Bei der Premiere war sie dann auch vor Ort und wir machten zahlreiche Interviews unter den begeisterten Gästen und giftigen Blicken Elenas.

Neulich kam wieder eine Mail aus Nigeria. Ein naher Verwandter ist leider verstorben.
Habe jetzt mal 5000 € überwiesen. Bin bald reich.

Mit T-Rex auf Tour

Reichweite.

Reichweite ist das neue Schlagwort der Mobilität.
Das wird von den Herstellern auf den Kilometer genau angegeben und hat das Liter pro 100 Kilometer längst in Vergessenheit geraten lassen.
Zeit für uns, auch einmal in dieses Thema einzusteigen.

Wie praktisch sind D-Autos?

Die Anzahl der Antriebstypen ist ja mittlerweile kaum mehr zu überblicken. Das E-, B-, D- oder H2 Auto bereichert unsere Strassen ebenso wie das CNG Gefährt.
Für unseren Test haben wir uns für D-Mobility entschieden. Eine kleine Batterie in Kombination mit einer Hubkolbenmaschine ist die Grundlage dieser Technik.
Anstelle von Zünd- werden Glühkerzen verwendet und die Hersteller versprechen Reichweiten von über 1000 Kilometern.
Die Energie wird aus Überresten prähistorischer Tiere und Pflanzen gewonnen. Damit ist diese Antriebstechnik CO2 neutral bis zum Zeitpunkt 70 Millionen Jahre vor Christi Geburt.

Die Aufgabe

1100 Kilometer möchten wir zurücklegen. 550 hin und 550 Kilometer zurück. Autobahn und Landstraße liegen vor uns. Fünf bis 6 Stunden Fahrt müssen wir für eine Fahrt einplanen sagt das Navi.

Aber zunächst haben wir ein Problem.
Laut Bordcomputer unseres D-Autos haben wir nur noch für 370 Kilometer Energie an Bord.
Wir entscheiden uns, das Fahrzeug vollzutanken. Wer weiss wie gut die Ladeinfrastruktur von Bayern bis NRW ausgebaut ist.
So gilt unsere erste Suche einer Lademöglichkeit kaum dass wir die lokale Parkstation verlassen haben.
Wir haben Glück, nur ca. 1000 Meter weiter finden wir eine freie D-Ladesäule.

Eine freie Ladesäule. 100% Betankung mit D-Power.

Wir fackeln nicht lange, stecken das Fahrzeug an und beginnen den Ladevorgang.
Es dauert dann doch fast zwei Minuten bis 80% des maximalen Tankfüllzustandes erreicht sind.
Die Ladeleistung bleibt hier konstant und 30 Sekunden später zeigt ein Plopp das erfolgreiche Ladeende (100%) an.
Insgesamt fünf Minuten inklusive Bezahlung vergehen. Das kann man optimieren, zum Beispiel durch schnelleres Personal an der Kasse.
Dann geht es nach wenigen Kilometern auf die Autobahn Richtung Norden.

Die Strecke ist relativ frei. Wir gehen auf Tempomat 120 km/h um nicht zu viel Energie auf dem Asphalt zu lassen. Der Mittelstreifen ist unser Habitat, rechts rollen der Schwerlastverkehr und die Teslas.

780 Kilometer Reichweite zeigt das System, aber wie vertrauenswürdig ist das? Sicherheitshalber checken wir parallel die Ladeinfrastruktur auf der Strecke. Nach kurzer Zeit steigt die prognostizierte Reichweite auf über 900 Kilometer. Treibt da einer Schabernack?

Alles läuft reibungslos, die Klimaautomatik sorgt für eine angenehme Innentemperatur, auch wenn uns klar ist, dass das auf die Reichweite gehen wird. So zieht das Innovationswunderland Deutschland an uns vorbei.
Ein Hörbuch läuft, der Antrieb ist nicht zu hören.
Ab und an wird auf 160 km/h beschleunigt um Urlauberkolonnen zu überholen.
Nicht zu oft, da hier enorm Energie verbraucht wird.

Nach ca 4 Stunden dann der erste Halt. Ernüchterung.

Weit und breit keine Ladesäule.

Der Autobahnrastplatz ist beleuchtet, bietet neben Sitz- auch Möglichkeiten der Erleichterung, aber es ist weit und breit keine Ladesäule zu sehen.
Fast 400 Kilometer liegen hinter und, der Ladezustand noch oberhalb 50%.
Zurück ans Steuer, es geht weiter.
Zwei Stunden später sind wir am Ziel.
Nach fast sechs Stunden und 550 Kilometern rollen wir gerade noch mit 30% Restenergie auf den Hotelparkplatz im Nichts.
Uns ist klar – so kommen wir nicht mehr zurück.

Wir müssen

Aber nach 2 Tagen geht es zurück. Es ist ein Sonntag auf dem Lande und weit und breit keine Ladesäule zu sehen. Nach 60 Kilometern erreichen wir endlich eine asphaltierte Autobahn.
Kurz darauf taucht das Symbol einer D-Ladestation auf.
Wir nehmen die Ausfahrt und uns bleibt die Luft weg. An der Station werden unverschämt hohe Preise für D-Power gefordert.

Nicht mit uns, wir nehmen das Risiko auf uns und hoffen auf eine weitere Lademöglichkeit entlang der Strecke. Aber es dauert.

Gerade einmal 870 km gefahren, da fällt die Reichweite auf 130 km
Gerade einmal 870 km gefahren, da fällt die Reichweite auf 130 km

Wir haben fast 40% unserer Strecke geschafft, als der Ladestand auf 5% fällt.
130 Kilometer gibt uns das System noch, da taucht endlich das ersehnte Ladestellensymbol auf.
Nichts wie raus und ran an die Säule. Die ist Gott sei Dank frei.
Der Anschluss passt und nach einem Druck auf den Hebel pulsiert die Energie.

Power dank Ladestation.

Wir entscheiden uns trotz der zusätzlichen Minute, das Fahrzeug komplett auf 100% vollzutanken.
Manchmal muss man sich die Zeit einfach nehmen um mobil zu sein.
Wir wollen uns für die restlichen 250 Kilometer einfach keinen Stop mehr aufladen.
Wir wollen nach Hause, der Wagen läuft 185 km/h.

Frisch aufgefüllt verspricht die Bordelektronik mit 70 Litern D-Power 960 Kilometer Reichweite.
Nach 1100 Kilometern kann man sagen: D-Power macht das Auto mobil.

Eckdaten:
Citroen Spacetourer EAT8 – 2.0ltr Diesel 177 PS
Tankfüllung 70ltr.
Verbrauch auf dieser Fahrt 7,4ltr/100 km

Max. Zuladung: 1000 kg, Eigengewicht 1800 kg

Nichts ist so live wie das Leben

Die Live-Übertragung, das war früher die hohe Kunst des Fernsehens.
Von einfachen Liveschalten zu wichtigen Menschen des öffentlichen Lebens, Aufsagern von Reportern, Shows bis hin zu Mega Sport Events.

Live – Alltag
Heute ist live auf “Sendung” gehen für viel Menschen so selbstverständlich wie das Selfie.
Sie nutzen dazu Twitch, Insta, Facebook, YouTube… Die Liste der Abspielplattformen wird ständig erweitert.

Dank Corona sind Videokonferenzen bis zum Lehrerkollegium vorgedrungen und selbst die wenig reformwillige Kirche bringt Gottes Wort via Streaming zu den Schäfchen.

Satellit gestern – Web heute
Das klassische Livefernsehen basiert auf der Satellitentechnik.
Bild und Ton werden vom Ü-Wagen kommend von einem SNG, das ist das Auto mit der Satellitenschüssel auf dem Dach, digital gewandelt, ins Weltall geschossen, von einem Satelliten aufgefangen und wieder zur Erde hinab gestrahlt.


Wer die Satellitendaten kennt und über die entsprechende Technik verfügt kann das Signal empfangen und in die Sendeautomation oder nach erneuter Kodierung in das Web einspeisen.
Das Delay ist minimal und die Technik ausgereift aber wirklich sehr teuer.

Das Internet hat als Informationsmedium dem linearen TV schon lange den Rang abgelaufen. Einfach gesagt – im Web spielt die Musik.
Produziert man für das Internet, also Vimeo, Youtube, den eigenen Server oder ähnliches, dann ist das eigentlich wie das berühmte mit Kanonen auf Spatzen schiessen würde man den klassischen TV Live-Sendeweg gehen.

Theoretisch kann heute jeder sofort im Web live gehen.
Für einen einfache 1:1 Bildübertragung reicht heute das Smartphone.
Ein Blick auf twitch.com zum Beispiel zeigt, dass es auch viele tun.
Hier sind es meist Gamer, aber auch Leute wie dieser Landwirt aus Mecklenburg Vorpommern :


Fast 400 sind live dabei, wenn der gute Herr das Gärrest (Reste aus der Biogasanlage) auf sein Feld bringt. Er kommentiert dabei noch die eingehenden Zuschauerposts.
Das ist ein Vorteil von Live-Broadcast, man ist nah am Zuseher.

Professionell live gehen – wenn es besser sein soll
Professionelle Übertragungseinheiten sind heute angenehm kompakt gebaut. Es braucht keinen Mercedes Sprinter mehr. In ein koffergrosses Case passen der digitale Bildmischer (für 4 Kameras), Adapter und die Kodier- und Übertragungseinheit. Vor Ort muss es Internet geben – LAN, WLAN oder LTE, das reicht.


Das TV Studio 2 Go durchweg in HD 1080P Qualität.

Davon profitieren vor allem KMUs (kleinere und mittlere Unternehmen), Vereine, Parteien, Schulungseinrichtungen und Verbände.
In absolut hervorragender Ton und Bildqualität können Präsentationen weltweit zu absolut überschaubaren Kosten übertragen werden.
Auch hier ist das Delay minimal und liegt oft nur bei 3-5 Sekunden.

Als Bildquellen kommen natürlich neben Kamerasignalen auch Standbilder, Einspielfilme, Powerpoints, eigentlich alles was sich auf einem Rechner darstellen lässt, in Frage. Das System ist dabei beliebig skalierbar.
Über zuschaltbare Chatfunktionen können die Zusehenden Fragen stellen oder Antworten geben.
Die Übertragung kann passwortgesichert werden oder frei zugänglich sein.
Natürlich eignet sich die Technik auch für Videokonferenzen. Einfach dann, wenn es besser aussehen soll.

Nach der Übertragung steht das Material dann auf Wunsch onDemand auf der gewählten Plattform zur Verfügung.
So bauen Sie ihre eigene Mediathek.

Nichts ist so live wie das Leben. Auf geht’s.

Dominium terrae. Das Zeitalter des modernen Menschen.

Über siebenkommafünf Milliarden Menschen bevölkern den Planeten Erde. In manchen Gegenden wird es da richtig eng. Familien leben auf wenigen Quadratmetern zusammen und schaffen dennoch den Alltag.
Mindestens 162.000 Hektar Land besitzt dagegen Jeff Bezos. Der Amazon Chef nimmt damit Platz 28 der Immobilienkönige in den USA ein, also knapp vor Mittelmaß.

Wo der Mensch sich breit macht, da bleibt immer weniger Raum für Flora und Fauna. Interessant sind die oft nur noch, wenn man davon einen vollen Magen bekommt oder sie in die eigene Freizeitgestaltung passen.

Die Blechlawine überrollt alles

“Braucht es wirklich freilebende Elefanten auf unserem Planeten?”
Ist es denn nicht egal, ob es noch 200 oder null Tiger irgendwo in Indien gibt? 99,99% der Weltbevölkerung wird niemals auf einen wilden Tiger treffen, die 0,000irgendwas% es wohl bereuen.
Der Beutelwolf, der Dodo oder der Plateau Döbel, kaum hatte man sie entdeckt, da waren sie auch schon weg.
Ob jetzt eine Amsel im Garten herum springt oder nicht, was soll das?
Der Berggorilla und Blauwal sind ja schön und groß – aber sie hatten ihre Zeit.

Das Zeitalter des modernen Menschen
Ein Großteil der Tier- und Pflanzenwelt hat im Zeitalter des modernen Menschen einfach keinen Platz mehr.
Die Erde ist einem steten Wandel unterworfen. Es gab das Zeitalter der Meere, der Dinosaurier, der Großsäuger wie Riesenfaultier, Mammut oder Säbelzahntieger.
Sie sind Geschichte, waren über einen bestimmten Zeitraum die beherrschenden Arten, dann kam der Modellwechsel.
Selbst den Neandertaler hat es erwischt.

Der moderne Mensch lebt nicht mehr aus der Natur.
Der moderne Mensch hält sich das an Tieren und Pflanzen, was er zum Leben benötigt.
Er setzt auf eine Nahrungsmittelindustrie die die Versorgung sicher stellt.
Diese Industrie benötigt Raum und Ressourcen.
Sie benötigt Energie, Wasser, Licht und Transportkapazitäten.

Kunstwelten sind unser Habitat

Wie ein Biber, der ohne Rücksicht auf andere seine Burg in einen Fluss setzt um seine Art zu erhalten so agiert der modere Mensch.
Er ist die vorherrschende Art und was er tut dient ihm zum Arterhalt.
Wälder roden, Flüsse aufstauen, Strassen bauen, die Erde nach Bodenschätzen durchpflügen. Das alte Modell des Planeten der vielen Säugetiere ist überholt. Der Mensch muss den kompletten Planeten für sich übernehmen um zu überleben.

Es wird eng für andere

Vor wenigen hundert Jahren war ganz Europa ein einziger fast undurchdringlicher Wald.
Vermisst ihn jemand? Wenn heute ein Wolf auftaucht, dann bricht Panik aus.
Wenn morgen das letzte freilebende Nashorn auf einen Großwildjäger trifft, dann vermissen wir es. Wie lange? Ein halbes Jahr? Zwei Jahre?
Erinnern Sie sich noch an den Plateau Döbel (lat. Evarra eigenmanni) am Anfang des Textes? Den gab es bis 1954 in Mexiko. Die dortige Wasserverschmutzung hat er nicht überlebt. Vermissen Sie ihn?
Er hat es ja nicht einmal auf unsere Speisekarte geschafft.

“Früher gab es hier diese Nashörner – jetzt wird hier Getreide angebaut oder industriell seltene Erden, für unsere Mobilität & Kommunikation, gefördert.” So nimmt es dann die kommende Generation zur Kenntnis.
Dazu Fotos, Filme und ein Wikipediaeintrag.

Die schönsten Naturfilme entstehen demnächst ohnehin im Rechner. Für den modernen Menschen, der die Umwelt über soziale Netzwerke und das manipulative Bewegtbild wahrnimmt ist das doch ideal.

Man kann nicht alles retten – wir haben mit Banken und Konzernen schon genug zu tun und die beeinflussen unser Leben mehr als ein unbekanntes Faultier im fernen Amazonasbecken.

Macht euch die Erde untertan. Genesis 1.28

Das ist unsere Maxime. Nach der lebt der moderne Mensch, die aktuelle Krone der Schöpfung. Und doch sollten wir eines nicht vergessen, auch wir werden nur temporär die absoluten Herrscher sein. Daher muss uns eines wichtig sein: Lasst uns die Erde an nachfolgende Lebensformen besenrein übergeben.

Wir wollen ja kein schlechtes Gerede.

#ironieoff

Streaming is the new Meeting

Die Zeiten ändern sich manchmal sehr, sehr schnell.
Eine globale Gesellschaft bleibt plötzlich am Boden.

Streaming

Der Corona Virus bringt die aktuellen Abläufe durcheinander. Es findet eine Entschleunigung statt.
Aber die Geschäfte laufen weiter und auch die Kommunikation darf nicht zum Erliegen kommen.

Streaming als Meeting Ersatz

World Wide Web – der Name sagt alles. Dank des WWW können Sie immer noch fast jeden Winkel der Welt erreichen.
Videokonferenzen erlauben Ihnen den Transport audiovisueller Inhalte an Ihre Kunden und Geschäftspartner. Natürlich mit der Möglichkeiten der offenen Kommunikation in beide Richtungen.
Nutzen Sie dabei alle Möglichkeiten der Videoproduktion. Mehrkameratechnik, Einspieler, Studio, Talk, Response.

Ein weiterer Vorteil, die Inhalte bleiben als on Demand Clips auch für die Zukunft abrufbar.

Wir streamen Ihre Botschaft.
Gutes Bild, guter Ton, gutes Gefühl.

stream@machdas.de

SHITSTORM – Der Aufruhr im Abflussrohr

Shitstorm [ˈʃɪtstɔɹm] (zusammengesetzt aus englisch shitScheiße“ und storm „Sturm“[1]) bezeichnet im Deutschen das lawinenartige Auftreten negativer Kritik gegen eine Person oder ein Unternehmen im Rahmen von sozialen Netzwerken, Blogs oder Kommentarfunktionen von Internetseiten bis hin zur Schmähkritik.

“Der hat mich vielleicht zugeschissen” sagt man in manchen Gegenden des Dichterlandes Deutschland. Gemeint ist damit ein Gespräch minderen Inhaltes, das von einer Seite dominiert wird.
Statt Austausch wird einem hier die Meinung des anderen, oft in eintöniger Form, ins Ohr gedrückt.

“Zugeschissen” wird man heute von gar vielen Leuten innerhalb kürzester Zeit. Das ganze passiert anonym und digital.
Die Voraussetzungen dazu sind:
– eine Aussage treffen
– in einem Sozialen Medium.

Dabei muss man bedenken, dass das “Sozial” bei den Sozialen Medien mit dem Ursprungswort “sozial”, das ja auch für hilfsbereit, gemeinnützig oder selbstlos steht, nichts mehr gemein hat.

Ein Dienst wie Facebook ist einfach nur das Abflussrohr im Internet. In sich gekapselt und es hält den ganzen Dreck aus dem WWW draussen.
Wenn man sich allerdings darin bewegt, muss es einen nicht wundern, ab und an einen Shitstorm abzubekommen.

Zirkus mit Tieren. Schwierig.

Den zu bekommen ist ganz einfach. Manche Themen, wie Tiere, Kirche und IrgendwasmitNazi  funktionieren immer.
Da kann jeder mitreden, hat jeder schon irgendwie davon gehört, es eventuell erlebt, was aber wirklich nicht notwendig ist.
Klima ist gerade angesagt und die SPD hat es auch nicht leicht.

Es ist die Welt der Schwarz/Weiß Denker und der Missionare, der Überzeugungstäter und Alleswissenden die hier erbarmungslos zuschlägt.

Die Gespräche finden selten auf einem hohen Niveau statt, es ist ein einziges Hineindrücken von Meinungsblöcken, die scheinbar vorgefertigt auf dem Rechner liegen. Es ist so weil ich sage, dass es so ist.
Manchmal wirkt es wie ein gigantischer Hühnerhof auf dem plötzlich Panik ausbricht, jeder gackert, ohne wirklich zu wissen um was es geht.
Aber so laut auch das Geschrei ist, das schöne am digitalen Abflussrohr – es bleibt nichts hängen, es spült durch.

Und wie auf dem Hühnerhof kehrt dann wieder Ruhe ein – bis zum nächsten Aufschrei des Entsetzens.