Nichts ist so live wie das Leben

Die Live-Übertragung, das war früher die hohe Kunst des Fernsehens.
Von einfachen Liveschalten zu wichtigen Menschen des öffentlichen Lebens, Aufsagern von Reportern, Shows bis hin zu Mega Sport Events.

Live – Alltag
Heute ist live auf “Sendung” gehen für viel Menschen so selbstverständlich wie das Selfie.
Sie nutzen dazu Twitch, Insta, Facebook, YouTube… Die Liste der Abspielplattformen wird ständig erweitert.

Dank Corona sind Videokonferenzen bis zum Lehrerkollegium vorgedrungen und selbst die wenig reformwillige Kirche bringt Gottes Wort via Streaming zu den Schäfchen.

Satellit gestern – Web heute
Das klassische Livefernsehen basiert auf der Satellitentechnik.
Bild und Ton werden vom Ü-Wagen kommend von einem SNG, das ist das Auto mit der Satellitenschüssel auf dem Dach, digital gewandelt, ins Weltall geschossen, von einem Satelliten aufgefangen und wieder zur Erde hinab gestrahlt.


Wer die Satellitendaten kennt und über die entsprechende Technik verfügt kann das Signal empfangen und in die Sendeautomation oder nach erneuter Kodierung in das Web einspeisen.
Das Delay ist minimal und die Technik ausgereift aber wirklich sehr teuer.

Das Internet hat als Informationsmedium dem linearen TV schon lange den Rang abgelaufen. Einfach gesagt – im Web spielt die Musik.
Produziert man für das Internet, also Vimeo, Youtube, den eigenen Server oder ähnliches, dann ist das eigentlich wie das berühmte mit Kanonen auf Spatzen schiessen würde man den klassischen TV Live-Sendeweg gehen.

Theoretisch kann heute jeder sofort im Web live gehen.
Für einen einfache 1:1 Bildübertragung reicht heute das Smartphone.
Ein Blick auf twitch.com zum Beispiel zeigt, dass es auch viele tun.
Hier sind es meist Gamer, aber auch Leute wie dieser Landwirt aus Mecklenburg Vorpommern :


Fast 400 sind live dabei, wenn der gute Herr das Gärrest (Reste aus der Biogasanlage) auf sein Feld bringt. Er kommentiert dabei noch die eingehenden Zuschauerposts.
Das ist ein Vorteil von Live-Broadcast, man ist nah am Zuseher.

Professionell live gehen – wenn es besser sein soll
Professionelle Übertragungseinheiten sind heute angenehm kompakt gebaut. Es braucht keinen Mercedes Sprinter mehr. In ein koffergrosses Case passen der digitale Bildmischer (für 4 Kameras), Adapter und die Kodier- und Übertragungseinheit. Vor Ort muss es Internet geben – LAN, WLAN oder LTE, das reicht.


Das TV Studio 2 Go durchweg in HD 1080P Qualität.

Davon profitieren vor allem KMUs (kleinere und mittlere Unternehmen), Vereine, Parteien, Schulungseinrichtungen und Verbände.
In absolut hervorragender Ton und Bildqualität können Präsentationen weltweit zu absolut überschaubaren Kosten übertragen werden.
Auch hier ist das Delay minimal und liegt oft nur bei 3-5 Sekunden.

Als Bildquellen kommen natürlich neben Kamerasignalen auch Standbilder, Einspielfilme, Powerpoints, eigentlich alles was sich auf einem Rechner darstellen lässt, in Frage. Das System ist dabei beliebig skalierbar.
Über zuschaltbare Chatfunktionen können die Zusehenden Fragen stellen oder Antworten geben.
Die Übertragung kann passwortgesichert werden oder frei zugänglich sein.
Natürlich eignet sich die Technik auch für Videokonferenzen. Einfach dann, wenn es besser aussehen soll.

Nach der Übertragung steht das Material dann auf Wunsch onDemand auf der gewählten Plattform zur Verfügung.
So bauen Sie ihre eigene Mediathek.

Nichts ist so live wie das Leben. Auf geht’s.

Dominium terrae. Das Zeitalter des modernen Menschen.

Über siebenkommafünf Milliarden Menschen bevölkern den Planeten Erde. In manchen Gegenden wird es da richtig eng. Familien leben auf wenigen Quadratmetern zusammen und schaffen dennoch den Alltag.
Mindestens 162.000 Hektar Land besitzt dagegen Jeff Bezos. Der Amazon Chef nimmt damit Platz 28 der Immobilienkönige in den USA ein, also knapp vor Mittelmaß.

Wo der Mensch sich breit macht, da bleibt immer weniger Raum für Flora und Fauna. Interessant sind die oft nur noch, wenn man davon einen vollen Magen bekommt oder sie in die eigene Freizeitgestaltung passen.

Die Blechlawine überrollt alles

“Braucht es wirklich freilebende Elefanten auf unserem Planeten?”
Ist es denn nicht egal, ob es noch 200 oder null Tiger irgendwo in Indien gibt? 99,99% der Weltbevölkerung wird niemals auf einen wilden Tiger treffen, die 0,000irgendwas% es wohl bereuen.
Der Beutelwolf, der Dodo oder der Plateau Döbel, kaum hatte man sie entdeckt, da waren sie auch schon weg.
Ob jetzt eine Amsel im Garten herum springt oder nicht, was soll das?
Der Berggorilla und Blauwal sind ja schön und groß – aber sie hatten ihre Zeit.

Das Zeitalter des modernen Menschen
Ein Großteil der Tier- und Pflanzenwelt hat im Zeitalter des modernen Menschen einfach keinen Platz mehr.
Die Erde ist einem steten Wandel unterworfen. Es gab das Zeitalter der Meere, der Dinosaurier, der Großsäuger wie Riesenfaultier, Mammut oder Säbelzahntieger.
Sie sind Geschichte, waren über einen bestimmten Zeitraum die beherrschenden Arten, dann kam der Modellwechsel.
Selbst den Neandertaler hat es erwischt.

Der moderne Mensch lebt nicht mehr aus der Natur.
Der moderne Mensch hält sich das an Tieren und Pflanzen, was er zum Leben benötigt.
Er setzt auf eine Nahrungsmittelindustrie die die Versorgung sicher stellt.
Diese Industrie benötigt Raum und Ressourcen.
Sie benötigt Energie, Wasser, Licht und Transportkapazitäten.

Kunstwelten sind unser Habitat

Wie ein Biber, der ohne Rücksicht auf andere seine Burg in einen Fluss setzt um seine Art zu erhalten so agiert der modere Mensch.
Er ist die vorherrschende Art und was er tut dient ihm zum Arterhalt.
Wälder roden, Flüsse aufstauen, Strassen bauen, die Erde nach Bodenschätzen durchpflügen. Das alte Modell des Planeten der vielen Säugetiere ist überholt. Der Mensch muss den kompletten Planeten für sich übernehmen um zu überleben.

Es wird eng für andere

Vor wenigen hundert Jahren war ganz Europa ein einziger fast undurchdringlicher Wald.
Vermisst ihn jemand? Wenn heute ein Wolf auftaucht, dann bricht Panik aus.
Wenn morgen das letzte freilebende Nashorn auf einen Großwildjäger trifft, dann vermissen wir es. Wie lange? Ein halbes Jahr? Zwei Jahre?
Erinnern Sie sich noch an den Plateau Döbel (lat. Evarra eigenmanni) am Anfang des Textes? Den gab es bis 1954 in Mexiko. Die dortige Wasserverschmutzung hat er nicht überlebt. Vermissen Sie ihn?
Er hat es ja nicht einmal auf unsere Speisekarte geschafft.

“Früher gab es hier diese Nashörner – jetzt wird hier Getreide angebaut oder industriell seltene Erden, für unsere Mobilität & Kommunikation, gefördert.” So nimmt es dann die kommende Generation zur Kenntnis.
Dazu Fotos, Filme und ein Wikipediaeintrag.

Die schönsten Naturfilme entstehen demnächst ohnehin im Rechner. Für den modernen Menschen, der die Umwelt über soziale Netzwerke und das manipulative Bewegtbild wahrnimmt ist das doch ideal.

Man kann nicht alles retten – wir haben mit Banken und Konzernen schon genug zu tun und die beeinflussen unser Leben mehr als ein unbekanntes Faultier im fernen Amazonasbecken.

Macht euch die Erde untertan. Genesis 1.28

Das ist unsere Maxime. Nach der lebt der moderne Mensch, die aktuelle Krone der Schöpfung. Und doch sollten wir eines nicht vergessen, auch wir werden nur temporär die absoluten Herrscher sein. Daher muss uns eines wichtig sein: Lasst uns die Erde an nachfolgende Lebensformen besenrein übergeben.

Wir wollen ja kein schlechtes Gerede.

#ironieoff

Streaming is the new Meeting

Die Zeiten ändern sich manchmal sehr, sehr schnell.
Eine globale Gesellschaft bleibt plötzlich am Boden.

Streaming

Der Corona Virus bringt die aktuellen Abläufe durcheinander. Es findet eine Entschleunigung statt.
Aber die Geschäfte laufen weiter und auch die Kommunikation darf nicht zum Erliegen kommen.

Streaming als Meeting Ersatz

World Wide Web – der Name sagt alles. Dank des WWW können Sie immer noch fast jeden Winkel der Welt erreichen.
Videokonferenzen erlauben Ihnen den Transport audiovisueller Inhalte an Ihre Kunden und Geschäftspartner. Natürlich mit der Möglichkeiten der offenen Kommunikation in beide Richtungen.
Nutzen Sie dabei alle Möglichkeiten der Videoproduktion. Mehrkameratechnik, Einspieler, Studio, Talk, Response.

Ein weiterer Vorteil, die Inhalte bleiben als on Demand Clips auch für die Zukunft abrufbar.

Wir streamen Ihre Botschaft.
Gutes Bild, guter Ton, gutes Gefühl.

stream@machdas.de

SHITSTORM – Der Aufruhr im Abflussrohr

Shitstorm [ˈʃɪtstɔɹm] (zusammengesetzt aus englisch shitScheiße“ und storm „Sturm“[1]) bezeichnet im Deutschen das lawinenartige Auftreten negativer Kritik gegen eine Person oder ein Unternehmen im Rahmen von sozialen Netzwerken, Blogs oder Kommentarfunktionen von Internetseiten bis hin zur Schmähkritik.

“Der hat mich vielleicht zugeschissen” sagt man in manchen Gegenden des Dichterlandes Deutschland. Gemeint ist damit ein Gespräch minderen Inhaltes, das von einer Seite dominiert wird.
Statt Austausch wird einem hier die Meinung des anderen, oft in eintöniger Form, ins Ohr gedrückt.

“Zugeschissen” wird man heute von gar vielen Leuten innerhalb kürzester Zeit. Das ganze passiert anonym und digital.
Die Voraussetzungen dazu sind:
– eine Aussage treffen
– in einem Sozialen Medium.

Dabei muss man bedenken, dass das “Sozial” bei den Sozialen Medien mit dem Ursprungswort “sozial”, das ja auch für hilfsbereit, gemeinnützig oder selbstlos steht, nichts mehr gemein hat.

Ein Dienst wie Facebook ist einfach nur das Abflussrohr im Internet. In sich gekapselt und es hält den ganzen Dreck aus dem WWW draussen.
Wenn man sich allerdings darin bewegt, muss es einen nicht wundern, ab und an einen Shitstorm abzubekommen.

Zirkus mit Tieren. Schwierig.

Den zu bekommen ist ganz einfach. Manche Themen, wie Tiere, Kirche und IrgendwasmitNazi  funktionieren immer.
Da kann jeder mitreden, hat jeder schon irgendwie davon gehört, es eventuell erlebt, was aber wirklich nicht notwendig ist.
Klima ist gerade angesagt und die SPD hat es auch nicht leicht.

Es ist die Welt der Schwarz/Weiß Denker und der Missionare, der Überzeugungstäter und Alleswissenden die hier erbarmungslos zuschlägt.

Die Gespräche finden selten auf einem hohen Niveau statt, es ist ein einziges Hineindrücken von Meinungsblöcken, die scheinbar vorgefertigt auf dem Rechner liegen. Es ist so weil ich sage, dass es so ist.
Manchmal wirkt es wie ein gigantischer Hühnerhof auf dem plötzlich Panik ausbricht, jeder gackert, ohne wirklich zu wissen um was es geht.
Aber so laut auch das Geschrei ist, das schöne am digitalen Abflussrohr – es bleibt nichts hängen, es spült durch.

Und wie auf dem Hühnerhof kehrt dann wieder Ruhe ein – bis zum nächsten Aufschrei des Entsetzens.

AllTalksmenschen

Wir haben immer nur die 2-3 Minuten Aufmerksamkeit.
Dann geht es weiter.
Aber in vielen Menschen schlummern Geschichten die darauf warten erzählt zu werden.
Dafür können 10 Minuten reichen oder fünf Stunden zu wenig sein.

Ich habe mir vorgenommen nicht prominenten Menschen einen Raum dafür zu geben.
Dank YouTube wird das möglich.

Das Projekt läuft 4free und macht mir einfach Spass.
Ich liebe Inhalte, neudeutsch Content, und sehe es als meinen Beitrag gegen die Wortfetzerei um uns herum.

2019 waren es zwei Menschen – 2020 sollen es drei bis vier Interviews werden.
Wer jemanden mit verborgenen Geschichten kennt – alltalksmensch@machdas.de

Uns kann keiner

Nichts bleibt ewig

Gehen wir in das Jahr 2006.
Eine Weihnachtsfeier.

Ein Zusammentreffen der führenden Mobilfunkgerätehersteller.

Die Stimmung ist gut, auch wenn in der Presse immer wieder von einem “next big thing” orakelt wird. Steve Jobs, so liest man, wolle ein Mobiltelefon, ein MacPhone auf den Markt bringen.

Ein Vertreter von Nokia greift genüsslich nach den Schnittchen.

Seit Siemens mobile von BenQ übernommen wurde hat der Platzhirsch einen europäischen Konkurrenten weniger. Neue sind nicht in Sicht.

Am Nebentisch erklärt der Vertreter von Motorola einigen Journalisten, dass Klapphandys gar nicht so leicht zu fertigen sind, immerhin müssten die Verbindungsdrähte abertausende Klappbewegungen ohne knicken überleben. Und in der Fertigung kleiner, hochpräziser Tastaturen, so die COE von Alcatel haben die etablierten Hersteller einen enormen Vorsprung.

Nicht zu vergessen die bunten Wechselcover wirft einer der Finnen ein.

Genial, murmelt der Herr von Maxfield.

Apple – die lediglich KnowHow in klobigen Computertastaturen haben, würden sich da ganz schön umschauen. Letztendlich seien das handschmeichelnde Design und die Tastatur in Verbindung mit einem gut lesbaren, beleuchteten, mehrzeiligen Display das, was ein gutes Handy ausmache. 

Nokia denke bereits darüber nach eine Packung Kleenex nach Cupertino zu schicken.
Für die blutige Nase die sich der geniale Jobs diesmal holen werde.

Plötzlich wird es ruhig im Raum.
Blackberry ist da. Die Kanadier sind sich der Aufmerksamkeit gewiss. Die unangefochtene Nummer eins unter den Business Mobiltelefonen wiegt sogar mehr als Millionen verkaufter Finnenhandys.

Die als kühl geltenden Kanadier brechen in schallendes Gelächter aus, als sie auf das angebliche MacPhone angesprochen werden. Wer bitte will ein Gadget Handy mit Apfel Taste? Die Leute wollen Telefonieren und die etwas hipperen schicken diese SMS von einem Gerät zum anderen.

Endlich taucht auch die Crew von Sony Ericsson auf. Man habe eben noch die Quartalszahlen präsentiert und der Presse einen Ausblick auf das Jahr 2007 gegeben. Ein Ende des Wachstums ist nicht abzusehen. Die nächste Generation der Handys werde noch kleiner und ein SMS Versand an mehrere Empfänger wird möglich werden.
Jubel.
Erste Sektkorken knallen.

Am 09. Januar 2007 präsentiert Apple das iPhone.
Ohne Tastatur klappt es auf Anhieb.

2007 wurde auf der größten Film&Broadcast Messe, der NAB in Las Vegas, der Startschuss für die RED one bekannt gegeben.
Was haben viele gelacht.
Jim Jannard, der Besitzer von Oakley baut jetzt die erste digitale Kamera für Hollywood. Ohne Filmrolle!?!
Dem Kopfschütteln folgte ein Köpfe rollen bei den etablierten Herstellern. Übrig blieben RED und ARRI.

Ach ja – Tesla baut in Brandenburg Elektroautos. Ab 2021. 150.000 Stück pro Jahr.
Wenn dieser grössenwahnsinnige Amerikaner nicht vorher pleite geht. Weil er kann es nicht.

 

 

Raum auf Rädern.

Weltumrunder T5.2 Caravelle 2.0 CR 102 PS Euro5

6,94 mal hat es der T5 Caravelle um die Erde geschafft.
278.000 Kilometer in nicht ganz acht Jahren. Drei Wasserpumpen samt Zahnriemen, AGR, Abgassensor, eine Batterie, Bremsscheiben und je drei Sätze Reifen brauchte es dazu.
Geschätzt 22000 Liter Diesel wurden in Mobilität, Wärme, Feinstaub, NoX und C02 umgewandelt.
In der ganzen Zeit blieb er nur ein einziges mal liegen – bei 272.000 km, mit defekter Wasserpumpe. Ausgerechnet in Italien. Danke an die BWLer von VW.
Und er läuft immer noch wie ein Uhrwerk, nur fährt ihn jetzt ein anderer bis zum Mond.

Ein Teamwagen ist kein Traumwagen.

Es war Zeit für einen neuen Wagen – natürlich eine Bus, natürlich ein Diesel. Es gibt weder batterie-, noch wasserstoffgetriebe Fahrzeuge in dieser Klasse und ein Benziner ist wirklich keine Alternative.

Aber was für einen? Ein T6?
Der Motor ist jetzt (leider) ein anderer. Euro 6. Bald kommt der T6.2 mit Euro6 dtemp.
Denn aktuell hat VW immer noch Abgasprobleme mit dem T6 Dieselmotor.
Über ein Jahrzehnt Betrug statt Forschung rächen sich jetzt.
Die Grundkarosse des T6 ist seit 2004 auf dem Markt und was Crashverhalten und innere Sicherheit (Airbags) angeht nicht mehr up to date.

Alternativen zum T6 gibt es mittlerweile genug. Ford Tourneo Custom.

Daher setze ich nach drei VW Caravelle diesmal bei der Marke VW aus.
Es gibt von Ford, Mercedes, Hyundai, Nissan, Citroen, Peugeot, Opel und Toyota genug modernere Alternativen.

Hyundai H1 – Der Bus aus Korea

Was macht einen idealen Teamwagen aus?

Da wäre zuerst Platz, dann Platz, Platz und ganz wichtig ist Platz.
Platz für mindestens drei Leute.
Platz für Equipment, Platz für Reisegepäck und nicht zuviel Platz wenn man das Auto in Innenstädten abstellt.
Dann spielt auch die Höhe eine Rolle, denn 1.90m und darunter machen den Van Parkgaragen tauglich.
Natürlich muss der Wagen die Abgasnorm “Euro6 dtemp” erfüllen, nicht dass man in Berlin Schnappatmung bekommt.

Was wird es?

Volkswagen T6.1 – Facelift vom Facelift, sehr teuer. hoch (>1.94m)
Ford Tourneo Custom – zu wuchtig, hoch (>1.97m)
Mercedes V-Klasse – zu lang (>5m), Facelift vom Facelift, teuer, Heckantrieb
Hyunda H1 – zu lang (>5m), Heckantrieb
Nissan NV200 – hässlich, zu klein
Volvo XC90 – leider, leider zu klein (ist ja auch kein Bus, aber sehr schön)

Valenciennes statt Hannover.

9.65 Quadratmeter Fläche muss man mindestens frei haben um einen Spacetourer/Traveller/Proace/Zafira Life darauf zu Parken.


Der im französischen Valenciennes gebaute Bus von PSA/Toyota ist mit 4.95m Länge nur 5cm länger als der T5/6 und damit immer noch gut in Städten parkbar, aber er ist nur 1.90 hoch und geht in jede Parkgarage.
Ausser in Köln, da gibt es mindestens eine mit 1,80 Meter.
Die Entscheidung fiel trotzdem nicht leicht.

Warum ist der Spacetourer ein guter Teamwagen?

Citroen Spacetourer HDI 177 PS Euro 6 DTemp

Man bekommt verdammt viel Auto für sein Geld.
Dabei zählen alleine die Angebote in diesem Internet, die weit unter den offiziellen Listenpreisen liegen.
Die Ausstattung liegt dabei weit über der eines T6 mit vergleichbarem Preis.

Fahrzeuge mit Abstandtempomat, 2-Zonen Klimaautomatik, Automatikgetriebe, 177 PS, 2 Liter Hubraum, 6 Airbags, Sitzheizung, variabler Bestuhlung, metallic, Apple Car Play, PDC&Rückfahrkamera sind schon für weit unter €30k netto zu bekommen.
Neben ausreichend Platz hat der Spacetourer einige sehr pfiffige Details die im Alltag nützlich sind.

Zum einen hat er Becherhalter über das ganze Fahrzeug verteilt.
Mir ist es ehrlich egal ob einem Auto ein Längsbaukasten oder ein Querbaukasten als Plattformkonzept zu Grunde liegt, ich brauche einen Abstellplatz für meinen Kaffeebecher.
Ich brauche erreichbare Ablagen in grosser Zahl und Lehnen an den Sitzen, eine automatische Klimaanlage und einen Tempomat.
Wer öfter weite Strecken am Stück zu zweit oder dritt fährt, der weiss wie wichtig das alles ist. Du lebst im Auto.
Ebenfalls hat der Spacetourer vier 12V Anschlüsse verteilt im Fahrgastraum, dann noch einen 220V Anschluss hinter dem Beifahrersitz.
Ein Tischchen für die hintere Sitzreihe fehlt ebensowenig wie eine praktische Taschenlampe im Heck. Natürlich gibt es USB Anschlüsse und Android/Apple Konnektivität.
Dank den per Schienensystem verschiebbaren Sitzen lässt sich der Innenraum frei umgestalten.
Der Van wiegt nur 1750 kg und kann eine Tonne zuladen, mit einer AHK 2500 kg ziehen.

Was ich jetzt schon mag?
Die hochklappbare Heckscheibe bei geschlossener Heckklappe. In Verbindung mit der Schiebetür ideal für Car2Car Drehs.

Eigens aufklappbare Heckscheibe. Nie mehr Angst aus dem Auto zu fallen bei Car2Car Drehs.

Wartungsintervalle von 50.000 km oder 2 Jahren und ein angeblicher Verbrauch von unter 7 Litern bei immerhin 177 PS halten die Kosten unten.
Er hat noch eine echte Handbremse mit Seil und KEINE Connectivity on Board, sprich Internet im Auto. Er meldet also nicht ständig dem Hersteller oder anderen wie, was , wo warum und wasweissich.
Leider hat er auch nur zwei Jahre Garantie. Die Koreaner trauen sich mehr.
Was ich nicht mag – die Start Stop Automatik, aber da kommt man ja nicht mehr drum herum. Sie lässt sich zwar deaktivieren, aber nicht dauerhaft.

Aber VW ist Qualität und die Franzosen können nur Baguette!!!

Jein – der obige T5.2 (2.0 CR) ist sehr gut gelaufen. Ein paar Roststellen hatte er schon und jedes Jahr musste er wegen irgendwas in die Werkstatt. Was bei VW oft richtig Geld kostet. Vierstellig.
Der T5.1 (1.9 TDI) davor war eine Katastrophe und der beste Freund der Werkstatt. Dreimal blieb der Bus liegen, erreichte 200.000 km Laufleistung, dann ging es in den Export.
Parallel fahre ich seit über 20 Jahren Citroen Berlingo ohne Probleme.
Kein Rost, kein Liegenbleiber und wesentlich günstigere Wartungskosten. Auch diese Autos haben über 200.000 km auf dem Tacho.

Letztendlich kaufen alle bei den drei grossen Zulieferern ein und entscheidend ist dann die Qualitätskontrolle bei der Fertigung in Nordfrankreich.
Und da läuft der Spacetourer mit dem Schwestermodell von TOYOTA vom Band.
Also schauen wir einfach mal wie es wird.

Bedrohung, Chaos, Katastrophen allerorten

Schlimm – ganz schlimm

Klimakatastrophe, Flüchtlingskrise, Bahnchaos.
Schlimm, schlimmer, am schlimmsten trifft es immer uns im deutschen Land.
Nichts klappt mehr, wir haben schon wieder Angst vor der Zukunft.

Spoiler vorneweg: Der Planet wird sich weiterdrehen – mit oder ohne uns.

Wo ist da das Chaos?

Das Chaos [ˈkaːɔs] (von altgriechisch χάος cháos) ist ein Zustand vollständiger Unordnung oder Verwirrung – sagt Wikipedia

Am 24. Juli saßen 30.000 Passagiere am Amsterdamer Flughafen fest. Laut Medien wurde der Airport Shiphol ins Chaos gestürzt. Auf herangeschafften Feldbetten mussten die Leute übernachten.
So what? Es gab ein Problem und es gab eine Lösung. Vielleicht nicht die komfortabelste, aber es ist keiner verhungert, in der Hitze verendet oder fiel marodierenden Räuberbanden zum Opfer.

Kaum schneit es haben wir ein Winterchaos, meist, weil immer noch genug Sommerreifentrottel das Auto bewegen.
Es gibt auch keinen einfachen Regen mehr, nein es muss schon Starkregen sein der da herniederprasselt und immer die gleichen Unterführungen in kleine Teiche verwandelt.
Kippt ein Baum auf eine Strasse, dann wird er von 15 verschiedenen Perspektiven fotografiert und schon glaubt man, der Schwarzwald läge auf der A86.
Stop, die wurde ja nie gebaut. Deshalb wahrscheinlich.

Etwas mehr Entspanntheit täte uns da allen gut.
Es schneit? Es könnte glatt sein und ich sollte Auto fahren können, sonst bleibe ich zu Hause.
Der Flieger fliegt nicht? Super. CO2 gespart.
Ich stehe im Stau? Man kann ins Lenkrad beissen und ums Auto rumpelstilzen, oder Hörbuch rein und sich freuen, dass man nicht die Ursache ist.

Alles ist so katastrophal.

Eine Katastrophe (altgriechisch καταστροφή katastrophé „Umwendung“, aus κατά katá „herab-“, „nieder-“ und στρέφειν stréphein „wenden“) ist ein folgenschweres Unglücksereignis.
Oft wird der veraltende Begriff Verheerung als synonym angesehen.

Der Tsunami 2004 war eine echte Katastrophe. Die Betroffenen hatten keine Chance zu reagieren. Verheerend.

Die Klimakatastrophe?

Da haben wir mächtig Angst vor und müssen deshalb das Klima retten, zumindest das deutsche.
Klingt ganz so, als wäre das Klima vom Aussterben bedroht. Dieses Klima gibt es seit es die Erde gibt und es wird es auch weiter geben.
Dem Klima ist es völlig egal ob wir mit Dieselgolf oder E-Tesla zum Discounter fahren um billigste Güter aus aller Welt einzukaufen.
Im Moment als ich diesen Text eintippe haben wir 37.5 Grad im Lande – die Anzahl der verkauften Klimageräte erreicht laut Handel einen neuen Rekord.
Was wir zu retten versuchen ist unsere privilegierte Art zu leben.

Da bringt auch eine offene Tür keine Abkühlung. Schlimm.

Wie macht man das?
Wie man das in Deutschland immer macht, mit Geld und Scham.
So macht man Benzin/Diesel zum Beispiel einfach 15 cent teurer und fliegt nur noch mit sehr schlechtem Gewissen (Flugscham) von München nach London zum Shoppen.
Oder man zahlt und fliegt mit gutem Gewissen – Ablasshandel nannte man das früher und es klappte prächtig.

Knapp 40 Euro und alles ist gut.

Wenn man Geld spendet kommt man damit mit bestem Gewissen in die entlegensten Regionen dieser Erde.

Gnadenlos ehrlich – Die PARTEI

Das kann man natürlich ausbauen – kauft man z.B. Organic-Tomaten aus Mittelamerika, dann einfach pro Kilo einen Betrag X über eine APP spenden und alles ist gut. APPs sind eh gut.
Eventuell reicht auch ein Daumen hoch. Yeah!

Zertifikathandel für alle.

Oder wir beginnen, wie die Staaten, uns gegenseitig Zertifikate zu verkaufen.
Oma hat kein Auto und erzeugt daher kein Diesel/Benzin-CO2. Ich selbst will einen V8 5.7ltr Cadillac.
Jetzt verkauft mir Oma ihr “Null” CO2 Zertifikat und schon fahre ich völlig unbeschwert CO2 reduziert in die Innenstädte dieses Landes.
Was bringt das?
Es bringt die Sicherheit, dass wir weiter so leben können wie bisher.
Auf Kosten anderer Nationen und Regionen, auf Kosten des Planeten.
Konsumscham stände uns gut zu Gesicht.
Frag dich im Laden/Online Shop ehrlich “Brauch ich den Scheiss wirklich auch noch?”

Aber alles ist so schlimm!

Erinnern wir uns an die erste Futterkrise.
Damals als der  Mensch die Höhle verliess um wenig später als Säbelzahntigerhappen zu enden?
Bestimmt stürzte dies die gesamte Höhlencommunity in absolutes Chaos.
Da es damals weder Geld noch Zertifikate gab enschloss man sich schlichtweg eine reale Lösung zu finden.

Wir regen uns viel zu sehr auf und das verstellt uns den Blick auf Lösungen.
Bei den Flüchtlingen sahen zu viele nur Krise und Chaos. Wir sahen gar nicht was da zu uns kam – Menschen.
Einerseits Menschen die keine Lust darauf hatten in Kriegen, die sie nicht zu verantworten hatten, zu verbluten und andererseits Menschen die in jene gelobten Regionen aufbrachen, in die, die in ihren Heimatregionen produzierten Güter und Rohstoffe seit Jahrzehnten verschwanden.
Dort musste es doch wunderbar sein.
Was unterscheidet denn einen Deutschen in Bremerhaven im Jahre 1870 von einem Nigerianer 2019 an der lybischen Küste?
Beide wollen in eine neue, scheinbar bessere Welt aufbrechen, weil zu Hause die Mäuler nicht mehr gestopft werden können.

Und was haben wir? Aaaaaangst (*). Und wählen Angst fressen Denken Parteien.
Ich sage nicht, dass es einfach ist – aber es ist auch für uns eine Chance.
Jede Krise muss auch als Herausvorderung angesehen werden.
Das konnten wir Deutschen früher doch mal ganz gut. Meine Jugend war geprägt von Zuversicht und Neugier auf das was da kommt.
Wegschauen und Angst haben bringt nichts.
Die Höhlenmenschen konnten noch soviel wegsehen – der Säbelzahntieger blieb. Und er war hungrig.
Krisen erfordern Lösungen und da tun wir uns in unserem fetten, überregulierten, schwerfälligen System sehr schwer.

Open Fridge Day

Haben wir kein schönes Klima, fahren wir ganz sofort nach Lima aus Sommersprossen von UKW Ende der 80er und dazu passend “Ich möchte ein Eisbär sein, im kalten Polar” von Grauzone 1981.

Das kalte Polar wird dann doch immer wärmer und der Eisbär seines Lebensraums beschränkt.
Er ist das Symboltier der Klimakatastrophe.
Aber der grosse Bär wäre auch ohne Klimaerwärmung in den nächsten Jahren arm dran. Die Menschheit wächst und auch entlegene Regionen werden plötzlich interessant.
Zudem gibt es unter den Tatzen des Bären Rohstoffe. Darunter Erdöl.
Wer jetzt gleich wieder nach Verbrennerverbot schreit – das hilft dem Bären wenig.

Erdöl ist zum Beispiel in Bodylotion, Mascara & Duschgel. Drei Dinge, die die Menschheit unbedingt zum Überleben benötigt.

Dann ist es in Waschmittel, Seife, Haarspray, Zahnbürste, Autositz (auch Emobil), PVC-Fußboden, Eimer, Folien, Matratzen, Kreditkarten, Computergehäusen, Displays, Farben, Tüten, Fensterrahmen, Vaseline – die Liste ist endlos. (Quelle taz). Abgesehen von dem ganzen Verpackungswahn.

Aber noch ist Zeit und Gelegenheit Solidarität zu zeigen und dem Bären, oder hier besser den Pinguinen, nah zu sein. Zum Beispiel als besorgter Passagier auf der MS Roald Amundsen.

Dem Eis beim Schmelzen nahe sein.

Gelebter Katastrophentourismus. Nach mir die Schmelze.
Ich hoffe es gibt an Bord keine Strohhalme für die Drinks.

Fehlt noch folgender Vorschlag: Wenn sie etwas tun möchten, dann öffnen sie an heissen Tagen Ihren Kühlschrank – oder die Welt macht das zusammen und feiert einen Open Fridge Day.
Kalte Luft gegen die Klimaerwärmung. Daumen hoch. Like.
Dann tanken Sie noch Ihren etron – eine Füllung entspricht dem Jahresverbrauch eines Durschnittskühlschrankes ohne Gefrierfach.

Hilfe Klimawandel.

Da steckt das Wort Wandel drin. Ein Wandel ist eine Veränderung und jede Veränderung bringt Chancen mit sich.
Es wird wohl wärmer, unaufhaltsam. Pflanzen und Tiere werden aus Regionen verschwinden. Andere Pflanzen und Tiere werden in diese Regionen einwandern. Statt hinterher zu trauern sollten wir die neuen Willkommen heissen und überlegen, wie wir sie nutzen können.
Wird es in naher Zukunft Bananenplantagen in Brandenburg geben? Welche Pflanze kann heimisch werden?

Aktuell wandert der Kabeljau nach Norden, Sardinen, Meeräschen und Streifenbarben nehmen in der Nordsee seinen Platz ein (Quelle NABU).
Alles ist im Wandel.

Müssen wir in Deutschland weiter unsere Häuser in Plastik (!!) einpacken, wenn die Winter immer wärmer werden?
Die Antwort ist leicht – JA. Denn mit diesem ökologischen Un- und ökonomischen Irrsinn wird viel Geld verdient, und mit der Entsorgung in 30 Jahren wieder.

Also was jetzt?

Weg mit der Angst, weg mit der Krise. Wir müssen schauen wo die Chancen liegen und diese nutzen. Dem Erdenlauf und dem Klima sind wir herzlich egal, da werden wir nur ein kurzes Intermezzo sein. Es ist an uns sich zu verändern.

Mit dieser Angst wäre die Menschheit nie aus der Höhle kommen.
Das Klima verändert sich, dann verändern wir uns eben auch. Das ist doch das Erfolgsgeheimnis der Menschheit.

Machen wir es wie in unserm EB Job. Wir wissen oft nicht auf was wir treffen, manchmal auch einwenig Chaos, oft Dinge die wir nie erwartet hätten.
Und dann? Dann wird was daraus gemacht.
Ich habe in 30 Jahren noch nie einen Dreh abgebrochen, denn es gibt immer einen Weg.
Herausvorderungen meistern ist wie Menschen helfen – äusserst gut für die Seele und das Zusammenleben.

Ich wünsche mir mehr Mut zum Wandel – mehr machdas.

 

(*) ich habe vor einigen Jahren mit einem grossen Hersteller gedreht. Der ist bekannt für Verbandsmaterial zur Wundversorgung. Das größte Geschäft, so der Firmenvertreter, mache man aber mit Windeln für Erwachsene.